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Psoriasis / Psoriasis Arthritis:Metex/ Sport / Ernährung etc.


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7 Antworten vorhanden

#1 Offline   Ballermann

Ballermann

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geschrieben 09. August 2007 - 21:58

Hallo,

bei mir wurde die Psorias Arthritis vor ca. einem Monat diagnostiziert, ich bin 28 Jahre alt, männlich.

Interessant ist sicherlich aber die Vorgeschichte: Im Jahr 2002 hatte ich einen starken Juckreiz im Analbereich. Ich dachte zuerst, ich hätte einen Pilz, Hämorriden o.ä.! So ging ich zum Arzt, der mich wiederum an einen Proktologen verwies. Dort bekam ich zum ersten Mal im Jahr 2002 eine Hämoridenverödung ( Grauenhaft, dnach wurde ich sogar ohnmächtig!!) verpasst. Den Juckreiz wurde ich nicht los. Im Jahr 2004/ 2005 ging ich nochmals zu einer Proktologin, die ebenfalls eine Hämoridenverödung durchführte, dies konnte sie beim ersten Termin erst nicht durchführen, da die Haut im Analbereich sehr entzündet war. Lange Zeit schmierte ich so also die von der Dame verordneten Salben im Analbereich( innen und außen...) , war sogar bei einer Enddarmspiegelung. LEtztendlich meinte die Proktologin, dass die Entzündung der Haut durch die schwache Beckenbodenmuskulatur käme, und die Haut somit nässen würde und sich dadurch entzünden würde. Als "Behandlung" wurde mir aufgetragen, täglich 3 mal die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen, Joggen etc sollte ich meiden.

Zwischenzeitlich, in den Jahren 2005 und 2006 merkte ich, wie ich am linken Zeigefinger im ersten Gelenk eine deutlich Schwellung bekam, welche auch am linken Ringfinger am zweiten Gelenk auftrat. ( deutlich bemerkbar, als ich meinen Ring nicht mehr drüberbekommen habe). Diese Schwellungen waren bei Gelenkbewegung auch schmerzhaft, allerdings erträglich. Ebenfalls hatte ich zeitweise extreme Schmerzen in beiden Kniegelenken ( ich musste beim Autofahrne zeitweise anhalten und die Beine ausstrecken!!).
Und was mich dann das erste Mal darauf kommen lies, dass eventuell aller miteinander zusammenhängen könnte, war die Tatsache, dass irgendwann auf einmal alles zusammen weg war! Keine Gelenkschwellung, kein Juckreiz, nichts mehr! Ich dachte, dass dies evtl. mit meiner Diät zusammenhängen könnte, die ich zu dieser Zeit durchgeführt hatte, jedenfalls war der Zustand nicht von Dauer: Irgendwann kam der Juckreiz, und irgendwann kam auch die Schwellung wieder. Eines Tages weitete sich die Schwellung urplötzlich vom linken Zeigefingergelenk auf das Mittelfingergelenk aus und die Hand wurde richtig dick, so dass ich mal wieder zu einem Orthopäden ging, welcher den Verdacht "Rheuma" äußerte. Nach Blutentnahme, einem Gespräch/Untersuchung mit einem Rheumatologen und der Bestätigung eines ( fähigen) Hautarztes wurde dann letztendlich Psoriasis Arthritis diagnostiziert. Unzählige Arztbesuche, Zeitaufwand ohne Ende, viele Medikamente und viele Fehldiagnosen ( Hämorriden, schlechte Beckenbodenmuskulatur, Ekzeme,Pilz etc ) später!!
Wie dem auch sei, der Rheumatologe schlug mir eine Basistherapie mit Methotrexat vor, diese ginge etwa ein Jahr. Ich habe mich über dieses "Metex" informiert und trete diesem Zeug sehr skeptisch gegenüber. Zwischenzeitlich habe ich es nochmals mit Diät/Omega3 Fettsäuren probiert, zur Zeit ist aber zur Schwellung an der linken 'Hand und den Knieen noch der linke Ellbogen hinzugekommen. Einen Termin bei einem weiteren Rheumatologen habe ich nächste Woche. Desweiteren habe ich einige Fragen, bei denen man mir hier evtl. weiterhelfen kann, welche ich vorher von unabhängiger Seite gern beantwortet haben würde, bevor ich mich mit dem Arzt nochmals darüber verständige und/oder zu einer Basistherapie entschließe.

