Sonnenschutz bei Schuppenflechte

Sonnenschirm

Eine der gängigen Behandlungsmethoden, um Psoriatikern Linderung zu verschaffen, ist die Lichttherapie mittels UV-Strahlen. Bei der Bestrahlung mit UV-Licht kommt vorzugsweise die UV-B-Strahlung zum Einsatz. Zudem wird darauf geachtet, dass die Bestrahlung in einem bestimmten Wellenlängenbereich – nämlich 311 Nanometer – liegt. Die anderen Strahlen werden weitgehend herausgefiltert. Wichtig: Nicht jeder Patient verträgt die gleiche Strahlendosis. Deshalb muss die Strahlung dem Hauttyp unbedingt genau angepasst werden. Die Bestrahlungsdauer wird nach und nach gesteigert.

Eine Selbstbehandlung im Solarium sollte man möglichst unterlassen. Ein Grund: Man kann nicht genau nachvollziehen, mit welcher Dosis man sich dort bestrahlen lässt. Eine überhöhte Dosis richtet mehr Spätschäden an, als dass sie nutzt.

Dooch auch ein gemäßigtes Sonnenbad hat lindernde Wirkung. Trotz allem ist es kein Freifahrtschein, um sich stundenlang in die Sonne zu legen. Leider gilt unverändert: Übermäßige Sonneneinstrahlung erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, man forciert eine vorzeitige Hautalterung und die Haut wird unnötig ausgetrocknet.

Nicht vergessen sollte man außerdem, dass manche Medikamente zu einer gesteigerten Licht- bzw. Sonnenempfindlichkeit führen können. Dazu zählen unter anderem

  • Präparate, die Johanniskraut enthalten
  • verschiedene Antibiotika oder
  • kortisonhaltige Medikamente.

Vor einer Fahrt in den Urlaub sollte man deshalb unbedingt den behandelnden Arzt konsultieren um sich zu vergewissern, dass durch die verordneten Medikamente keine unangenehmen Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Vor einem Sonnenbrand kann man sich schützen, indem man sich an die individuell verträgliche Bestrahlungszeit in der Sonne hält. Das ist genau die Zeit, in der man sich ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dazu zählt natürlich nicht die pralle Mittagssonne, die man grundsätzlich meiden sollte. Je nach Hauttyp kann diese Eigenschutzzeit zwischen fünf und zehn Minuten (Hauttyp I, sehr hellhäutig) bis zu 45 Minuten (Hauttyp IV, dunkelhäutig) variieren.

Weiteren Schutz bieten Sonnencremes. Alle Hautpartien, die geschützt werden müssen, sollten großzügig mit Sonnencreme eingerieben werden. Während des Sonnenbades sollte man auch das Nachcremen nicht vergessen – besonders dann nicht, wenn man ins Wasser geht.

Trotz der mitunter recht hohen Lichtschutzfaktoren sollte man sich nicht zu einem stundenlangen Sonnebad hinreißen lassen. Ab einem gewissen Lichtschutzfaktor – Hautärzte reden von LSF 20 – ist der Schutz nicht mehr beliebig auszudehnen. Beachten

muss man auch, dass die UV-Strahlen von Wasser oder Schnee reflektiert- und um ein Vielfaches erhöht werden können. Die Strahlungsintensität verstärkt sich. Man bekommt schneller einen Sonnenbrand.

Einen weitereren Schutz vor Sonnenbrand kann die Einnahme von Vitamin E bieten: In Studien wurde nachgewiesen, dass eine regelmäßige Einnahme von Vitamin-E-Präparaten dazu beitragen kann, die Eigenschutzzeit der Haut deutlich zu verbessern.

Der sicherste Schutz vor einem Sonnenbrand ist es allerdings, wenn man sich an die individuelle Eigenschutzzeit hält und danach eine Sonnenpause einlegt. Kann man die Sonne nicht meiden, ist es sinnvoll, die Körperpartien, die der Sonne ausgesetzt sind, durch angemessene Bekleidung zu schützen.

Nach einem Sonnenbad benötigt die Haut eine Extra-Portion Pflege, allerdings muss man vielleicht mit den sonst verwendeten Präparaten ein wenig variieren. Durch die Sonnenstrahlung ist die Haut erhitzt. Sie schwitzt und gibt Wärme und Feuchtigkeit ab. Benutzt man nun die übliche, sehr fetthaltige Creme, kann es zu einem Hitzestau kommen. Wärme und Feuchtigkeit können nicht abgegeben werden, sondern werden unter der Fettschicht konserviert und es kann zu einem Psoriasis-Schub kommen. Es kann daher sinnvoll sein, nach dem Sonnenbad auf Pflegeprodukte auszuweichen, die einen höheren Wasseranteil enthalten.

Autorin: Sabine Otremba

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