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Was ist an Cortison so schlimm?


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32 Antworten vorhanden

#21 Gast_Amadis_

Gast_Amadis_
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geschrieben 15. April 2009 - 20:25

Habe in den 70ern die schlimmsten Erfahrungen mit Kortison gemacht. Die Nebenwirkungen waren da noch nicht bekannt. Erst 1982 wurde ich in BB aufgeklärt, welche Folgen die dauerhafte Anwendung von Kortison hat. Da war es zu spät, hatte mit schwerster Akne zu tun.

Heute benutze ich Psorcutan-Beta und Xamiol Gel nur in Zusammenhang mit meiner jährlichen UVB-Behandlung im Frühjahr. Sonst nur Psorcutan.


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#22 Offline   siegfried

siegfried

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geschrieben 16. April 2009 - 14:42

inko schrieb:

Gibt es villeicht ein Mittel, der könnte provozieren Produktion von Körpereigener Cortison?

Moin moin,

sehe zu, dass deine Nebennierenrinden etwas zu tun bekommen, stresse dich ein bissel!:(

Amadis schrieb:

Habe in den 70ern die schlimmsten Erfahrungen mit Kortison gemacht. Die Nebenwirkungen waren da noch nicht bekannt. Erst 1982 wurde ich in BB aufgeklärt, welche Folgen die dauerhafte Anwendung von Kortison hat.

Da waren sie 74 in der UNI Haut in Münster wohl ein bissel weiter?
Selbst vor 74, in der Provinz, hat mir ein Hautarzt dieses "Wunderzeug" sehr oft mit der Begründung verweigert: "Bübchen, du bist noch sehr jung, gehe etwas vorsichtiger und sparsamer damit um"

Achso, kritische Literatur gabs damals auch schon.:(

Gruß
Siegfried

#23 Gast_Amadis_

Gast_Amadis_
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geschrieben 19. April 2009 - 17:15

Hallo Siegfried!

Ja, nachher ist man immer schlauer. Wenn man das Pech hatte, von einem Dermatologen behandelt zu werden, der Kortison nicht kritisch sah (er war über 70: "Nimm man mein Junge, das schadet nicht."). Selbst sah ich (und auch einige andere Dermatologen hier im Nordwesten) keinen Zusammenhang zwischen der Verschlimmerung der PSO, der schweren Akne und der dauerhaften Anwendung von Kortison. In der Zeit, Ende der 70er, habe ich so einige Nasen von Hautärzten kennengelernt .

Erst ein neuer Hausarzt verbot mir meine Medikamente und schickte mich nach BB.

Kritische Literatur? Damals war ich jung und vertrauensvoll. Mein Misstrauen wurde erst in BB geweckt. Vorher habe ich gar nicht daran gedacht, einem Arzt nicht zu trauen.

#24 Offline   siegfried

siegfried

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geschrieben 20. April 2009 - 02:28

Moin moin Amadis,

Amadis schrieb:

Ja, nachher ist man immer schlauer.
Es wäre schlimm, wenn's nicht so wäre.:)

Zitat

Wenn man das Pech hatte, von einem Dermatologen behandelt zu werden, der Kortison nicht kritisch sah (er war über 70: "Nimm man mein Junge, das schadet nicht.").
Mein damaliger Hautarzt muss wohl auch an die 70 gewesen sein? Einen Flügel hatte er im Krieg verloren. Ich kann mich noch gut an das "Betnesol Crinale" für die Kopfhaut erinnern. Meine Suppenborke wahr wohl 1,5 cm dick. Er verschrieb mir sonne kleine Pulle, ich glaube 15ml? Zweimal die Kopfhaut einreiben, weg war das Zeug. Es half damals wunderbar. Wenn ich Nachschlag haben wollte, kam die Frage: "was machst du damit, schmierst du dir das aufs Butterbrot?"
Vom Hausarzt habe ich es Zentnerweise bekommen.
Auch in der UNI Klinik, da waren immer mal wieder so Spezis (Stations.-Oberärzte), die wollten für 2-3 Tage ne Cignolinbehandlung unterbrechen um mich mit Kortisonen beglücken.
Zum Glück(?) hatte ich die Pfleger auf meiner Seite, einfach das Cignolin runterdosiert, die typische Reizung hörte auf, der Arzt war  bei der morgendlichen Visite zufrieden und ich auch.:)

Zitat

Kritische Literatur?
Ja, Glück im Unglück von jährlichen Wiederholungen der stationären Behandlungen, die Klinikbibliothek.:)

Zitat

Damals war ich jung
Wenn auch die Gelenke ein wenig knistern, dat sind wa auch heute noch!:)

Zitat

Mein Misstrauen wurde erst in BB geweckt. Vorher habe ich gar nicht daran gedacht, einem Arzt nicht zu trauen.
Das ist immer ein Kardinalfehler.