1.Thema Nebenwirkungen: Welche Erfahrungen gibt es hier? Und hierbei meine ich v.a. "extreme" Nebenwirkungen, Risiken etc.! Ist die lange Liste mit Nebenwirkungen auf der Verpackung nur eine Vorsichtsmaßnahme des Herstellers oder ist das Zeug echt so heftig? Vor allem interessiert mich auch das Thema "Impotenz", Wechselwirkungen (mit Mitteln gegen Pollenallergie), Hautschäden ( lt. Packung "Pigmentierung"!?) Wie sieht es aus mit dem Thema "Unfruchtbarkeit"? Ist hier das Problem der Nebenwirkung nach Absetzung von Metex gelöst, oder besteht die Gefahr, dass sich das Zeug länger in meinem Körper aufhält und es so zu Missbildungen bei einem Kind kommen könnte?
2. Ich bin begeisterter Fitnesssportler, mache 3 mal die Woche Krafttraining ( nicht professionell, aber 80 KG beim Bankdrücken sind standard), gehe 1-2 mal die Woche Joggen und spiele einmal die Woche 2 Stunden Fußball. Der Arzt meinte, dass ich das Fitnessstudio "vergessen könne, das sei Gift für die Gelenke"! Hat hier jemand Erfahrungen gemacht? Wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmitteln aus( Kreatin/Protein). Als Alternative nannte mir der Rheumatologe "schwimmen in kühlem Wasser"....nun ja, wenn ich 70 oder 75 Jahre alt wäre, wäre dies eine echte Alternative, die mich reizen könnte...
3. Thema Alkohol /Zigaretten. Passt zwar nicht zum Fitnesssportler und ist generell nicht gesund, Tatsache ist aber, dass ich Raucher bin (max.5 Zigaretten/Tag und ganz gern mal "etwas mehr trinke". Nicht täglich, vielleicht ein, zweimal im Monat, aber dann "richtig". Das wäre mit Metex völlig unverträglich, wenn ich das richtig verstanden habe?
4. Verbessert sich durch die Einnahme von Metex auch die Haut oder betrifft Metex nur die Gelenke?
5. Metex verschlechtert mein Immunsystem. Bin ich dadurch nicht empfindlicher für jede x-beliebige andere Krankheit?
6.Thema Ernährung? Gibt es besondere Hinweise ( mal von den Phrasen "wenig Fleisch und Zucker" und "viel Fisch" abgesehen...)
7.Wenn ich Metex nehmen sollte und es bringt tatsächlich etwas: Bleibt der Erfolg dann dauerhaft oder muss ich letztendlich ewig mit Medikamenten leben? Wie hoch sind die chancen?
8. Bei den NEbenwirkungen ist ein Hinweis angebracht, dass keine Maschinen bedient werden sollen und nicht ma Straßenverkehr teilgenommen werden sollte wenn Metex eingenommen wird. Eine heikle Sache. Ein Unfall passiert und die Versicherung macht mich regreßpflichtig weil ich wusste, dass ich Medikamente nehme, die sich auf die Fahrtüchtigkeit auswirken können. Vor Gericht keine Chance, also mindestens 1 Jahr öffentliche Verkehrsmittel? Kann ja nicht sein, oder?
9. Wie sieht es mit Sonne/ Solarium / Sauna aus? Ich bin begeisterter Saunagänger und liebe die Sonne und langes Sonnenbaden. Solarium eher selten. Es heißt, die Haut kann sich unter UV-Licht durch die Einnahme von Metex verschlechtern. Richtig oder falsch?
10. Wie sieht es mit anderen Mitteln aus? Fumadern o.ä.? Bringt das was/weniger Nebenwirkungen?

