Gestern war ich zu Vorträgen von und für Psychodermatologen - ein spannendes Thema und Fach! (Psychodermatologen sind die, die sich sowohl um die Haut als auch die Psyche kümmern, mal eher mit dem Schwerpunkt Haut, mal mit dem Schwerpunkt Psyche.)
Die Aussage einer Chefärztin hat mich dann den ganzen Abend geärgert.
Es ging um Compliance - wie "brav" Patienten also befolgen, was der Arzt ihnen rät, wie "brav" sie ihre Medikamente nehmen oder anwenden bzw., warum sie das nicht tun. (Auch das ist grundsätzlich ein spannendes Thema.)
Besagte Oberärztin sagte sinngemäß "Ich bestelle alle meine Patienten lieber ein und gebe ihnen eine Spritze (zur Immunisierung gegen Heuschnupfen) als dass ich ihnen diese neuen Tabletten verschreibe, die man nur unter der Zunge zergehen lassen muss. Ich traue meinen Patienten nicht zu, dass sie die Tabletten regelmäßig nehmen. Wenn ich ihnen die Spritze gebe, weiß ich, dass sie das Medikament genommen haben."
Das empfinde ich ganz klar als Entmündigung.
Zum einen: Erfahren ihre Patienten je, dass es auch eine Tabletten-Therapie gäbe?
Zum anderen: Eine Spritze ist - für mich jedenfalls - so viel mehr "Körperverletzung" (nicht im strafrechtlichen Sinne) als eine Tablette. Denkt die Ärztin mal daran, was eine Spritze ihren Patienten bedeutet?
Und dann: Ich möchte als Patient bitte nicht für "dumm" gehalten werden - für so "dumm", dass ich meine Tabletten nicht regelmäßig nehmen kann. Wenn sie das von Fall zu Fall entscheidet - okay. Aber so pauschal zu sagen, alle ihre Patienten würden eh nicht machen (können), was sie rät - das ist eine ordentliche Abwertung oder - höflicher ausgedrückt - Unterschätzung.
Wie so oft wurde auf der Veranstaltung auch das (vermeintlich) schlechte Ansehen der Ärzte beklagt - das wäre ja schon fast so schlimm wie das von Lehrern
Mich wundert das Ansehen jedenfalls manchmal nicht.
Ein andermal werde ich mal noch andere Aussagen von Psychodermatolgen vorstellen, zu denen mich Eure Meinung interessiert. Das war aber die krasseste, die mich am meisten geärgert hat.
Die Aussage einer Chefärztin hat mich dann den ganzen Abend geärgert.
Es ging um Compliance - wie "brav" Patienten also befolgen, was der Arzt ihnen rät, wie "brav" sie ihre Medikamente nehmen oder anwenden bzw., warum sie das nicht tun. (Auch das ist grundsätzlich ein spannendes Thema.)
Besagte Oberärztin sagte sinngemäß "Ich bestelle alle meine Patienten lieber ein und gebe ihnen eine Spritze (zur Immunisierung gegen Heuschnupfen) als dass ich ihnen diese neuen Tabletten verschreibe, die man nur unter der Zunge zergehen lassen muss. Ich traue meinen Patienten nicht zu, dass sie die Tabletten regelmäßig nehmen. Wenn ich ihnen die Spritze gebe, weiß ich, dass sie das Medikament genommen haben."
Das empfinde ich ganz klar als Entmündigung.
Zum einen: Erfahren ihre Patienten je, dass es auch eine Tabletten-Therapie gäbe?
Zum anderen: Eine Spritze ist - für mich jedenfalls - so viel mehr "Körperverletzung" (nicht im strafrechtlichen Sinne) als eine Tablette. Denkt die Ärztin mal daran, was eine Spritze ihren Patienten bedeutet?
Und dann: Ich möchte als Patient bitte nicht für "dumm" gehalten werden - für so "dumm", dass ich meine Tabletten nicht regelmäßig nehmen kann. Wenn sie das von Fall zu Fall entscheidet - okay. Aber so pauschal zu sagen, alle ihre Patienten würden eh nicht machen (können), was sie rät - das ist eine ordentliche Abwertung oder - höflicher ausgedrückt - Unterschätzung.
Wie so oft wurde auf der Veranstaltung auch das (vermeintlich) schlechte Ansehen der Ärzte beklagt - das wäre ja schon fast so schlimm wie das von Lehrern
Ein andermal werde ich mal noch andere Aussagen von Psychodermatolgen vorstellen, zu denen mich Eure Meinung interessiert. Das war aber die krasseste, die mich am meisten geärgert hat.







Ganz so wie die Othtopäden bei uns in der Stadt.
Mit akuten starken Schmerzen, lassen die einen sechs Wochen auf einen Termin warten. In der Zeit haben sie aber schon hunderte ihrer Einrenk-Patienten kommen lassen.
Und dann wundern sie sich über ihr sclechtes Image????