Netten Gruß
Siegfried

#25 Offline   Köln

Köln

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geschrieben 20. April 2009 - 07:30

Guten Morgen,

meine ganze Kindheit und Jugend hindurch wurde ich mit Kortison und Teer beschmiert. Tja, das waren die 70er. Meine Eltern vertrauten den Ärzten und ich meinen Eltern.
Besonders hartnäckig hatte ich die Pso am Stirnansatz. Nach jahrelangem Cremen mit Kortisonsalben gingen mir hier die Haare aus und ich hatte regelrecht Geheimratsecken. Erst jetzt nach ca. 20 Jahren ohne Kortison wachsen sie langsam nach.

Dies zum Thema langfristige Folgeschäden.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich jedesmal kotzen könnte, wenn ich lese, wie sorglos hier manchmal mit dem Zeug geschmiert wird.

Passt bitte auf Euch auf,
Gina

#26 Offline   Bluemchen28

Bluemchen28

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geschrieben 20. April 2009 - 08:30

Hallo Gina,
bei unseren Hautärzten bekommt man fast auch immer nur Kortison.
Arzt wechseln? Bei uns im ländlichen Raum gibt es nur noch sehr wenig Fachärzte.
Deshalb sage ich: Auf nach Leutenberg.
Liebe Grüsse
Bluemchen28

#27 Offline   Lupinchen

Lupinchen

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geschrieben 21. April 2009 - 18:35

Ich gebe Köln recht man muss auf sich aufpassen und immer abwägen. GsD hat sich bei den Kortisonen einiges verändert hinsichtlich der Nebenwirkungen, aber ohne Kortison würde so mancher Asthmatiker oder Allergiker nicht mehr unter uns weilen. Neuere Studien haben belegt das auch bei längerer Anwendung, ohne eine Alternative für den Patientein, die Nebenwirkungen nur gering waren. Ich habe auch schon Kortison Tabl. für meine PSA genommen, hätte mir das früher einer gesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Nur mir stehen als Arzneimittelallergiker die meisten Medis nicht zur Verfügung. Mir hat es geholfen und nach 4 Monaten konnte ich absetzen. Der nächste Schub kam dann erst nach längerer Zeit wieder. Ich nehme es auch für die Ohren und da ist es unbedenklich, so verhindere ich oftmals eine Wundrose die sehr schmerzhaft ist. Auch auf dem Kopf ist es OK, nur da gibt es ja auch VitaminD  Präparate als Alternative. Ich nehme es im Wechsel, finde ich besser als die Kombipräparate. Was ich schlimm finde, habe ich damals in Davos erlebt, dass einem Salbenmischungen gegeben werden, wo der Inhalt verschleiert wird. Nur ich habe im Pharmaziegroßhandel gearbeitet und mir die Inhaltsstoffe dann heimlich auf der Dose angesehen. Auch halte ich von den niedrigdosierten freiverkäuflichen Produkten nichts. es verführt nur zu einer Daueranwendung, meist ohne Wirkung aber mit Nebenwirkungen.
Gruß Anjalara

#28 Offline   lebkuchen

lebkuchen

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geschrieben 21. Juni 2009 - 22:55