Es würde mich freuen, wenn mir jemand ein klein wenig weiterhelfen könnte, denn auf die Aussagen eines/mehrerer Ärzte möchte ich mich nicht mehr verlassen, was man evtl. anhand der Vorgeschichte verstehen kann. Es ist deutlich zu erkennen, dass ich Metex sehr skeptisch gegenüber stehe, denn für mich sieht die Wahl momentan so aus: kein Sport mehr( zumindest nicht "meine Sportarten"), keine Sonne mehr, kein Autofahren, Übelkeit, keine "Laster" mehr (Nikotin+Alkohol),Impotenz,Missbildungen beim Nachwuchs, Leberschäden und ein kaputtes Immunsystem....oder eben ein kaputtes Gelenk.


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#2 Offline   Fussballfan

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geschrieben 10. August 2007 - 11:18

Hallo Ballermann,

Erstmal Herzlich Willkommen hier .

Wenn du mal ein wenig die Suchfunktion benutzen würdest ,dann würdest du schon eine Menge Antworten zu deinen Fragen finden. ;)

MTX und Nebenwirkungen usw.., darüber steht hier wirklich schon viel.

Nun gut , ich versuch mal mein Glück und werde dir ein paar Antworten auf deien Fragen geben.

Du solltest aber Wissen das es bei jedem unterschiedlich ist,was dem einen hilft ,das muß dem anderen noch lange nicht helfen.

Ich nehme seit 3 1/2 Jahren MTX, am Anfang in Tablettenform ,hilft mir leider nicht mehr,nun seit einiger Zeit in Spritzenform.

Zu 1) Ich hatte keine Nebenwirkungen, nicht eine einzige.
Ich weiß aber von Leuten denen echt richtig schlecht geht unter Einnahme dieses Mittels.
Unter Einnahme MTX sollen keine Kinder gezeugt werden, falls Kinderwunsch besteht muß das Mittel mindestens 1/2 Jahr vorher abgesetzt werden.
Zu 2) Schwimmen ist eine gute Alternative ,weil die Gelenke beim schwimmen entlastest werden, auch habe ich für mich festgestellt, das meine Knochen im Wasser kaum bis garnicht mehr schmerzen.
Laufen /Joggen ist nicht besonders günstig ,eben weil es auf die Gelenke geht, Nordic-Walking dagegen tut den Gelenken wieder gut ,weil durch die Stöcker die Gelenke entlastest werden.
Zu 3) Ich habe das Rauchen aufgegeben , stand vor der Wahl entweder MTX oder Rauchen, weiß aber auch hier von Leuten die MTX nehmen und trotzdem rauchen.
Alkohol ,da kann ich dir nix zu sagen , weil ich keienn Alkohol mag ,egal ob viel oder wenig .;)
Zu 4) Meinen Gelenken geht es etwas besser , meine Haut läßt allerdings nach wie vor zu wünschen übrig.
Wobei ich jetzt auch nicht weiß ob du scheinbar Pso "nur" in der Analfalte hast?
Zu 5) Du bist anfälliger für andere Krankheiten , muß aber nicht sein das du alles mitkriegst, sprich jeden schnupfen, mir selber ist aufgefallen , das es sich bei mir nicht bemerkbar macht.
Zu 6) Nicht das ich wüßte , ich esse nach wie vor alles wie bisher.
Zu 7) Tja, da ich es schon recht lange nehme,kann ich dir diese frage nicht richtig beantworten , habe aber schon gelesen das man es drosseln muß, also nicht von jetzt auf gleich beenden kann.
Ich geh aber mal davon aus, da es auch eine Krankheit ist die nicht Heilbar ist,das es durchaus wiederkommen kann.
Zu 8) Das steht aber bei vielen Medikamenten in der Packungsbeilage,hängt sicher auch davon ab wie du das MTX verträgst.
Zu 9) MtX macht die Haut Lichtempfindlicher, das heißt direkte Sonne soll man meiden,man bekommt schneller einen Sonnenbrand.
Zu 10) Da kenn ich mich nicht mit aus.

