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Infliximab (Remicade)


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8 Antworten vorhanden

#1 Offline   wolfwal

wolfwal

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geschrieben 18. April 2012 - 16:02

Weiß jemand, ob Infliximab zu den Zytostatika gehört? Neuerdings meint meine Klinik, dass das Medikament nur noch von der Krankenhausapotheke angemischt werden dürfe. Am liebsten hätte man, dass ich das Medikament auch über die Krankenhausapotheke bezeieh. Ich frage, weil ich heute zufällig im Spiegel Nr. 16 einen Bericht über die Pharmabranche und Zytostatika gelesen habe.


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#2 Online   Hans1000

Hans1000

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geschrieben 18. April 2012 - 16:36

Hallo,

Beitrag ansehenwolfwal schrieb (18. April 2012 - 16:02 ):

Weiß jemand, ob Infliximab zu den Zytostatika gehört? Neuerdings meint meine Klinik, dass das Medikament nur noch von der Krankenhausapotheke angemischt werden dürfe. Am liebsten hätte man, dass ich das Medikament auch über die Krankenhausapotheke bezeieh. Ich frage, weil ich heute zufällig im Spiegel Nr. 16 einen Bericht über die Pharmabranche und Zytostatika gelesen habe.

Infliximab gehört nicht zu der Gruppe der Zytostatika, welches das Zellwachstum hemmt. Ein uns PSO/PSA-Betroffenen bekannter Vertreter der Zytostatika ist MTX. Infliximab ist ein Biologika und wirkt als Immunsuppressivum. Es  blockiert konkret die TNF-alpha Botenstoffe des Immunsystems. Somit wird die Entzündungskette unterbrochen.
"Angemischt " wird das Medikament nicht, da es in einem komplexen Herstellungsprozeß  (wie bei allen Biologikas) erzeugt wird . Da Remicade aber intravenös verabreicht wird, klingt es für mich aber logisch, wenn es direkt vom Krankenhaus bereitgestellt wird.
Info Remicade (Wirkstoff Infliximab): Remicade

Gruß
Hans

#3 Offline   Barb

Barb

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geschrieben 18. April 2012 - 18:07

Hallo, wolfwal,

ich bekam meine Remicade-Infusionen in der Hautklinik. Da sich die Dosis nach dem Körpergewicht richtet, musste ich vorher auf die Waage. Die Daten wurden an die Krankenhausapotheke durchgegeben und danach kam der Beutel mit der Infusion. Anders sind sie im Krankenhaus nicht mehr verfahren, weil es Patienten gab, die nicht zur Infusion erschienen waren und das Mittel für keinen anderen Patienten eingesetzt werden konnte. Bei dem Preis für das Mittel war das verständlich.

Viele Ärzte sind auch gar nicht bereit, diese Infusionen vorzunehmen, weil sie z. B. gar nicht über die erforderlichen Räumlichkeiten verfügen.

Lieben Gruß

#4 Offline   wolfwal

wolfwal

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geschrieben 19. April 2012 - 07:14

Ich bringe Remicade selbst mit und das möchte ich auch weiterhin so handhaben. Das ganze Prozedere ist mir seit Jahren bekannt. Ich wollte nur wissen, ob Remicade zu den Zytostatika zählt. Danke aber soweit für die Antworten. LG

#5 Offline   Claudia

Claudia

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geschrieben 19. April 2012 - 07:57

Die sachliche Antwort haben meine Vorredner gegeben - aber der Artikel aus dem Spiegel ist schon auch interessant. Danke für den Hinweis, wolfwal.

#6 Gast_Pollux_

Gast_Pollux_
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geschrieben 29. April 2012 - 19:44

Beitrag ansehenHans1000 schrieb (18. April 2012 - 16:36 ):

Hallo,



Infliximab gehört nicht zu der Gruppe der Zytostatika, welches das Zellwachstum hemmt. Ein uns PSO/PSA-Betroffenen bekannter Vertreter der Zytostatika ist MTX. Infliximab ist ein Biologika und wirkt als Immunsuppressivum. Es  blockiert konkret die TNF-alpha Botenstoffe des Immunsystems. Somit wird die Entzündungskette unterbrochen.
"Angemischt " wird das Medikament nicht, da es in einem komplexen Herstellungsprozeß  (wie bei allen Biologikas) erzeugt wird . Da Remicade aber intravenös verabreicht wird, klingt es für mich aber logisch, wenn es direkt vom Krankenhaus bereitgestellt wird.
Info Remicade (Wirkstoff Infliximab): Remicade

Gruß
Hans

Remicade wird sehr wohl für die Infusion nach Körpergewicht angemischt, also entsprechend in die NaCl Infusionslösung gegeben.