Hey jungs und mädels,
ich kann euch echt nicht verstehn!!!
wenn ihr euch fragt warum etwas wie "cortisol" wirkt und wie und ob es "schädlich" ist fragt doch lieber euren arzt!??! oder lest ein echtes fachbuch!! (also jetzt damit meine ich jetzt immunologie oder dermatologie oder ähnliches bücher, nicht irgend welche schund literatur die man in der apo oder sonst wo bekommt!) ihr habt so viele fragen und keine antworten und unglaubliche angst vor etwas das "scheinbar" keiner versteht! und glaubt dann lieber etwas was irgend wer den ihr noch niemals persönlich gesehen habt oder sonst ewas von seiner persönlichen qualifikation was die beurteilung von gefahren angeht gehört habt?!?!
das ist absolut irrational und dumm!!!!!
es tut mir leid falls sich das gerade etwas hart anhört, aber wenn ich hier so manche (VIELE) komentare was "cortison" und ähnliches angeht lese da bin ihc immer kurz davor wieder nen schub zu bekommen weil ich mich über so viel dummheit unglaublich aufrege!!
wenn ihr nen problem mit eurem auto habt fragt ihr doch auch in ner werkstatt bei einem KFZ mechaniker nach oder!?!? oder geht ihr dann lieber zu irgend wem der mal nen autogesehn hat und euch dann kreuterextrakte in den tank kippt und meint davon wird der lack schon wieder heile werden?!?
es hat schon nen sinn warum das medizinstudium so lange dauert!!!!!!

#29 Offline   Babyfish

Babyfish

    Noch recht neu hier

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geschrieben 18. November 2009 - 15:46

Hallo lebkuchen und alle anderen,
ich finde das Thema Cortison sehr wichtig, denn es ist immer noch Standartmedikament Nr 1, wenn man zum Hautarzt geht. Leider klären die Ärtze einen eben meist nicht auf, viele verschreiben es direkt und wenn man nach den Nebenwirkungen fragt, sagen sie höchstens, dass man es nicht dauerhaft nehmen soll. Viele Ärzte sind ja auch älter und haben ihr damals erworbenes (Un-)wissen nie aufgefrischt. Und gern verschreiben Ärzte "das kleiner Übel" was sich dann hinterher doch als das Größere herausstellt.

Mich würde es auch interessieren, ob es hier jemanden gibt, bei dem durch Cortison eine dauerhafte Psoriasheilung erfolgte, und wenn ja, in welcher Form (Dosis, Creme, innere Einnahme etc.) und welche Nebenwirkung.
Oder aber, ob andere hier eher von Verschlimmerung oder Nutzlosigkeit mit/ohne Nebenwirkungen berichten können.

Ein Fachbuch zu lesen und zu verstehen, ist ja nicht jedermans Sache, zumal das Thema ja auch unter den Ärzten und Wissenschaftlern noch in der Disskusion ist und es wohl keine "richtige" Antwort gibt.
Gruß
Babyfish

#30 Offline   Geschmeidigbleiben

Geschmeidigbleiben

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geschrieben 18. November 2009 - 16:21

Habe auch so meine Erfahrungen mit Cortison gemacht.

Vor ca. 2 Jahren einfach mal nen neuen Hautarzt ausprobiert.
Wurde in son kleines Zimmerchen gesetzt, hatte irgendwie Abstellraumcharakter...Dachte mir schon, na super, hätt ich bloß vorher nicht gesagt, dass ich Pso hab...Jetzt kommt wieder son kurzer genervter Blick und Cortison wird wieder verschrieben. Bis dahin hatte ich diverse Cremes und Salben für den Körper sowie einige Mischungen für die Kopfhaut ausprobiert, alle cortisonhaltig.

Wie sollte es auch anders sein, Doc kommt rein.
Sie haben eine Psoriasis?
Ja, sieht man doch wohl!! (ihr kennt die Stimmungsschwankungen)
Dann zeigen Sie mal her.
War nichtmal ausgezogen, da meinte er schon ah ja...ok...2mal durch die Haare gezupft...ehehmm ja ok.
Dachte mir schon, herrlich wie super gründlich der sich das anguckt.

Als ich dann fragte und was meinen Sie....drückte er mir schon das Rezept für Clarelux in die Hand (Cortison StufeIV). Davon geht das alles weg! sagte er...
Ich dachte nur, du Arschloch!

