... Von mir wird der Satz als "Fundstück der Woche" prämiert. Ich sehe, du teilst meine Freude an der Kreativität. :smile-alt:...
Ich teile sie, und ich bewundere die Vielfalt an Unsinn die sich in solchen Sachen findet.
Aber leider gibt es sehr viele Menschen, die das Ganze weniger sportlich sehen. Viele Menschen glauben, selbst wenn sie es besser wissen. Manche Menschen sind nicht sachlich überzeugt, sie setzen sich nicht mit Argumenten auseinander, sie suchen nicht nach Tatsachen, sondern sie wissen schon. Bevor sie denken
Es geht zu vielen nicht darum Erkenntnisse zu gewinnen, sondern eine Wahrheit zu bestätigen derer sie schon gewahr sind. Da unterscheiden sich manche politischen Fanatiker nicht von medizinisch Gläubigen.
Das Argument folgt der Meinung nach, es sollte umgekehrt sein. Die Meinung sollte sich aus den Argumenten bilden.
Die Ergebnisse solchen Verhaltens sind dann oft grotesk komisch, für Dich und mich.
Aber ich kenne Leute die würden mich steinigen wenn ich lache.
Aber es ist eben auch gefährlich, wenn Menschen mit schweren, gefährlichen Erkrankungen lieber Schnecken über die Ersatznieren laufen lassen, weil sie der bösen Schulmedizin nicht trauen, weil "man ja weiß, dass ... ".
"Dieses "man weiß doch, dass ...", "Wir wissen doch alle, dass ...", "es ist ja bekannt, dass ..." ist die Niederlage der Argumente gegenüber dem Glauben. Das darf jeder, soweit es seine eigene persönliche Gesundheit betrifft gerne tun, aber wenn es andere betrifft hört der Spaß auf. Dann ist sein Handeln verantwortlich für das Schicksal Anderer. Das empfinde ich dann als unverantwortlich.
Da wir hier allerdings ausschließlich von basischen Strümpfen reden, dürfen wir lachen, solange niemand versucht damit Kinder gegen Blasenentzündung und Patienten mit Nierenkrebs zu behandeln, und die Patienten von der Schulmedizin abhält.
Aber ich kenne Leute die würden mich steinigen wenn ich lache.
Oh ja, so jemanden kenne ich auch. Mein herzallerliebstes Schwesterlein pendelt bei ihrer Kosmetikerin aus, was sie nehmen soll. Meine Zunge hat schon etliche Narben vom Draufbeißen, weil ich nichts sagen will (zum Lachen ist mir dabei meistens nicht). Naja, ihr hilft es, weil sie daran glaubt. Und ich habe wieder 10 graue Haare mehr ...
Viele Grüße
Antje
PS Die Kosmetikerin, die ich selber schon seit meiner Kindheit kenne, glaubt übrigens auch dran. Immerhin steht sie 100%ig hinter dem, was sie da treibt.
Ich habe mich letzte Woche im Wartezimmer meines Arztes mit jemandem unterhalten. Derjenige wartete auf seinen Sohn, der beim Arzt behandelt wurde. Erzählt hat er mir aber, dass sein Sohn vor einiger Zeit von einer Missionarin aus Indien durch ein gemeinsames Gebet geheilt wurde. Davor war der Sohn aber zu einer ReHa. Gezählt hat für ihn aber nur das Gebet. Warum der Sohn nun wieder bei dem Arzt war mag der T... wissen. Bei soetwas bleibt mir immer die Spucke weg.
Was gibt es da zu Lachen? Ich halte das in dem Sachumfeld für eine durchaus sachangemessene Entscheidungsstrategie.
Ich würde sagen, du hast die Sachlage sachlich richtig beurteilt. Ich habe auch nicht gelacht, ehrlich. Nicht mal bei dem Gedanken wie die beiden dasitzen und allen Ernstes das Pendel schwingen. Ich war vielleicht etwas grün im Gesicht, aber auf jeden Fall froh, dass ich nicht dazu angehalten wurde, das "auch mal zu probieren". :zwinker-alt:
Ich habe eine lange Krankheitsgeschichte die sehr unglaublich klingt und doch wahr ist. Die Schulmedizin hat trotz Laborwerte und Hinweise bei mir keine Therapie eingeleitet.
