„Sich mit der Krankheit arrangieren“

Hans Jörg will sich von seine Psoriasis nicht zu sehr gefangen nehmen lassen und rät anderen, nicht die Freuden des Lebens zu vergessen. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.

An Psoriasis leide ich, seit ich 18 Jahre alt bin. Anfänglich trat die Krankheit nur auf der Kopfhaut und an einer fingernagelgrossen Stelle am Schienbein und auf dem Rücken auf. Mittlerweile bin ich von Kopf bis Fuss mit Psoriasis richtiggehend übersät. Zum Glück sind Gesicht und Hände noch ziemlich unbefallen.

Warum die Krankheit bei mir aufgetreten ist, kann ich bis heute nur vermuten. Ev. bin ich erblich belastet oder die Nerven spielen mir einen Streich. Ich fühle mich jedoch nicht als besonders nerviger Typ. Sicher bin ich hin und wieder in irgend einer Weise „im Stress“ oder „nervös“, denke aber, dass es bei mir im üblichen Rahmen wie bei anderen Menschen auch ist.

Ich muss zugeben, das ich bei der Ernährung nicht sonderlich darauf achte. Ich bin etwas übergewichtig und esse eben ziemlich gern! Ich habe das Glück, das meine Frau mich und die Krankheit akzeptiert. Meine Kinder (1,5 und 3,5 Jahre) kennen den Papa eben nicht anders. Auch im Verwandten- und Kollegenkreis fühle ich mich nicht ausgegrenzt. Ich bin also im Gegensatz zu vielen anderen Psoriasispatienten in einem „normalen“, zufriedenstellendem und harmonischen Umfeld mit Familie, Hobbys, Kollegen etc.

Und trotzdem ist die Krankheit da! An Behandlungen habe ich schon folgendes gemacht:

Alle erdenklichen Salben: Cortisonpräparate, Daivonex, Mischungen aus der Apotheke etc. Ergebnis: dei Schuppung kann zwar gestoppt werden, die Rötung bleibt aber vorhanden und die Schuppung setzt sofort nach absetzen der Salben wieder ein. Kürzlich habe ich Bioresonanz-Therapie (auch MORA-Therapie) versucht. Die Therapie geht davon aus, dass dem Leiden eine Allergie zu Grunde liegt. Tatsächlich wurden bei mir Milchprodukte und Emulgator-Allergie gefunden. Die Allergien konnten bekämpft und ausgeschlossen werden. Ebenfalls die Nervenwerte waren absolut in Ordnung. Nach der siebten Behandlung der Haut ohne Linderung hat mir der Therapeut ehrlicherweise gesagt, dass er für mich wohl nichts tun könne.

Ich möchte aber trotzdem alle ermuntern, auch Bioresonanz zu versuchen. Im Einzelfall kann es sicher helfen. Mein Therapeut hat schon Psoriatiker geheilt.

Ich denke, das beste ist, mit der Psoriasis zu leben und versuchen sich mit der Krankheit zu arrangieren. Ja nicht zuviel auf die Ernährung achten, sonst verpasst man ein Großteil der Freuden des Lebens und die Psori heilt trotzdem nicht!

Ein positiver Nebeneffekt meiner Psori ist, das ich nicht mehr Militärdienst leisten muss. Ich wünsche allen viel Glück und die Kraft, immer wieder Neues auszuprobieren. Lasst euch nicht ausgrenzen, geniesst das Leben trotzdem!!

Hans Jörg aus der Schweiz (29)

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