Auch muß man unter dieser Behandlung regelmäßig zur Blutabnahme, aber das weißt du sicher schon.
So ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

LG
Fußballfan

#3 Offline   Ballermann

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geschrieben 10. August 2007 - 16:24

Hallo Fußballfan,
erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Was ich da von Dir lese bestätigt mich eher in der Meinung, lieber gar nichts zu unternehmen und auf gut Glück hoffen, als dieses Teufelszeug zu nehmen:
1. Mit 28 Jahren ist man in dem Alter, wo Nachwuchs schon ein Thema sein könnte, da muss ich mir kein Zeug reinhauen, was mich auf ewig in meiner Produktivität schädigen könnte. Und wenn man 1/2 Jahr absetzen muss um sicherzugehen, zeigt das, wie heftig das Zeug ist.
2.Wenn ich meinen kompletten Sport absetzen soll, dann lebe ich doch auch nicht mehr richtig. Scheiss Leben oder gesundes Gelenk, tolle Auswahl. Schwimmen und Nordic Walking.....fehlt nur noch Golf in der Sammlung :-))
3.Rauchen aufgeben...das wäre sinnvoll, da würde ich sogar mitmachen. Aber ab und an einen gepflegten Cocktail oder 3 oder 4...dieser Verzicht würde mir schwerfallen.Ganz ehrlich!
4.Deinen Gelenken geht es "etwas" besser. Und du nimmst es 3,5 Jahre! Pumpst Deinen Körper mit diesem Gift voll, 3,5 Jahre lang und es geht lediglich "etwas" besser"?? Ach du lieber Schreck...Bez. meiner Haut: ICh habe das Problem "lediglich" im Analbereich und ein ganz klein wenig an den Augenbrauen. Hauttechnisch geht es mir ansonsten gut, meine Haut ist zwar oftmals etwas trocken aber das krieg ich alles hin. Zur Not nehme ich mal ab und an ne Cortisoncreme zur Hand und es geht besser( analbereich).
8. Das mag schon sein, das Autofahren auch bei der Einnahme von anderen Medikamenten verboten ist. Aber die nehm ich dann mal ein, zwei Tage, aber nicht mindestens EIN JAHR! Das ist der Unterschied!
9. Wo verbringt man dann seinen Urlaub? Russland im Winter? Ach du lieber Gott.....

Also für mich sieht es echt so aus, dass ich lieber gar nichts mache und hoffe, dass es meine Gelenke überstehen. Bevor ich mir den Rest des Lebens kaputtmache nur wegen diesem Teufelszeug?
__________________

#4 Offline   Fussballfan

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geschrieben 10. August 2007 - 17:20

Hallo Ballermann,

Ich sehe das ganze ein wenig anderes als du, bei mir ( ich bin weiblich habe 2 Kinder ) wurde die Psa vor 3 1/2 Jahren diagnostiziert. Und da war ich auch erst 34 Jahre alt! Also durchaus im Gebärfähigen Alter. Entweder laufen/gehen können oder ein weiteres Kind oder Kinder??
Mein Problem war und ist das es hauptsächlich das Wirbelsäulenendgelenk /übergang Steißbein , ist was mir derartige Probleme bereitete das ich fast nicht mehr gehen/laufen konnte,da überlegt man auch nicht mehr wer weiß wie lange was für ein Teufelszeug man da nimmt, hauptsache man kann sich wieder ein wenig fortbewegen.

Sei froh das man heute nur noch 1/2 Jahr warten soll, am Beginn meiner Therapie waren es noch 2 Jahre, um wieder an Nachwuchs zu denekn, da wird man in der Regel aber auch gefragt wie die Familienplanung aussieht,ob abgeschlossen oder nicht.
Ich kenne aber jemanden der hat unter Behandlung von MTX ein Kind gezeugt, das ist vollkommen gesund, das wollte ich dir noch schnell sagen.

Wenn es dir garnicht "so" schlecht geht dann weiß ich allerdings nicht warum überhaupt eine Basistherapie in Erwägung gezogen wird. :confused:

Viel Glück weiterhin.