Laborwerte sind KANN und Muß Bestimmungen!
Es kann so sein, muß aber nicht.
Ich habe eine sehr schwerwiegende Infektionskrankheit und ohne Dr. Kief man weiß, was aus mir geworden wäre?
Wenn das Immunsystem gestört wird, läuft alles aus dem Ruder.
Ich frage Euch, was hält ihr für besser? Das Immunsystem mit Chemie zu unterdrücken und noch mehr Lebensqualität einzubüßen?
Oder das Immunsystem nach Möglichkeit zu stärken?
Denkt doch einmal an Herrn Dr. Julius Hackethal wie wurde diesem Mann von den eigenen Kollegen zugesetzt? Heute ist man dazu übergegangen, vieles aus seiner Krebstherapie zu übernehmen.
Genauso wollte die Pharmaindustrie die Fa. Horvie schlucken. Auch sie hatte eine sehr gute Krebstherapie entwickelt. Das war der Hierarchie zuviel und so versuchte man mit Schikane und enorm gro0en Auflagen an diese Schlangen- Enzymtherapie heran zu kommen.
Fazit Firma Horvie wurde nach Holland verkauft.
So wird auch von den Verantwortlichen die Zulassung, für die AHIT Therapie als unseriös abgewiesen.
Habe eigentlich keine Lust jetzt Medizin-Geschichte zu recherchieren. Hackethal, Fa. Horvie.
Dein Vorstellungs-Posting war schon merkwürdig. Na, dann man weiter.
Hi Giraffe!
Klingt doch garnicht so schlecht! Leider wird Dein (teil)stationärer Aufenthalt dazu führen, daß WIR danach nicht mehr wissen werden, welchen Anteil die AHIT-Therapie am tatsächlichen Erfolg hatte - oder ob es an der statonären Behandlung gelegen hat. Vermutlich wird es Dir durch den stationären Aufenthalt erstmal wieder einige Zeit gut gehen. Das wünsche ich Dir auch! Aber eine defenitive Aussage über AHIT wird mittelfristig wohl nicht möglich sein.
Nachdem ich mich über AHIT belesen habe, bin ich skeptisch aber nicht hoffnungslos. (Wenn ich mal nicht an die Kosten denke) Jetzt werde ich erstmal wieder ans Tote Meer düsen - wie schon die letzten Jahre..............
Ich hoffe, daß sich hier noch mehr melden, die etwas zur AHIT-Therapie sagen können. Danke!
Hallo Breeki,
nach all dem, was hier in diesem Forum geschrieben worden ist, habe ich - das kann man wohl verstehen - nicht mehr die ganz große Lust, weiter von meinen Erfahrungen zu berichten. Ich verstehe ja, dass viele skeptisch sind, was die AHIT angeht. Und ich habe inzwischen auch mitbekommen, dass die Therapie längst nicht immer so gut wirkt, wie sich das Dr. Kief gewünscht hat oder wünscht. Aber ich finde es, angesichts dessen, dass wir Psoriatiker immer noch nach einer wirklich dauerhaften Hilfe suchen, durchaus in Ordnung, wenn man auch einmal neuen Ansätzen eine Chance gibt. Auch auf die Gefahr hin, dass es zum Schluss für die Katz ist.
Und was die Ablehnung durch die Krankenkassen angeht. Es wäre nicht das erste Mal - wenn ich zum Beispiel an das Medikament Fumaderm denke - dass es Jahre oder Jahrzehnte dauert bis ein wirksames Medikament auch schulmedizinisch anerkannt wird.
Nun aber zu meinen weiteren Erfahrungen seit April:
Im Mai war ich für vier Wochen in teilstationärer Behandlung. Danach war die Haut zu 99% erscheinungsfrei. Vier Wochen danach hatte ich meinen nächsten Vorstellungstermin bei Dr. Kief. Es hatten sich bis dahin vielleicht drei oder vier neue (sehr) kleine Stellen gebildet. Unter anderem an den Oberarmen, die meines Erachtens in der teilstationären Behandlung nicht vollkommen ausgeheilt waren. Dr. Kief hat bei diesem Termin die Behandlung noch einmal modifiziert.
