schälende Lippen seit mehr als 5 Monaten
#1 Offline
geschrieben 31. August 2008 - 09:04
ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, weil ich auf der Suche nach Menschen bin, die ein ähnliches Problem haben/hatten. Ich weiß nicht mal genau, ob mein Symptom typisch für Psoriaisis ist, aber ich will nichts unversucht lassen ... .
Ich (30) habe seit ca. 5 Monaten ein extremes Problem mit meinen Lippen:
In den vergangenen Wintermonaten (ab Oktober 2007) waren sie bereits etwas angriffen und trocken, was sich jedoch mit Pflegeprodukten relativ eindämmen ließ. (Ich muss erwähnen, dass ich vorher nie Probleme mit meinen Lippen hatte.)
Im März bekam ich dann Pfeiferisches Drüsenfieber (was mittlerweile durch Bluttests nachgewiesen wurde), das ich mir auch tatsächlich von einem Erkrankten durch einen Kuss zuzog, der nach eigener Aussage auch schon ein Kribbeln in den Lippen bezüglich einer bevorstehenden Herpeserkrankung (die dann auch ausbrach) hatte. Da ich mein Freund schon öfter Herpes hatte und ich mich nie angesteckt habe, hatte ich diese Befürchtung auch diese Mal nicht.
3 Tage nach der Ansteckung bekam ich extreme Grippesymptome und sowohl meine Oberlippe als auch die Unterlippe trockneten so stark ein, dass ich den Mund kaum noch bewegen konnte. (Vielleicht weil die Viren durch die bereits spröden Lippen sich hier festgefressen haben?) Mit eintrocknen meine ich, dass sie wirklich extrem an Substanz verloren hatten und tief eingedellt waren.
Ich habe es dann zunächst mit Bepanthen versucht, nur noch mit Strohhalm getrunken und kein Wasser mehr an die Lippen gelassen. Nach einer Woche bin ich dann zum 1. Hautarzt, weil ich nur noch verzweifelt war: Es hatten sich dicke Schuppen (gelblich) auf den Lippen gebildet, die ich laut Anraten des Hautarztes mit Alfason Repair einschmieren sollte. Er schloss Herpes aus, meinte, dass die Sache nach 2 Wochen vorüber sei und gab mir einen Termin 4 Wochen später.
Nach 2 Wochen war überhaupt nichts vorüber. Im Gegenteil: Die Schuppen waren dicker als je zuvor und ich traute mich nicht mal mehr vor die Haustür. Ich suchte einen 2 Hautarzt auf, der über die Medikation des ersten nur den Kopf schüttelte. Mir wurden die dicken abstehenden Schuppen von den Lippen abgeschnitten und ich bekam Fucidine und Fucicort verschrieben. Die Lippen reagierten darauf in dem Sinne, dass sich der Schälungsprozess verschnellerte und die Fetzen zwar dünner aber dafür täglich beim Einschmieren abgingen und die darunter liegende Haut immer knallrot war, spannte und super empfindlich beim Essen, Trinken etc. war. Die Ärztin meinte, ich müsse mich gedulden, d.h. die Haut müsse von unten heraus heilen.
Die richtig dicken Schuppen (primär auf der Unterlippe und im mittleren Bereich der Oberlippe) lösten sich dann tatsächlich erst nach ca.6-8 Wochen aber die neue Haut sah und sieht immer noch sehr rot und gereizt aus.
Der nächste Versuch (3. Ärztin) war eine Cortisonsalbe namens Delanol, die ich 3 Wochen lang benutzte. Die Lippenhaut sah während der Anwendung weniger rot aus, aber die schlimmen Stellen, die mit dicken Schuppen besetzt waren, schälten sich permanent weiter. Hinzu kam, dass die Salbe 2 Mal einen Hefepilzbefall förderte und ich dagegen dann auch noch Medikamente nehmen musste.
Den bisher letzten Versuch habe ich vor 3 Wochen bei einer anderen Hautärztin gestartet. Sie verschrieb mir Protopic (0,03), das ich zwischendurch schon ein mal empfohlen bekam, es aber aufgrund der Nebenwirkungen nicht nahm. Vor 3 Wochen war es mir dann auf Deutsch gesagt wirklich sch… egal und ich habe die Salbe genommen. Im Laufe der ersten Woche setzte eine tatsächliche Verbesserung ein: die Rötung nahm ab, war irgendwann nur noch punktförmig und die Schuppung verlangsamte sich. Ich hatte tatsächlich die Hoffnung, dass es jetzt heilen würde, aber diese wurde mir in der vergangenen Woche auch wieder genommen: Die Haut an der Unterlippe schälte sich wieder komplett ab.
