„Die Psoriasis muss mit mir klarkommen“

Psoriasis

„Mir helfen eine disziplinierte Behandlung, ein sorgsamer und bewussterer Umgang mit mir selbst und ein wenig die Haltung ,Die Pso muss mit mir klarkommen und nicht ich mit ihr'“ Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.

Ich „leide“ seit acht Jahren an Psoriasis vulgaris. Sie tritt bei mir an den Händen, Ellbogen, Knien, Füßen, partiell an der Kopfhaut, in den Ohren und auch im Genitalbereich auf.

Lange Zeit habe ich das Problem eher ignoriert. Dann – als die Flächen größer wurden und schmerzhafte Symptome erstmals auftraten (Risse und Juckreiz) – begab ich mich erst einmal in homöopathische Gefilde, was jedoch rein gar keine Wirkung zeigte. Es folgten Akupunktur, Akupunktmassagen, Omega-3 Fettsäuren, Ernährungsumstellung etc. … Nichts davon half auch nur annähernd, und so wurde es immer ärger. Bis mich vor drei Jahren eine Lungenentzündung niederstreckte.

Innerhalb von drei Tagen war ich symptomfrei, als wäre die Pso wie weggehext … Ich dachte nun also, das wäre es gewesen. Leider irrte ich, und langsam schlichen sich die schuppenden Stellen wieder an. Nach einem guten halben Jahr war ich wieder voll dabei. Ich war nun wirklich ziemlich verzweifelt, da das plötzliche Verschwinden nach der Pneumonie natürlich genial für mich gewesen war.

Als es dann wirklich schlimm wurde, ich echte Schmerzen bekam durch aufgerissene Haut, meine Psyche langsam vor der ständigen Belastung in die Knie ging und ich moralisch ziemlich am Ende war, empfahl mir ein Freund einen Hautarzt, den ich noch am gleichen Tag aufsuchte.

Zuerst einmal wurde ich wirklich gut aufgeklärt über die Krankheit und die Methoden zur Behandlung. Ich war vorher schon bei zwei anderen Dermatologen gewesen, die mich nicht im geringsten weitergebracht hatten.

Wir schlugen gemeinsam den Weg mit Fumaderm , Daivobet und Silkis ein – und siehe da, ich hatte gewaltige Anfangserfolge. Die Erfolge ließen nach, als ich begann, das Cremen und das Einnehmen der Tabletten des öfteren zu übersehen und immer nachlässiger damit umzugehen. Nach dem Motto … „Super – hilft, passt, können wir jetzt gemütlicher angehen.“

Das wichtige ist, dass man immer dran bleibt, auch wenn man mal Stress hat, man keine Lust hat, sich schon wieder irgendwo zu salben, einem die Flushs vom Fumaderm auf die Nerven gehen. Natürlich ist auch wichtig, dass man Fumaderm gut verträgt (meine Werte sind seit weit über einem Jahr stabil). Jeder Schlendrian wird schnell wieder mit neuen Stellen und erneutem Aufkeimen bestraft.

Für mich habe ich festgestellt, dass eine disziplinierte Behandlung, ein sorgsamer und bewussterer Umgang mit sich selbst und auch ein wenig die Haltung „Die Pso muss mit mir klarkommen und nicht ich mit ihr!“ Erfolge bestens beeinflussen.

Erst kürzlich hatte ich wieder eine „Laisser-faire“-Phase, für die ich mit vielen und stark ausgeprägten Stellen bezahlen musste. Jetzt wird wieder konsequent eingenommen, gesalbt, kontrolliert und auf mich selbst geachtet.

Ich weis, dass ich mir nicht ausrechnen kann, jemals ganz meine Ruhe vor der Pso zu haben, aber ich kann etwas dafür tun, dass sie sich nach meinem Rythmus richten muss.

Tassilo

Bildquellen

  • Psoriasis: Farina3000 - Fotolia

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