Fabienne (18)

Ob es wirklich daran lag, dass meine Tante mit mir (wenige Monate) die Treppen gestürzt ist und ich einen Oberschenkelhalsbruch erlitt und die lange Zeit im Krankenhaus lag, was für mich (laut Angabe meiner Mutter) eine Qual war, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall fing die Psoriasis ein halbes Jahr später an.

Bevor ich ein Jahr alt war, hatte ich schon Schuppenflechte, jedenfalls die ersten Anzeichen davon. Mein Vater (zu dem ich aber kaum Kontakt habe, jahrelang gar keinen) hat die gleiche Krankheit (?Krankheit?), sowie meine Tante. Da ich auch sonst anders war als die anderen kann man sich vorstellen wie „beliebt“ ich war.

Mit 15-16 Jahren dann mein absoluter Tiefpunkt, ich lag fast ein Jahr denn ganzen Tag im Bett, zerfloss in Selbstmitleid und hatte ständig Selbstmordgedanken. Keine Freunde, keine Familie, keine Liebe, ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens… Ich unternahm einige Versuche mir das Leben zu nehmen, aber ob es einer glaubt oder nicht, sogar meiner Mutter, die es wusste, war das egal. Ich empfinde kein bisschen Selbstmitleid mehr, ich möchte nur gerne wiedergeben und bleibe objektiv (sofern das möglich ist). Diese schlimme Phase war vor allem pubertätsbedingt, und die Psoriasis nur ein weiterer Grund den ich vorschieben konnte.

Die Frage nach Behandlungen der Pso? Meine Mutter war der Ansicht, dass sowieso nichts hilft und hielt mich von Ärzten fern. Schulsport oder Schwimmen war ein Horror für mich, wenn ich ins Wasser ging, sind die anderen raus.

Richtig extrem war die Schuppenflechte bei mir nie, „nur“ rote Flecken (wenn die Schuppenschicht abgekratzt, oder mit Öl eingeweicht waren) am ganzen Körper, bis auf Gesicht und Hände. Es juckt nicht, und würde mich nicht einschränken wenn es nicht so schrecklich aussehen würde.

Klar, es sind wohlgemeinte Ratschläge, wenn einem gesagt wird, dass man doch darauf „scheißen“ solle, was die Leute denken. Nur habe ich nicht das nötige Selbstvertrauen dafür und verstecke meine Psoriasis heute noch unter langen Pullis und Hosen. Ich kann mich nicht mit meiner Schuppenflechte abfinden.

Zwar sträube ich mich nicht mehr so gegen sie, wie ich es früher tat, bin ausgeglichen und versuche mich viel mit meinem Körper zu beschäftigen, aber wirklich abfinden kann ich mich nicht mit Ihr. Dazu bin ich zu sehr Widder.

Vielleicht weiß ja jemand, was für eine Behandlung in meinem Fall die Beste wäre (von sich aus machen die Ärzte ja nichts…)

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