Es ist wie ein Teufelskreislauf: Die Schuppen lösen sich irgendwann, es sieht 1-2 Tage okay aus, dann kann man die Haut tief eindellen und sie bildet sich nicht zurück und 2-3 Tage später wird auch diese Hautschicht wieder abgestoßen.
Seit 5 Monaten nun schälen sich meine Lippen. Ich muss täglich mehrmals die abstehenden Fetzen mit einer Hautschere abschneiden und fühle mich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr wohl. Wenn ich esse oder trinke, wird die absterbenden Haut weiß, es setzen sich Salbenreste überall ab und es sieht einfach unappetitlich aus. Subjektiv ist mein Leidensdruck auf einer Skala von 1-10 oft bei 9,9, weil ich kein normales Leben mehr führe. Ich bin von einem lebenslustigen Menschen zu einem kontaktscheuen Menschen mit Selbstmordgedanken „mutiert“. Ich gehe nicht mehr unbefangen auf Menschen zu und verstecke mich oft zu hause.
Mein Vertrauen in Ärzte ist auch ziemlich erschüttert. Tja, man könnte sagen, dass ich ziemlich verzweifelt bin.
Im Internet habe ich schon „Leidensgenossen“ entdeckt, deren Beiträge aber meist veraltet sind und ich sie daher nicht mehr kontaktieren kann.
Kennt irgendjemand das von mir (vielleicht zu ausführlich) beschriebene Problem?
Kann mir jemand einen Spezialisten empfehlen?
Ich bin für alle Tipps dankbar!
Rainy days
Werbung
|
|
#2 Offline
geschrieben 04. September 2008 - 19:05
wie ist man nach der Diagnose 'Pfeiffersches Drüsenfiber' mit dir verfahren? Meine Freundin hatte es auch mal, ist einige Jahre her -
vielleicht magst du darauf näher eingehen -
nette Grüsse sendet - Bibi -
#3 Offline
geschrieben 23. Dezember 2008 - 12:50
da bin ich wieder und verzweifelter als je zuvor:ähäm.
Ich habe schon ein mal beschrieben was mit meinen Lippen nicht stimmt und kann heute sagen, dass es verdammt schwer ist nicht auszurasten.
Also ich war mittlerweile beim 5. Hautarzt und das war auch der 5, der das Problem nicht Ernst genommen hat, obwohl ich es in aller Deutlichkeit geschildert habe: Seit 9 Monaten schälen sich meine Lippen täglich! Wie das aussieht? Wenn ich Zähne putze, esse, trinke, küsse oder was auch immer mache wodurch die oberster Hautschicht feucht wird, wird sie weiß und fällt quasi ab. (der nach außen ragende Teil der Unterlippe und der mittlere Teil der Oberlippe) Wenn Sie ab ist, bildet sich innerhalb von Stunden eine neue Schicht, die zunächst dünn ist. Ich habe in den vergangenen Monaten alles probiert: Salben mit und ohne Cortison, Pflegecremes, freiverkäufliche Lippenstifte, Protopic - einfach alles. Nichts hilft! Ich kann kein normales Leben führen, weil ich mit meinem Mund nicht normale Dinge tun kann.
Seit 4 Tagen versuche ich einen Salbenentzug (hat man in der Hautklinik angedacht) und nehme nur Olivenöl und was passiert? Die Hautschicht, die normal beim Einsalben immer schnell abgeht, weil sie ja aufgeweicht wird, ist jetzt eine feste, lederartige Haut, die Blasen bildet und extrem hart ist. Die Mitte der Unterlippe ist schon eingerissen und darunter geht es genauso weiter: Die nächste Schicht reißt auch ein usw. Ich dachte, dass sich der Schälprozess verringert, wenn man nicht ständig die neu wachsende Haut einsalbt, quasi erstickt und damit ablöst, aber das scheint nicht der Fall zu sein.
