Angst vor Vererbung
#1 Gast_Melli_
geschrieben 20. August 2001 - 14:20
Vielen Dank, Melli
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#2 Gast_Rainer_
geschrieben 20. August 2001 - 14:36
die Krankheit selbst vererbst du ja nicht, sondern nur die Veranlagung dazu. Es gibt Wahrscheinlichkeiten, wie hoch die Vererbungsrate ist, wenn 1 oder beide Elternteile betroffen sind! Aber das sind eben nur Wahrscheinlichkeiten!!
Konkrete Beispiele:
Ich selbst Schuppi, Exfrau nicht: Soehne (35 bzw. 34) bisher nicht betroffen!
Meine jetzige Frau Schuppi, Exmann nicht: Tochter (45) und Sohn (37) betroffen, mit Sicherheit auch ein Enkel betroffen!
Zusammen haben wir keine Kinder!
Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen! Als meine Kinder geboren wurden, kannte ich noch gar keine Schuppenflechte.
Sonst haett´ ich es mir wohl genauso ueberlegt wie du!
Aber es muss ja nicht sein, dass die Veranlagung zum Ausbruch kommt!
Ich will dir auf keinen Fall den Kinderwunsch vermiesen, wollte nur meine direkten Erfahrungen kund tun!
Gruss
Rainer
#3 Gast_Kitty_
geschrieben 20. August 2001 - 17:40
also ich kann und will dir auch nur meine Sicht der Dinge schreiben und deinen Kinderwunsch auf keinen Fall beeinflussen.
Ich habe Pso nach der Geburt meines Kindes bekommen.
Bin in einer Psoriatikerfamilie aufgewachsen, war aber bis dahin nicht betroffen. Wäre die Krankheit schon vorher ausgebrochen, ich hätte nie ein Kind bekommen, denn die Wahrscheinlichkeit ist um ein vielfaches erhöht.
Mein Kind ist bisher gesund, kein zweites habe ich aber nie bekommen.
Wünsche dir alles Gute, triff deine Entscheidung nach dem Herzen.
Liebe Grüße
Kitty
#4 Gast_Mone_
geschrieben 22. August 2001 - 12:08
deine Gedanken kann ich wohl nachvollziehen und die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Ich selbst habe 2 Kinder im Alter von 7 und 4 Jahren.So wie Rainer schon sagt, man vererbt nur die Anlage und ob und wann es dann ausbricht, steht in den Sternen.Ich hoffe natürlich,das meine Kinder nie Pso bekommen,zumal sie ja "nur" die Hälfte der Gene abbekommen haben, da ihr Vater "gesund" ist.
Dazu kommt, das die Pso bei mir erst nach den Entbindungen richtig ausbrach,vorher waren es nur kleine Stellen.
Wie auch immer, auf meine Kinder möchte ich nicht mehr verzichten...........
Mone
#5 Gast_Petra_
geschrieben 22. August 2001 - 21:31
ich habe mir diese Frage auch vor ca. 2 Jahren gestellt.
Gottseidank hatte ich die Psoriasis damals einigermaßen im Griff, sodaß ich mich für ein Kind entscheiden konnte.
Denn man muß ja auch noch die Nebenwirkungen der möglichen Salben berücksichtigen, bzw. Wartezeiten, die sich daraus ergeben.
Während der Schwangerschaft verschlechterte sich meine Psoriasis nicht.
Ich hatte auch große Angst davor, daß ich meinem Kind die Psoriasis vererben könnte, ich also dann Schuld an seiner Krankheit wäre.
Jetzt bin ich aber so glücklich über meine Entscheidung für das Kind, daß ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, je daran gezweifelt zu haben.
Auch wenn sich meine Psoriasis während der Stillzeit von 6 Monaten deutlich verschlechtert hat.
Mein Sohn ist jetzt 7 Monate. Falls er jemals Psoriasis bekommen sollte, hoffe ich, daß ich ihn bis dahin zu einem selbstbewußten Menschen "gemacht" habe, sodaß er selbstsicher und locker damit umgehen kann. (Was ich erst noch lernen muß)
Ich wünsche mir übrigens auch noch ein zweites Kind und versuche nun meine Psoriasis erstmal wieder in den Griff zu kriegen.
