Fabian F. (30)

Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.

Ich bin 30 Jahre alt und trage meine Schuppenflechte mit mir herum, seitdem ich drei Jahre alt bin. Meine Eltern konnten nie einen Zusammenhang zwischen einer Krankheit und dem Auftauchen der Psoriasis herstellen. Anfangs waren die Stellen an beiden Schienbeinen und in den Achselhöhlen. Die Hautärzte behandelten mich auch zunächst auf Ekzem. Die Medikamente verschlimmerten wohl alles. Ich erinnere mich nur, dass sie furchtbar gebrannt haben.

Seit der 9. Klasse allerdings sind die Stellen an beiden Füßen, an beiden Händen und auf dem Kopf ansässig. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich keine „Schübe“ habe, wie man das meist hört, sondern die Schuppenflechte einfach immer da ist. Ab der 9. Klasse mussten wir alle zwei Wochen einen Tag lang in der Produktion arbeiten, bei uns war es ein landwirtschaftlicher Betrieb, bei dem wir z.B. Porree vom Feld ernten und dann putzen und eintüten mussten. Da wurde zwar gesagt, wir sollten Handschuhe anziehen, aber niemand tat das wirklich. Und weil genau dann die Psoriasis an den Händen auftrat, tippe ich bis heute drauf, dass da Pestizide oder anderes Zeug an dem Gemüse dran war.

Inzwischen war ich zu allerlei Kuren, als Kind, als Jugendlicher und als Erwachsener, zuletzt am Toten Meer. Das hat bombig geholfen, hielt aber nur zwei Monate an. Trotzdem hatte es mir extrem gut getan. Erneute Anträge hat die Kasse jetzt aber immer abgelehnt.

Wie jeder Psoriatiker, habe ich schon viele Salben durch. In letzter Zeit am besten war Karison, das aber wohl ein starkes Kortison ist. Auf dem Kopf habe ich gute Erfahrungen mit Ecural gemacht. Weggebracht aber hat noch keine Salbe alles.

Stress, den ich genug habe, kann meiner Schuppenflechte eigentlich nichts anhaben. Im Gegenteil, wenn ich mal weniger Stress habe, ist’s irgendwie schlechter (vielleicht, weil ich dann die Schuppenflechte mehr wahrnehme).

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