Ich bin verzweifelt. Weihnachten steht vor der Tür, ich wollte in den Urlaub fahren, was soll ich nur tun? Heute habe ich in einer Hautklinik angerufen und die meinten, dass man mich mit diesem Befund wahrscheinlich gar nicht stationär aufnehmen würde. Ich sehne mcih danach, normal zu essen, zu trinken, zu küssen - nichts ist mehr so, wie es einmal war. Ich könnte heulen.
Rainy Days
#4 Offline
geschrieben 23. Dezember 2008 - 13:33
aus welcher Gegend schreibst Du? Universitäts(haut)kliniken behandeln auch ambulant.
Kann zu Deinen Symptomen sonst leider nichts sagen. Aber vielleicht eine Art Ichthyose/.
Gruß
Lugosi
#5 Offline
geschrieben 23. Dezember 2008 - 14:35
danke für deine Antwort. Ich komme aus Hessen und in einer Hautklinik war ich schon und habe mich ambulant behandeln lassen. Problematisch ist, dass man hier ja nicht ständig beboachtet wie sich das Ganze Problem darstellt. Wenn ich in den letzten Monaten Vaseline oder sonst irgendwas auf den Lippen hatte (hab das bis zu 20 Mal am Tag geschmiert) hat man nicht viel gesehen, weil die Haut ja ständig abging oder der Rest mir einer Art Film an den Lippen klebt. So war das auch bei den Ärzten. Ich hätte höchstens vor dem Arzt mal duschen können, dann hätte er unverkennbar gesehen was los ist :ähäm.
Ich schätze, dass mir nur so eine "Rundum-Sache" hilft, wenn überhaupt. Das volle Diagnostikprogramm, Ernährungsumstellung und ... .
Aber nochmals danke, dass du geschrieben hast. Manchmal hilft es, sich auszutauschen ... .
Liebe Grüße
Rainy Days
#6 Offline
geschrieben 23. Dezember 2008 - 14:52
Ich hab mir die verlinkte Seite gerade angeschaut und muss sagen, dass es sich bei der Ichtyose ja um eine echt heftige Krankheit handelt.
Was bei mir definitiv auch so ist, ist, dass die Haut ständig nachwächst und das tut ja Lippenhaut normalerweise nicht ohne Grund :-(.
#7 Offline
geschrieben 23. Dezember 2008 - 16:44
über Ichthyose wurde hier schon mal eingehender diskutiert - es gibt auch Betroffene hier ...
Gib doch mal oben rechts im roten Feld Ichthyose ein - - vielleicht findest du da für dich Wissenswertes ... (?)
Ich wünsche dir baldige Besserung !
Gruß von - vira.
#8 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 13:21
danke für deine Antwort. Ich kenne mich durch das "Querlesen" noch nicht wirklich gut aus, aber es scheint doch so zu sein, dass die Ichthyso ein angeborener Gendefekt ist, oder? Ich habe das Problem ja "erst" seit einem Jahr und außerdem kann ich nirgends etwas finden, ob es Fälle gibt bei denen nur die Schleimhaut betroffen ist.
Ich habe sonst mal im Winter hier und da trockene Stellen, aber das war's dann auch.
Heute ist der 5. Tag des Salbenentzugs und ich muss sagen, dass ich jetzt echt wieder ein krasses Fremdkörpergefühl zwischen den Lippen habe. Die Oberlippe ist jetzt stellenweise sehr hart und die Schuppen lösen sich langsam. Die Unterlippe ist mein größeres Problem, weil hier der komplette Teil, der nach außen ragt, betroffen ist und ich das Gefühl habe, dass alles hart ist. Wenn man jetzt auf diese Haut drückt, dann ist's echt verdammt krass aber ich versuche durchzuhalten. Würde ich jetzt duschen, würde sicher alles abgehen, aber diese Neverending Story mache ich ja seit 9 Monaten mit. Problematisch ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie meine Lippe jemals wieder aus EINEM Stück bestehen soll, weil es sich ja immer partiell schält und ich unterschiedliche Hautschichten habe.
Ich habe keine Ahnung.
Liebe Grüße
Rainy Days
#9 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 13:36
habe deinen bericht gelesen, leider kann ich dazu nichts sagen, da ich sowas noch nie gehört habe.
Denke aber nicht das es Schuppenflechte ist, habe noch nie gehört das es auf den Lippen sein kann.