Viele Grüße und viel Mut
Petra
#6 Gast_Frank_
geschrieben 23. August 2001 - 20:15
die genetische Grundlage ist klar, die Lokalisation der
entsprechenden Gene aber noch nicht eindeutig.
Generell:
Das Erkrankungsrisiko ist bei Vätern mit Pso deutlich
höher als für Kinder von Müttern von Pso (hat
mir nix geholfen ;-)
Bei mehreren Betroffenen in der Familie ist das Risiko
für die Kinder deutlich höher.
Es gibt Zahlen für Deutschland:
- ca. 7 %, wenn in einer Familie nur ein einziges Kind
erkrankt ist
- etwa 14 %, wenn der Vater erkrankt ist
- etwa 10 %, wenn die Mutter erkrankt ist, aber ansonsten
kein weiteres Familienmitglied.
- ca. 20 %, wenn ein Elternteil und ein Kind erkrankt sind.
- Beide Eltern mit Psoriasis: Risiko etwa 40%
Was lernen wir daraus? Selbst im günstigsten Fall besteht
eine 7% Chance, daß ein Kind Psoriasis bekommt.
Sicher gehen kann man also nur ohne Kind und ich denke, daß
7% (hallo Lottospieler ;-) eine gute Chance auf Pso sind
...und das meine ich nicht als Asschlusskriterium Kinder
zu bekommen (habe selber 2, bist jetzt ;-)
Gruß
Frank
#7 Gast_Bärbel_
geschrieben 24. August 2001 - 10:41
mein Sohn ist jetzt 15 und hat seit ca. 2 Jahren Pso. Er ist mit dieser Krankheit so natürlich aufgewachsen (ich habe Pso und Gelenk-Pso), dass er wie selbstverständlich damit umgeht. Als es bei ihm angefangen hat kam er und meinte "jetzt hab ichs auch". Fast hatte ich den Eindruck er wäre stolz. Ich glaube wenn ein Kind mit dieser Krankheit eines Elternteils aufwächst und der Elternteil locker damit umgeht ist es später auch für das Kind kein so großes Problem.
Trotzdem wünsch ich für deinen Sohn, dass er kein Schuppi wird. Toi, toi,toi.
Viele Grüße<img src="http://img.homepagemodules.de/zunge.gif">
#8 Gast_raskolnikow_
geschrieben 25. August 2001 - 22:01
mir geht's genauso, wie einigen von Euch: ich befürchte, die Pso einem etwaigen Nachwuchs "anzuhängen"; deshalb haben wir auch (noch) keine Kinder. Meine Frau (32) würde gerne, ich (35) hab' so meine Bedenken. Erschwerend kommt hinzu, daß auch in der Familie meiner Frau Psoriasis aufgetreten ist (mein Schwiegervater ist - zugegebenermaßen sehr wenig - davon betroffen). Ich selbst komme sehr gut mit der Psoriasis zurecht, ich möchte aber nicht daran "schuld" sein, wenn mein Kind Schwierigkeiten damit hätte. Die Entscheidung wird uns niemand abnehmen können und ich bin auch dankbar, daß ich mir derzeit - außer diesen - keine weiteren Gedanken über die Pso mache. Ich bewundere allerdings Menschen, die sich - allen Widrigkeiten zum Trotz - ihren Kinderwunsch erfüllen.
Grüße
Raskolnikow
#9 Gast_Squirrel_
geschrieben 05. September 2001 - 16:17
Meine Mutter hat seit ihrem 15 Lebensjahr Schuppenflechte und ich bin wirklich SEHR SEHR froh, dass sie sich trotzdem entschieden hat, Kinder zu bekommen ;-)). Wir sind drei Kinder (zwei Jungs und ich). Meine Brüder (12 und 16) sind bis jetzt noch nicht betroffen. Ich habs seit meinem 10. Lebensjahr. Ich habe nie meine Mutter dafür verantwortlich gemacht. Ich bin ihr höchstens dankbar, dass sie mich zu einem selbstsicheren Menschen erzogen hat, der (bis auf ein paar seelische Tiefs <img src="http://img.homepagemodules.de/wink.gif">) sehr gut mit PSO zurechtkommt!
Liebe Grüße
Verena
#10 Gast_ella_
geschrieben 10. November 2001 - 21:35
#11 Gast_Angel_
geschrieben 19. November 2001 - 23:54
#12 Gast_dabolz_
geschrieben 11. September 2002 - 17:11
Gruss
#13 Gast_Moni1972_
geschrieben 11. September 2002 - 17:27
ich bin auch schon seid Kindheit ein Schuppi,und war immer sehr stark betroffen!