LG
Fußballfan

#5 Offline   maxlina

maxlina

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geschrieben 10. August 2007 - 19:51

Hallo,

bei mir wurde die Psorias Arthritis vor ca. einem Monat diagnostiziert, ich bin 28 Jahre alt, männlich.

Interessant ist sicherlich aber die Vorgeschichte: Im Jahr 2002 hatte ich einen starken Juckreiz im Analbereich. Ich dachte zuerst, ich hätte einen Pilz, Hämorriden o.ä.! So ging ich zum Arzt, der mich wiederum an einen Proktologen verwies. Dort bekam ich zum ersten Mal im Jahr 2002 eine Hämoridenverödung ( Grauenhaft, dnach wurde ich sogar ohnmächtig!!) verpasst. Den Juckreiz wurde ich nicht los. Im Jahr 2004/ 2005 ging ich nochmals zu einer Proktologin, die ebenfalls eine Hämoridenverödung durchführte, dies konnte sie beim ersten Termin erst nicht durchführen, da die Haut im Analbereich sehr entzündet war. Lange Zeit schmierte ich so also die von der Dame verordneten Salben im Analbereich( innen und außen...) , war sogar bei einer Enddarmspiegelung. LEtztendlich meinte die Proktologin, dass die Entzündung der Haut durch die schwache Beckenbodenmuskulatur käme, und die Haut somit nässen würde und sich dadurch entzünden würde. Als "Behandlung" wurde mir aufgetragen, täglich 3 mal die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen, Joggen etc sollte ich meiden.

Zwischenzeitlich, in den Jahren 2005 und 2006 merkte ich, wie ich am linken Zeigefinger im ersten Gelenk eine deutlich Schwellung bekam, welche auch am linken Ringfinger am zweiten Gelenk auftrat. ( deutlich bemerkbar, als ich meinen Ring nicht mehr drüberbekommen habe). Diese Schwellungen waren bei Gelenkbewegung auch schmerzhaft, allerdings erträglich. Ebenfalls hatte ich zeitweise extreme Schmerzen in beiden Kniegelenken ( ich musste beim Autofahrne zeitweise anhalten und die Beine ausstrecken!!).
Und was mich dann das erste Mal darauf kommen lies, dass eventuell aller miteinander zusammenhängen könnte, war die Tatsache, dass irgendwann auf einmal alles zusammen weg war! Keine Gelenkschwellung, kein Juckreiz, nichts mehr! Ich dachte, dass dies evtl. mit meiner Diät zusammenhängen könnte, die ich zu dieser Zeit durchgeführt hatte, jedenfalls war der Zustand nicht von Dauer: Irgendwann kam der Juckreiz, und irgendwann kam auch die Schwellung wieder. Eines Tages weitete sich die Schwellung urplötzlich vom linken Zeigefingergelenk auf das Mittelfingergelenk aus und die Hand wurde richtig dick, so dass ich mal wieder zu einem Orthopäden ging, welcher den Verdacht "Rheuma" äußerte. Nach Blutentnahme, einem Gespräch/Untersuchung mit einem Rheumatologen und der Bestätigung eines ( fähigen) Hautarztes wurde dann letztendlich Psoriasis Arthritis diagnostiziert. Unzählige Arztbesuche, Zeitaufwand ohne Ende, viele Medikamente und viele Fehldiagnosen ( Hämorriden, schlechte Beckenbodenmuskulatur, Ekzeme,Pilz etc ) später!!
Wie dem auch sei, der Rheumatologe schlug mir eine Basistherapie mit Methotrexat vor, diese ginge etwa ein Jahr. Ich habe mich über dieses "Metex" informiert und trete diesem Zeug sehr skeptisch gegenüber. Zwischenzeitlich habe ich es nochmals mit Diät/Omega3 Fettsäuren probiert, zur Zeit ist aber zur Schwellung an der linken 'Hand und den Knieen noch der linke Ellbogen hinzugekommen. Einen Termin bei einem weiteren Rheumatologen habe ich nächste Woche. Desweiteren habe ich einige Fragen, bei denen man mir hier evtl. weiterhelfen kann, welche ich vorher von unabhängiger Seite gern beantwortet haben würde, bevor ich mich mit dem Arzt nochmals darüber verständige und/oder zu einer Basistherapie entschließe.