Wünsche dir aber vom ganzen herzen das es dir bald besser geht und lass den kopf nicht hängen es gibt sicher was dagegen...
Hab nen super hautärztin aber leider in München
ganz liebe grüße aus münchen
coco
#10 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 14:35
ich kann dir leider auch nicht helfen süsse, es tut mir sehr leid für dich.
Wurden denn evlt. mal Bluttest bei dir gemacht? Ein Abstrich etc?
Habe auch einen tollen Hautarzt der sitzt in Herford.
Mal doofe Frage:
Vielleicht kannst du mal ein Bild von deinen kaputten Lippen einstellen, damit man sich das evlt. anschauen kann? Ist sicherlich sehr unangenehm für dich, aber vielleicht weiss dann doch jemand Rat wenn man es sieht.
Drück dich mal dolle.
LG Hanna.
#11 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 15:07
vielen Dank für eure Anteilnahme. Hier im Forum fühle ich mich wenigstens verstanden. Die meisten Leute, denen ich mich anvertraue, meinen immer nur, es sei nicht so schlimm, aber wenn man den ganzen Tag dieses Gefühl der "Plattentektonik" zwischen den Lippen hat, ist das echt ziemlich fürchterlich. Unabhängig vom Aussehen und wir Frauen sind da ja eh dezent empfindlich. Mein Freund ekelt sich nicht und sagt auch, dass es ihn nicht stören würde, mich mit diesen harten Dingern, die sich Lippen nennen, zu küssen, aber ich habe da echt ein Problem mit. Unsere Sexualtität ist da leider auch dezent eingeschränkt.
Zu euren Fragen: Ja, ich habe schon Bluttests machen lassen. 3 im letzten Jahr. Der erste ergab eine typische Erhöhung der Werte, wie sie beim Pfeiferischen Drüsenfieber vorkommen und die beiden anderen waren okay. (Das mit dem Fieber hab ich ja in meinem ersten Beitrag erwähnt. Aber auf meine Theorie, dass hier die Lippen durch den Kuss "befallen" wurden (weil es ja da erst total schlimm wurde) geht kein Arzt ein. Die Ergenisse des letzten Bluttests Anfang Dezember stehen noch aus, weil man es in der Hautklinik auf eine Autoimmunschwäche testen will oder so und das wohl länger dauert.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich vielleicht etwas ungesund esse (viel Salz und Süßes). Ich lebe aber ansonsten gesund. Ich hab sogar wegen den Lippen nach 15 Jahren aufgehört zu rauchen, trinke nicht viel Alk und mache Sport.Derzeit versuche ich neben dem Salbenentzug noch mein Glück mit Zink und Vitamin B2.... . Was tut man nicht alles.
Foto, ja klar, das geht. Ich mache derzeit eh schon Aufnahmen für die Klinik. Es ist nur schwierig, weil meine Kamera das nicht so gut zoomen kann und die Bilder dann unscharf sind. An Schuppenflechte glaub ich auch nicht wirklich. Ich habe zwar relativ trockene und empfindliche Haut und neige auch zu Allergien, aber ansonsten ist bei mir alles in Ordnung.
Ich lese halt ständig im Netz und bekomme z.B. 10000 verschiedene fachärztliche Meinungen nur zum Thema Vaseline: Ja, Nein, weil Erdölprodukt und Zusalben und damit Ersticken der Haut/der Wunde. Deshalb hab ich gedacht, dass ich mein Glück mal mit der Natur (Olivenöl) versuche, mit dem Ergebnis, dass halt alles hart wird.Aber ich sehe in einer einheitlichen "Kruste" auch eine erhöhte Chance, dass unten drunter etwas "Einheitliches" nachwächst. Aber ohne Olivenöl würde ich heute den Mund kaum bewegen können - so hart ist es. Am liebsten würde ich die Hautärzte bei denen ich schon war und die immer meinen, es sei ja nicht so tragisch, in einen Sack stecken und .... . Ich würde sicher den richtigen treffen;)
Ich dank euch noch mal für eure Anteilnahme. Das mit den Fotos werde ich versuchen, wenn ich aus dem Urlaub komme.
Ich wünsche euch allen einen schönen Heiligabend!
