Häufige Fragen zur Psoriasis

Noch Fragen?

Fragen zu Beginn

Ist Schuppenflechte ansteckend?

Nein, nein und nein. Niemals. Unter keinen Umständen.

Wie sieht so eine Schuppenflechte aus?

Schön ist anders, aber werfen Sie selbst einen Blick auf die Beispiele in unserer Bildergalerie.

Wo am Körper kann man Schuppenflechte bekommen?

Prinzipiell überall. Es gibt aber „beliebte Stellen“ und weniger beliebte. Gern zeigt sich die Schuppenflechte an den Knien und den Ellenbogen oder auf dem Kopf. Aber wie gesagt: Psoriasis kann sich am ganzen Körper entwickeln, auch an den Nägeln, den Händen, Sohlen, im Genitalbereich oder im Gesicht – wobei Letzteres aber selten ist.

Wodurch kann eine Schuppenflechte ausgelöst werden?

Oh, da gibt es viele Auslöser – und eine Liste der möglichen Auslöser einer Psoriasis von uns.

Man muss nur immer unterscheiden zwischen dem Auslöser, der die Krankheit erstmals ans Tageslicht befördert, und dem sogenannten Trigger – also einem Faktor, der die schon vorhandene Krankheit immer wieder am Leben erhält oder schlimmer werden lässt.

Woher kommen diese vielen Schuppen?

Die weißlichen oder silbrigen Schuppen sind nicht fertig zu Ende ausgebildete Zellen – ganz bildlich gesprochen. Wer eine Psoriasis hat, bei dem teilen sich die Zellen viel zu schnell – nämlich alle anderthalb Tage. Sie wandern (oder besser: rasen) Richtung Hautoberfläche und sind in drei bis acht Tagen oben angekommen. Nur: In gesunder Haut dauert dieser Vorgang etwa 28 Tage. Die Hautzellen hatten also gar nicht die Zeit, sich zu Ende auszubilden, zu verhornen. Sie erscheinen uns als silbrige oder weißliche Schuppen.

Wie kann der Arzt die Diagnose Psoriasis genau stellen?

Zunächst haben Hautärzte meist Erfahrung mit der Schuppenflechte. Da genügen ihnen oft ein paar Blicke. Ist ein Arzt unsicher, kann er eine Biopsie machen. Dabei wird ein klitzekleines Stück aus der befallenen Haut entnommen und in ein Labor eingeschickt.

Ist Schuppenflechte heilbar?

Die Psoriasis ist nicht heilbar, aber behandelbar. Der genetische Defekt bleibt bestehen. Durch Medikamente und/oder therapeutische Massnahmen kann in fast allen Fällen Linderung der Erkrankung bewirkt werden. Die Psoriasis in Form der roten Flecken kann jederzeit kommen und jederzeit wieder gehen. Dazwischen können auch viele Jahre ohne sichtbare Zeichen sein.

Wie oft kommt die Schuppenflechte vor?

Die Zahlen schwanken und unterscheiden sich auch von Kontinent zu Kontinent. In Europa sollen anderthalb bis zwei Prozent der Einwohner an einer Schuppenflechte erkrankt sein. In den USA wird von vier bis fünf Prozent ausgegangen.

Bekommen Frauen häufiger Schuppenflechte als Männer?

Nein. Das ist ungefähr ausgeglichen.

Fragen zum Leben mit Schuppenflechte

Kann ich mir ein Tattoo stechen lassen?

Es kann passieren, dass an den Stichstellen eine Schuppenflechte auftritt – Stichwort Köbner-Effekt. Das geschieht jedoch nicht bei jedem. Man kann also keine allgemeingültige Aussage treffen.

Hatten oder haben auch berühmte Leute Schuppenflechte?