Bei mir in der Charité Hautpoliklinik war es jedenfalls so.

Gruß

Pollux

#7 Gast_Pollux_

Gast_Pollux_
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geschrieben 29. April 2012 - 20:01

Beitrag ansehenBarb schrieb (18. April 2012 - 18:07 ):

Hallo, wolfwal,

ich bekam meine Remicade-Infusionen in der Hautklinik. Da sich die Dosis nach dem Körpergewicht richtet, musste ich vorher auf die Waage. Die Daten wurden an die Krankenhausapotheke durchgegeben und danach kam der Beutel mit der Infusion. Anders sind sie im Krankenhaus nicht mehr verfahren, weil es Patienten gab, die nicht zur Infusion erschienen waren und das Mittel für keinen anderen Patienten eingesetzt werden konnte. Bei dem Preis für das Mittel war das verständlich.

Viele Ärzte sind auch gar nicht bereit, diese Infusionen vorzunehmen, weil sie z. B. gar nicht über die erforderlichen Räumlichkeiten verfügen.

Lieben Gruß


Ich gebe mal einen kurzen Erfahrungsbericht:
Warten etwa 1 Stunde

Untersuchung mit Bestimmung des PASI und anmischen etwa 1 Stunde

Infusion etwa 3,5 bis 4 Stunden

Sitzenbleiben wegen eventueller allergischer Reaktionen 1 Stunde

Damit ist diese Infusion eine einen ganzen Arbeitstag füllende Aktion.


Gruß Pollux

#8 Offline   sputnik61

sputnik61

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geschrieben 02. Mai 2012 - 00:31

Beitrag ansehenPollux schrieb (29. April 2012 - 20:01 ):

Ich gebe mal einen kurzen Erfahrungsbericht:
Warten etwa 1 Stunde

Untersuchung mit Bestimmung des PASI und anmischen etwa 1 Stunde

Infusion etwa 3,5 bis 4 Stunden

Sitzenbleiben wegen eventueller allergischer Reaktionen 1 Stunde

Damit ist diese Infusion eine einen ganzen Arbeitstag füllende Aktion.


Gruß Pollux




ich bekomme das rezept für remicade und reiche das in meiner apotheke ein. mit diesen ampullen oder pulvergläschen geh ich in die ambulanz meiner hautklinik wo sie dann für die infusion fertig gemacht wird. anschließend läuft diese infusion 2 stunden in meine adern, und danach kann ich nachhause.
LG sputnik61

#9 Offline   Saltkrokan

Saltkrokan

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geschrieben 02. Mai 2012 - 16:09

Hallo,
ich arbeite in einer rheumatologischen Ambulanz einer Universitätsklinik und bei uns bekommen zahlreiche Patienten Remicade (aber auch Antikörper wie RoActemra etc).
Bei uns ist das Remicade-Schema: der Patient kommt zum Termin, hat sein Arztgespräch (denn wenn ein akuter Infekt o.Ä.vorliegt wird die Infusion veschoben), dann wird mitgeteilt wieviel mg der Patient erhalten soll und das Remicade Pulver (haben wir immer im Kühlschrank vorrättig) wird in Kochsalzlösung angemischt. Natürlich kann der Patient auch das Remicade-Pulver aus seiner Apotheke mitbringen.

Zur Erstgabe beträgt die Dauer 120 min., danach bei guter Verträglichkeit je nach Patient zwischen 60 und 120 Minuten.
Die meisten Patienten verzichten danach noch etwas zu bleiben und machen sich auf den Heimweg.

LG Saltkrokan.

Bearbeitet von Saltkrokan, 02. Mai 2012 - 16:11





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