Habe mitlerweile zwei Jungs (8) und (3) und bin mit einem Mädel schwanger momentan.<img src="http://img.homepagemodules.de/grin.gif">Die Jungs haben bis jetzt keine Pso,aber schon immer trockene Haut.Überlegt ob ich deswegen keine Kinder in die Welt sitzen werde hatte ich schon damals, aber mir hat dann ein Gen-Forscher gesagt das das Hautgen hauptsächlich vom Vater mitgebracht wird.Also wenn Daddy viele Pigmentstörungen,Pickel oder Muttermalen hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß das die Kinder das auch bekommen.
Also nur Mut bei der Familienplaung
unbekannterweise Moni
<img src="http://img.homepagemodules.de/laugh.gif">
#14 Gast_Sevensense_
geschrieben 11. September 2002 - 18:44
in unsrer familie hilft keine statistik (statistiken halte ich ohnehin für fragwürdig, habe jahrelang in der strategischen planung gearbeitet in der es viel um statistiken- und institutauswertungen geht).
a. hatte es meine mutter
b. hat mein bruder und ich es
c. sollte man kinder mit einer veranlagung frühzeitig in gute hände geben (homöopathie, gesprächstherapeuten ect.)geben. da ich davon aussgehe, dass wenn sich keine "macken" einschleichen, die psor bei genvorbelasteten kindern nie zum ausbruch kommt.
gruss
Sevensense
#15 Gast_Bärbel_
geschrieben 12. September 2002 - 08:30
auch hier muss ich dir schon wieder recht geben.
Mein Vater hat es, ich hab es und mein Sohn
bekam es mit 14 auch. Gleichzeitig fingen Schulprobleme an.
Meine Psychotherapeutin hat mir geraten mit ihm in
eine Therapie (Jugendpsychologe) zu gehen. Er macht das jetzt
seit einem Jahr. Schon nach kurzer Zeit hatte er keine Pso mehr
und auch keine Schulprobleme mehr.
MfG
Bärbel
#16 Gast_Sevensense_
geschrieben 12. September 2002 - 22:25
schön das es hellwache *Erwachsene* gibt, die sehr wohl den Zusammenhang zwischen Genetik und Psyche erkennen.
Habe mich lange davor gesträubt, schlimmer wie mein Gaul am Montag *grins*, aber nur diese Einsicht kann weiterhelfen.
Gut das du bei deinem Kind reagiert hast, bei uns gab es sowas früher noch nicht *leider*. Stattdessen wurde ich zum IQ-Test geschleift, weil ich die langweilige Schule vehemment ablehnte und dazu klare Stellung bezog.
knuddelz
dat
SevenSenschen ;)
#17 Gast_Bärbel_
geschrieben 13. September 2002 - 07:50
ja leider gabs das früher noch nicht. Als ich dann mit 45
zum ersten Mal zur Psychtherapie ging
hatte und hab ich immer noch soviel zu verarbeiten,
dass es manchmal kaum zum Aushalten war.
<img src="http://img.homepagemodules.de/sick.gif">
Und darum:
Je früher desto besser
Ciao
Bärbel
#18 Gast_Debbie_
geschrieben 13. September 2002 - 09:04
wenn man als Erwachsene eine Psychotherapie macht...könnte dann auch die pso wieder weggehen, wenn man alles verarbeitet hat, was in der Kindheit die pso ausgelöst hat?
Das glaube ich eig. nicht... <img src="http://img.homepagemodules.de/wink.gif">
Ich will hier aber nicht abstreiten, dass die Psyche die pso nicht auslösen kann! Da bin ich bei mir nämlich auch ziemlich sicher! <img src="http://img.homepagemodules.de/clown.gif">
Gruß Debbie
#19 Gast_Sevensense_
geschrieben 13. September 2002 - 09:57
weiss was du schreibst
und kann dir nachempfinden. <img src="http://img.homepagemodules.de/sick.gif">...
schönes wochenende wünsch ich dir
SevenSense
#20 Gast_Sevensense_
geschrieben 13. September 2002 - 10:00
es ist nicht nur die psychotherapie, dies ist *nur* ein fundament von einem mosaik.
gruss
SevenSense
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