Ja natürlich. Zarah Leander, Romy Schneider und Stalin waren unter den Berühmtheiten, die auch Psoriasis hatten. Auch noch lebende Promis sind davon betroffen. Der Sänger Art Garfunkel (Simon & Garfunkel) hat ebenso Pso wie der amerikanische Ermittler Kenneth Starr (der gegen Bill Clinton in der Lewinsky-Affäre ermittelt hat). Auch der Schauspieler Sky du Mont hat Psoriasis – aber offenbar eine leichtere Form. Bei der Markteinführung von Raptiva jedenfalls stellte er sich mit dieser Aussage vor die Presse. Von den mehr oder minder bekannten Stars und Sternchen wäre noch der Sänger Mark Medlock zu nennen.

Weitere Beispiele finden Sie in unserer Bildergalerie „Prominente mit Schuppenflechte„.

Schadet Rauchen der Psoriasis?

Davon gehen die meisten Experten aus – und das nicht, weil sie Spaßbremsen sein wollen, sondern weil es untersucht wurde. Zu dem Thema gibt es im Psoriasis-Netz eine eigene Rubrik. Besonders bei Psoriasis pustulosa scheint das Rauchen ein starker „Bösewicht“ zu sein.

Hat das Wetter einen Einfluss auf die Schuppenflechte?

Viele Psoriatiker haben im Winter mehr Probleme mit ihrer Haut als im Sommer. Das könnte an dem Mangel an Sonnenlicht liegen. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern.

Gibt es eine Diät gegen die Psoriasis?

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine spezielle Psoriasis-Diät gibt es nicht. Die gute: Einige Menschen mit Schuppenflechte haben gute Erfahrungen, wenn sie bestimmte Lebensmittel meiden oder reduzieren. Das sind scharfe Speisen, Schnäpse, Essig oder Nüsse.

Eine fleischarme Ernährung ist im Hinblick auf Entzündungen zu empfehlen. Dabei wird immer wieder die Vermeidung oder Reduktion von Schweinefleisch, von Schmalz, Talg oder fetten Geflügelarten empfohlen. Damit soll die Ernährung arm an Arachidonsäure sein. Eine gute Einführung ins Thema ist aus unserer Sicht das Buch „Abwechslungsreiche Diät bei Schuppenflechte„.

Bevor Sie jetzt aber meinen „Prima, dann muss ich erst gar keine Diät anfangen“, sei gesagt: Jede Gewichtsreduktion kann bei Schuppenflechte und besonders bei Psoriasis arthritis positiv wirken.

Kann eine Schuppenflechte für immer verschwinden?

In zehn Prozent der Fälle geht die Schuppenflechte nach ein paar Schüben wieder.

Kann meine Psoriasis im Alter von alleine besser werden?

Ja, sie kann – aber darauf kann man sich nicht verlassen. Leider ist es eher selten so. Und: Mancher bekommt die Schuppenflechte erst, wenn er älter ist.

Hat die Schuppenflechte Einfluss auf meine Lebenserwartung?

Bei einer leichten bis mittelschweren Psoriasis sind bislang keine Einschränkungen bekannt geworden. Anders sieht es bei einer schweren Psoriasis aus. Eine schwere Schuppenflechte kann allerlei Folge- oder Begleiterkrankungen mit sich bringen. Deshalb ist ihre Behandlung so wichtig.

Weitere Fragen

Welche Psoriasis-Formen gibt es?