1.Thema Nebenwirkungen: Welche Erfahrungen gibt es hier? Und hierbei meine ich v.a. "extreme" Nebenwirkungen, Risiken etc.! Ist die lange Liste mit Nebenwirkungen auf der Verpackung nur eine Vorsichtsmaßnahme des Herstellers oder ist das Zeug echt so heftig? Vor allem interessiert mich auch das Thema "Impotenz", Wechselwirkungen (mit Mitteln gegen Pollenallergie), Hautschäden ( lt. Packung "Pigmentierung"!?) Wie sieht es aus mit dem Thema "Unfruchtbarkeit"? Ist hier das Problem der Nebenwirkung nach Absetzung von Metex gelöst, oder besteht die Gefahr, dass sich das Zeug länger in meinem Körper aufhält und es so zu Missbildungen bei einem Kind kommen könnte?
2. Ich bin begeisterter Fitnesssportler, mache 3 mal die Woche Krafttraining ( nicht professionell, aber 80 KG beim Bankdrücken sind standard), gehe 1-2 mal die Woche Joggen und spiele einmal die Woche 2 Stunden Fußball. Der Arzt meinte, dass ich das Fitnessstudio "vergessen könne, das sei Gift für die Gelenke"! Hat hier jemand Erfahrungen gemacht? Wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmitteln aus( Kreatin/Protein). Als Alternative nannte mir der Rheumatologe "schwimmen in kühlem Wasser"....nun ja, wenn ich 70 oder 75 Jahre alt wäre, wäre dies eine echte Alternative, die mich reizen könnte...
3. Thema Alkohol /Zigaretten. Passt zwar nicht zum Fitnesssportler und ist generell nicht gesund, Tatsache ist aber, dass ich Raucher bin (max.5 Zigaretten/Tag und ganz gern mal "etwas mehr trinke". Nicht täglich, vielleicht ein, zweimal im Monat, aber dann "richtig". Das wäre mit Metex völlig unverträglich, wenn ich das richtig verstanden habe?
4. Verbessert sich durch die Einnahme von Metex auch die Haut oder betrifft Metex nur die Gelenke?
5. Metex verschlechtert mein Immunsystem. Bin ich dadurch nicht empfindlicher für jede x-beliebige andere Krankheit?
6.Thema Ernährung? Gibt es besondere Hinweise ( mal von den Phrasen "wenig Fleisch und Zucker" und "viel Fisch" abgesehen...)
7.Wenn ich Metex nehmen sollte und es bringt tatsächlich etwas: Bleibt der Erfolg dann dauerhaft oder muss ich letztendlich ewig mit Medikamenten leben? Wie hoch sind die chancen?
8. Bei den NEbenwirkungen ist ein Hinweis angebracht, dass keine Maschinen bedient werden sollen und nicht ma Straßenverkehr teilgenommen werden sollte wenn Metex eingenommen wird. Eine heikle Sache. Ein Unfall passiert und die Versicherung macht mich regreßpflichtig weil ich wusste, dass ich Medikamente nehme, die sich auf die Fahrtüchtigkeit auswirken können. Vor Gericht keine Chance, also mindestens 1 Jahr öffentliche Verkehrsmittel? Kann ja nicht sein, oder?
9. Wie sieht es mit Sonne/ Solarium / Sauna aus? Ich bin begeisterter Saunagänger und liebe die Sonne und langes Sonnenbaden. Solarium eher selten. Es heißt, die Haut kann sich unter UV-Licht durch die Einnahme von Metex verschlechtern. Richtig oder falsch?
10. Wie sieht es mit anderen Mitteln aus? Fumadern o.ä.? Bringt das was/weniger Nebenwirkungen?