Rainy Days
#12 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 15:22
oh das rezept werde ich mir dann mal im Internet suchen:)
wünsche dir trotz allen wunderschöne Weihnachten und es ist doch prima wenn es Männer gibt die zu einen stehen
wenns es was neues gibt berichte doch bitte, würde mich sehr interesieren
bis bald
coco
#13 Offline
geschrieben 24. Dezember 2008 - 16:32
schaut es in ungefähr so aus ?
wenn nein - guck ma direkt unter www.dermis.net
dort kannst du nach lokalisation gucken z. b. kopf und dann lippen..
vielleicht hilft dir das ein wenig weiter...
lg hanna.
#14 Gast_kaschek_
geschrieben 28. Dezember 2008 - 14:08
kann deine Verzweiflung sehr gut verstehen. Es ist ein Versuch, aber ich möchte dir folgendes empfehlen.
Koche einen Tee aus Ackerschachtelhalm (evtl. Apotheke) und betupfte mehrmals täglich die Stellen an den Lippen. Anschließend die Lippen mit Penaten-Creme (die dicke für den Baby Popo) abdecken.
Wünsche dir alles Gute und baldige Besserung!
Gruss
Manuela
#15 Offline
geschrieben 28. Dezember 2008 - 15:38
#16 Offline
geschrieben 29. Dezember 2008 - 11:06
vielen Dank für eure neuen Tipps und überhaupt dafür, dass ihr mir versucht zu helfen.
Zunächst zu euren "Behandlungsempfehlungen". Wasser und somit auch Tee sorgt dafür, dass die Kruste, die auf den Lippen ist, weich wird und abfällt auch wenn die Haut unten drunter noch in einem "Rohzustand" ist. Das habe ich alles schon durch. Auch die Empfehlung mit Penaten ist sicherr für trockene Lippen grundsärtlich gut, aber nicht für mein "Krustenproblem", denn es weicht die Kruste auf und führt zusätzlich (glaube ich) dazu, dass die Haut nicht atmen kann. Honig ist sicher gut bei trockenen Lippen, aber würde sich nur bei mir auf der Kruste festsetzen und sie "zuschmieren" denke ich. Obwohl ich ja mittlerweile nach 9 Monaten und dem Gefühl, ein Versuchskanichen für die Hautärzte zu sein, eher dazu tendiere, nur noch natürliche Sachen (wie Olivenöl) an meine Lippen zu lassen.
Mein Selbstversuch läuft jetzt 8 Tage mit folgendem Ergebnis: Ich betupfe die Krusten derzeit nur mit Olivenöl, wenn ich das Spannungsgefühl nicht aushalte. Oben ist es erträglicher, weil die Stellen an der Oberlippe nur partiell sind und nicht die gesamte Lippe betreffen. Die Kruste löst sich hier langsam man kann teilweise die harte Haut mit der Hautschere wegschneiden. Die Unterlippe ist da schon problematischer. In den vergangenen 2 Tagen ist die 1. Hautschicht, die sich seit dieser "Behandlungsmethode" gebildet hat, abgegangen. Ich habe sie nicht abgerissen oder so, weil das nur wieder zu Verletzungen führt. Unten drunter sah die Haut teilweise ganz gut aus, teilweise auch wieder sehr rot und entzündlich. Die neue Haut wird derzeit wieder hart und beginnt sich schon stellenweise zu lösen. Sie scheint aber ingesamt etwas dünner als die erste Schicht. Das ständigeFremdkörpergefühl ist aber vorhanden und die tote Haut verfärbt sich (u.a. auch durchs Essen un Trinken). Ich habe aber beschlossen nicht mehr mit Strohalm zu trinken und Häppchen zu essen, sondern so normal wie möglich damit umzugehen. Wenn etwas abgeht dann ist es halt so. Aber es kostet mich sehr viel Überwindung ... :ähäm
Ich denke, dass sich die Haut erst mal weiterschälen wird, aber ich habe ja keine andere Wahl ... . Und ingesamt ist es mir gerade lieber eine dicke Schicht auf den Lippen zu haben, als Lippen "im Rohzustand" wie in den letzten Monaten. Ich werde euch auf dem Laufenden halten...
Die Hoffnung stirbt zuletzt;)
Liebe Grüße
Rainy Days
#17 Offline
geschrieben 29. Dezember 2008 - 11:09
Danke für den Link "Dermis", aber die Bilder kenne ich schon alle:confused:
Ich hab mich ja in den letzten Monaten täglich informiert. Ich habe aber bisher kein Bild gesehen, dass meinem Problem entspricht. Ich werde mal versuchen, Ende der Woche hier ein paar Bilder hochzuladen.