  • Psoriasis vulgaris – die „gewöhnliche“ und am meisten verbreitete Form der Schuppenflechte mit roten Flecken, oft bedeckt oder versehen mit weißen, silbrigen Schuppen
  • Psoriasis guttata bzw. Psoriasis punctata – die Schuppenflechte mit kleinen roten Stellen, nur so groß wie ein Punkt
  • Psoriasis arthritis – Gelenk-Psoriasis
  • Psoriasis pustulosa – mit kleinen Bläschen, die mit einer Flüssigkeit, aber nicht mit Eiter gefüllt sind
  • Psoriasis palmaris et plantaris, manchmal auch Psoriasis palmoplantaris genannt – die Schuppenflechte, die sich auf die Hände und Füße beschränkt
  • Psoriasis inversa – die Schuppenflechte in Hautfalten und dort, wo Haut auf Haut liegt, z.B. unter der (weiblichen) Brust
  • Erythrodermie – eine stark entzündete Haut bzw. Schuppenflechte „von Hacken bis Nacken“, von Kopf bis Fuß. Wenn die gesamte Haut gerötet und verdickt ist, ist es vielleicht eine psoriatische Erythrodermie. Gerade, wenn in der Nähe ein Gelenk ist, reißt die Haut ein – und dann tut’s weh. Dazu gesellen sich heftiger Juckreiz , Fieber und ausgeprägte Kälteempfindlichkeit. Diese Form ist allermeist ein Fall für einen alsbaldigen Besuch im Krankenhaus, denn die Entzündung und der Temperaturverlust schwächen den Körper enorm.

Das ist natürlich die kürzestmögliche und keineswegs erschöpfende Antwort. Wir haben da auch noch ausführliche Erklärungen.

Wie oft sind die Nägel von Psoriasis befallen?

Bei 15 bis 50 Prozent der Menschen mit Psoriasis der Haut sind auch Nägel befallen. Bei Menschen mit Psoriasis arthritis sind es sogar 80 Prozent. (1) Es kommt nur recht selten vor, dass jemand eine Psoriasis ausschließlich an den Nägeln hat – nämlich nur bei 1 bis 5 Prozent der Patienten. (2) Bei einer Schuppenflechte an den Nägeln werden diese bröckelig oder bekommen kleine Tüpfel oder Flecken, die aussehen, als sei Öl unter dem Nagel.

Quellen:

Was ist das Köbner-Phänomen?

Diese Erklärung wurde uns irgendwann zu lang – deshalb haben wir ihr einen eigenen Artikel gewidmet. Den finden Sie hier.

Fragen zur Psoriasis auf dem Kopf

Psoriasis nur auf dem Kopf – gibt es das?

Ja klar. Das kommt sogar recht häufig vor.

Leiden die Haare auch unter der Schuppenflechte?

In den meisten Fällen nicht. Hat jemand aber lange eine dicke Schuppen-Schicht auf dem Kopf, werden die Haare schon mal brüchig oder dünner. Manchmal (!) gehen sie auch aus. Aber: Wenn die Schuppenflechte auf dem Kopf besser wird, wächst auch das Haar meist wieder nach.

Geschichte und Name

Seit wann gibt es die Schuppenflechte?

Lange Zeit verwechselte man die Schuppenflechte mit einer Lepra. Angeblich soll schon Celsius von der Krankheit berichtet haben – und das war um die Zeitenwende (Christi Geburt).
Auch im dritten Buch Moses des alten Testamentes soll die Rede davon sein.

Die Krankheit in „jüngerer Zeit“ hat im 18. Jahrhundert ein englischer Arzt namens Robert Willan beschrieben.

Woher kommt der Name Psoriasis?

Den Namen Psoriasis hat sie aus dem 19. Jahrhundert von einem Wiener Hautarzt – von Ferdinand von Hebra.

Psoriasis vulgaris wurde vom griechischen Wort Psora abgeleitet – was so viel wie „die Schuppe“ heißt. „Psao“ heißt „ich kratze“. Die offiziellere Übersetzung heißt „gemeine Schuppenflechte“.

Bildquellen

1 Kommentar

  1. Ich habe schon seit 20 Jahren Psoriasis. Ich wollte mit allen die auch an Psoriasis leiden meine Erfahrungen teilen. Ich habe herausgefunden das Clarelux Schaum kombiniert mit Balea Oil repair Haaröl sehr gut zusammen wirkt. Nach ein paar Tagen kann man schon sehr gute Ergebnisse spüren. Balea Haaröl gibt es im DM markt. Versucht es mal, es wirkt .Für den Intimbereich ist Babypuder mit Zink sehr zu empfehlen!!! Alles gute euch allen.

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