Es würde mich freuen, wenn mir jemand ein klein wenig weiterhelfen könnte, denn auf die Aussagen eines/mehrerer Ärzte möchte ich mich nicht mehr verlassen, was man evtl. anhand der Vorgeschichte verstehen kann. Es ist deutlich zu erkennen, dass ich Metex sehr skeptisch gegenüber stehe, denn für mich sieht die Wahl momentan so aus: kein Sport mehr( zumindest nicht "meine Sportarten"), keine Sonne mehr, kein Autofahren, Übelkeit, keine "Laster" mehr (Nikotin+Alkohol),Impotenz,Missbildungen beim Nachwuchs, Leberschäden und ein kaputtes Immunsystem....oder eben ein kaputtes Gelenk.

Hi Hab mal eine frage.hab eine regenbogenhautentzündüng die sehr schmerzhaft ist,da ich auch a die pso hab meint der doc es wäre naheliegent mit rheuma.durch cortisontropfen gehtves meiner hauit immer schlimmer.mein rechter arm tut auch weh seid längerem.ich dreh mich im moment im kreis und weiss nicht was ich machen soll.schmerzen,juckreiz und pso bestimmen meinen leben.liebe grüsse gitti

#6 Offline   ixolite

ixolite

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geschrieben 29. August 2007 - 19:24

Also wenn du gerade diagnositiziert wurdest, dann finde ich MTX etwas heftig. Als ich diagnositiziert wurde, bekam ich als Basistherapie Azufildine (Wirkstoff Sulfasalazin). Das hat gut geholfen und hatte kaum Nebenwirkungen.

MTX-Nebenwirkungen hängen auch von der Dosis und der Verabreichungsform ab. Bei mir stellt sich immer Übelkeit ein, sowie Magenschmerzen. Als ich dann, um die Magenschmerzen zu vermeiden, auf Spritzen umgestiegen bin, fingen mir die Haare an auszufallen. (Auf meine Psoriasis hat das MTX übrigens keine Wirkung.) Solange es für dich eine "leichtere" Alternative gibt, solltest du die nehmen.

#7 Offline   Psoriamama

Psoriamama

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geschrieben 13. September 2007 - 14:53

Hallo Ixolite ;)

Wollte mal meine Erfahrung geben über das MTX:

Bei mir hilft es sehr gut und habe keine Nebenwirkung. Ich mache noch dazu jede 2 Woche eine Humira Spritze weil meine Wirbelsäule sehr schmerzt und MTX (Metex) nicht unbedingt dafür hilft. MTX hat all meine Fingergelenke, Handgelenke sowie HüftGel. gebessert :D da bin ich schon sehr froh!

Ich hatte so wie Du oben geschrieben hast, auch zuerst mit Sulfasalazin versucht...dann MTX...dann Enbrel und Schlussändlich, Humira und MTX zusammen :D

(Mein "Kopf Psoriasis" ist mit Sulfasalazin schon viel besser geworden)

Jetzt, nach 4 Jahren mit verschlechterung von der Wirbelsäule, werde ich mit Remicade anfangen :ähäm mal schauen wie es dann geht.

Ich wünsche jedenfals allen, eine bessere und schmerfreiere Zeit :D

Psoriamama :smile-alt:

#8 Offline   Psoriamama

Psoriamama

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geschrieben 13. September 2007 - 14:55

Hallo Ixolite ;)

Wollte mal meine Erfahrung geben über das MTX:

Bei mir hilft es sehr gut und habe keine Nebenwirkung. Ich mache noch dazu jede 2 Woche eine Humira Spritze weil meine Wirbelsäule sehr schmerzt und MTX (Metex) nicht unbedingt dafür hilft. MTX hat all meine Fingergelenke, Handgelenke sowie HüftGel. gebessert :D da bin ich schon sehr froh!

Ich hatte so wie Du oben geschrieben hast, auch zuerst mit Sulfasalazin versucht...dann MTX...dann Enbrel und Schlussändlich, Humira und MTX zusammen :D

(Mein "Kopf Psoriasis" ist mit Sulfasalazin schon viel besser geworden)

Jetzt, nach 4 Jahren mit verschlechterung von der Wirbelsäule, werde ich mit Remicade anfangen :ähäm mal schauen wie es dann geht.

Ich wünsche jedenfals allen, eine bessere und schmerfreiere Zeit :D

Psoriamama :smile-alt:





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