Aus der Praxis raus...son Hals! Kurz davor das Rezept wegzuschmeißen...
Aber dann doch mal zur Apotheke....
Abends zu Hause, Haare gewaschen, Schaum aufgetragen schön einmassiert....etc.etc..
Am nächsten Morgen, keine Veränderung.....
Ungeduldig wie der Mensch ist, hatte ich den Schaum schon abgeschrieben, da meine anderen Cremes aber aufgebraucht waren, benutzte ich Clarelux einfach mal weiter...
2-3 Tage vergingen, kaum eine Änderung, leichte Verblassung, habs aber auf das normale Kommt-Und-Geht-Phänomen geschoben...
Weitere 2-3Tage später wachte ich morgens auf, war ziemlich verpennt, als meine Freundin hektisch auf mich zu kam und meinte : Wow Schatz, guck mal das ist alles weg.....
Dachte schon war wieder son netter Aufbauspruch a´la "Wird schon" oder "so schlimm finde ich das gar nicht".
In den Spiegel geschaut und tatsächlich, es war komplett weg....nicht die Spur von einer Schuppe oder einer Rötung....Ich war so froh wie lange nicht mehr....
Sofort meinen Hautarzt angerufen und gefragt, ob man es auch auf dem Körper anwenden kann, er meinte ja, aber nicht länger als 4 Wochen(bei täglichem Gebrauch).
Habe es dann 2 Wochen täglich aufgetragen und es wurde immer blasser und kleiner.
Nach 3 Wochen war es dann komplett weg....

Bis zum heutigen Tag hatte ich nicht einen Fleck der größer als nen 2 Cent Stück ist.

Ich benutze den Schaum nur noch akut, also wenn was sprießen will, wirds im Keim erstickt. Ich schätze mal ich benutze es 1 mal die Woche....Manchmal auch nen Monat nicht....also wirklich nur sporadisch...

Mein Fazit: Cortison ist das beste Mittel für eine Initialbehandlung, jedoch aufgrund der Nebenwirkungen nicht für eine Langzeitbehandlung geeinet, wobei ich noch keinerlei Nebenwirkungen (äußerlich) feststellen konnte.
Nichs destotrotz nimmt die normale Hautpflege für mich einen höheren Stellenwert ein und Cortison ist und bleibt nur die Notlösung.
Mein Eindruck, ist die Pso einmal weg, ist es viel einfacher die nicht mehr aufkommen zu lassen, als die einmal wegzubekommen.
Also lieber einmal die hohen Dosierungen, als ständig die niedrigen.

#31 Offline   zwiderwurzn

zwiderwurzn

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geschrieben 18. November 2009 - 16:58

möchte hier auch mal was fragen - wie ist denn das mit dem cortison ausschleichen gemeint? hab jetzt clarelux und psorcutan für den kopf verschrieben bekommen, clarelux bisher einmal drauf (soll nur 2x pro woche) und psorcutan halt öfter mal und der kopf sieht im moment wahnsinnig gut aus.. nächste clarelux-session ist morgen.. und dann? ich mein wenn nichts mehr zu sehen, zu spüren ist, sprich erscheinungsfreiheit erreicht (mal abgesehen davon wie lang das anhalten kann..) dann wirft man doch nicht auf die gesunde haut wieder cortison drauf oder?

hatte davor eine andere cortison-haltige lösung für den kopf.. da kam ich aber immer nur einmal die woche dazu, das auf den kopf zu packen - hat zwar geholfen aber innerhalb von 2 tagen war halt alles wieder da (bzw wars damit nie ganz weg).. und in dem fall fand ichs etwas schwer cortison irgendwie nicht als langzeitbehandlung zu verwenden, da ja sonst sich nie was gebessert hätte.. aber wenn mir das psorcutan auch gut hilft, wär das natürlich schon toll.. mach mir oft gedanken über cortison..

@geschmeidigbleiben: oh das klingt ja toll!

#32 Offline   nabla13

nabla13

    Ist schon ein bisschen hier

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geschrieben 18. November 2009 - 20:13

Hi zwiderwurzn!

Mein Hautarzt riet mir dazu, sobald man nichts mehr sehen kann erstmal jeden zweiten Tag zu cremen und dann jeden dritten Tag und dann noch einmal nach fünf Tagen.
Ich habe dann 3 * jeden zweiten Tag, 2 * jeden dritten Tag und dann noch einmal nach fünf Tagen gecremt. Dann bleibt der Mist zum Glück auch längere Zeit weg. Und wenn es wieder auftaucht, mach ichs genauso wie Geschmeidigbleiben.

#33 Offline   zwiderwurzn

zwiderwurzn

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geschrieben 18. November 2009 - 20:35

ich verstehe! danke für die antwort




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