#18 Offline
geschrieben 03. Januar 2009 - 09:56
ich wollte nur kurz einen Zwischenbericht über meine Olivenölbehandlung geben: Also heute ist der 14. Tag und auf meiner Unterlippe sitzen irgendwie verschiedene Schichten tote Haut. Ingesamt hat es sich jetzt stellenweise 2 Mal geschält, wobei die darunter liegende Haut 2 Tage normal aussieht und dann auch wieder hart wird, d.h. am Absterben ist. Teilweise sieht es aus wie Herpes, weil es echt dicke Auflagerungen sind, die durch das Olivenöl gelb und durch Kaffee und Nahrungsmittel dann auch noch braun werden. (Ich hab versucht eine Foto hochzuladen, ging aber nicht.) Positiv ist, dass sich die Haut "im Ganzen" schält, d.h. dass der nach außen ragende Teil sich horizontal Stück für Stück löst. Es ist eine Tortur, aber ich werde versuchen, es durchzuhalten. Manchmal könnte ich mir den ganzen Mist einfach am Liebsten von den Lippen ... . Ich frage mich, wie lange es dauert bis das Immunsystem oder was auch immer erkennt, dass es keine neue Haut mehr bilden muss, weil mit der anderen alles okay ist, aber grundsätzlich stelle ich mich auf einen langwierigen Prozess ein. Nach 14 Tagen kann man ja noch nicht so viel sagen, immerhin dauert das Ganze ja schon 10 Monate. Psoriasis ist es meines Erachtens wohl kaum, denn ich habe nirgends etwas darüber gefunden, dass es auch auf den Lippen vorkommt. Ich glaube mittlerweile eher, dass meine Lippe durch den ganzen Salbenscheiß (Gruß an Kortison, Protopic usw.) gar nicht mehr weiß was normal ist. Ich habe mich immer gewundert, warum man mir Salben verschreibt, die man laut Packungsbeilage ja nicht auf die Schleimhäute schmieren soll und wenn geschehen, dann möglichst schnell abwaschen soll. Ach, ich weiß auch nicht wem man was noch glauben soll :mad:
So das war's für den Moment!
Liebe Grüße
Rainy Days
#19 Offline
geschrieben 04. Januar 2009 - 00:58
ich hab seit ca nem monat das selbe problem...
ich war ne zeitlang tierisch nervös und hab mir immer auf die unterlippe gebißen, was man gesehen hat und da hab ich blöde mir gedacht damit ich das lasse und es heilt, schmier ich mal wund und heil creme drauf...
Bearbeitet von fayola, 04. Januar 2009 - 01:05
#20 Offline
geschrieben 04. Januar 2009 - 10:48
habe seit Monaten ein ähnliches Problem mit den Lippen.
Der Chefarzt der letzten Klinik, in der ich war, sagte die Pso könne überall auftreten, ausser auf den Schleimhäuten. Also auch auf den Lippen, oder im Gehörgang.
Man hat mir dort eine leichte Cortisonsalbe für die Lippen gegeben. Damit ging es dann auch ( man darf aber auch nicht die Bestrahlungen etc. vergessen.)
Inzwischen ists wieder recht schlimm. Mein behandlender Hautarzt hat mir letzte Woche eine stärkere Cortison Fettcreme empfohlen. Bis jetzt ists noch nicht besser geworden.
Was ich zusätzlich noch habe: offenbar durch die Schwellung der Lippen, beisse ich mir immer wieder, beim Essen, von innen auf die Lippen. Dies ist ebenfalls recht unangenehm, da ich Blutverdünner nehme und es eben recht lange blutet. Die einzelnen "Bisse" heilen schon nicht mehr zu, sind ebenfalls angeschwollen und warten auf den nächsten Biss:confused:
Aber ich werde das Essen nicht aufgeben............
Grüsse von Rolf.
Ähnliche Einträge
0 Benutzer lesen gerade dieses Thema
0 registrierte(r) Nutzer, 0 Gäste, 0 anonyme Nutzer
| Werbung | |||
|
|
|
|
![]() |