Nach meiner Einschätzung kam die Psoriasis nach dem teilstationären Aufenthalt im Mai langsamer wieder, als wie ich es in den letzten Jahren gewohnt bin. Da sah das Erscheinungsbild nach vier Wochen ohne jede Therapie schlechter aus, als nur drei oder vier (sehr) kleine Stellen. Sonst ging es schon nach zwei Tagen wieder deutlich weiter mit der Neuentstehung und Ausbreitung der Stellen.
Etwa eine Woche später bin ich dann für zweieinhalb Wochen in den Urlaub gefahren - nach Mallorca (Meerklima - viiiiel Sonne!). Die kleinen Stellen waren nach wenigen Tagen ganz weg. Zurück kam ich also zu 100% erscheinungsfrei. Das ist jetzt knapp sechs Wochen her. Und obwohl bis auf die letzten Tage bei uns hier kein wirkliches Hochsommerwetter war, hat sich die Psoriasis noch einmal deutlich langsamer entwickelt als wie normal. Ich habe inzwischen eine deutlich tastbare Stelle am Hinterkopf (aber mit so gut wie keiner Schuppung) und etwas „Hautschuppung“ hinter einem Ohrläppchen (wenn man denn das so nennen kann, weil die Stelle nicht einmal errötet ist. Ebenso zwei kleine Stellen an einem Knie und im Kreuzbereich, wo man sich allerdings anstrengen muss, sie als Psoriasis zu identifizieren (andere würden sagen, ich bilde mir ein, dass da was ist). Was sich allerdings nicht geändert hat, dass sind die leicht befallenen Fußnägel bei mir. Die sind in all den Monaten seit Beginn der Therapie im Dezember zwar nicht schlechter geworden, aber auch nicht wirklich besser. Jedenfalls nicht nennenswert, wenn überhaupt.
Fazit: Zwischendurch hatte ich schon gedacht, es ist nur ein Placeboeffekt. Aber inzwischen hat sich der Eindruck verfestigt, dass es mir dauerhaft besser geht. Seit knapp sechs Wochen lebe ich fast komplett ohne schulmedizinische Therapie (zwei- oder dreimal ausnahmsweise Daivobet eingesetzt) - und trotzdem ist die Psoriasis nur äußerst verhalten im Vormarsch. Das ist sehr anders, als wie sonst in all den vergangenen Jahren!!!
Wenn gewünscht, berichte ich weiter.
Giraffe.
P.S.: Es war hier nach Informationen zur AHIT gesucht worden. Als ich mich vor einem Jahr das erste Mal dafür interessierte, bin ich im Internet auf die Patentschrift gestoßen, die dazu beim Europäischen Patentamt vorliegt. Viele medizinische Details darin, die ich aber nicht verstanden habe. Leider konnte ich sie jetzt nicht mehr finden. Vielleicht hat jemand anderes ja mehr Spürsinn.
Ich finde Eure Beiträge zu Dr. Kief und der AHIT Behandlung geschmacklos.
Die Therapie kann sehr wohl eine erfolgversprechende Lebensqualität erreichen.
Ich vergleiche Dr. Kief mit Dr. Julius Hackethal, dem legten die Halbgötter in weiß auch eine Menge Steine in den Weg.
Heute wird gerade in der Krebstherapie vieles von Dr. Hackethal umgesetzt und dies zum Wohle des Patienten.
Die Zulassungsstelle für Arzneimittel, hat die neuste Studie so wie es der Bundesverband Neurodermitis berichtet hat, regelrecht in der Luft zerrissen.
Man sollte sich lieber einmal Gedanken darüber machen, warum es so viele chronisch Kranke Menschen überhaupt gibt?
Wäre das nicht so, würde der Onkologe, Neurologe und Rheumatologe ja nichts mehr verdienen können.
Lebensqualität mit AHIT
Wer mehr darüber erfahren möchte? Kann mir eine PN schreiben.
Ansonsten halte ich hier, jedes weitere Wort als überflüssig!
Ich finde Eure Beiträge zu Dr. Kief und der AHIT Behandlung geschmacklos.
Die Therapie kann sehr wohl eine erfolgversprechende Lebensqualität erreichen.
Da ich aus der Ecke um LU komme, habe ich mich schon vor sehr vielen Jahren immer mal wieder mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, das zu machen. Letztendlich hat mich immer wieder davon abgehalten, daß sehr viel gegen alle möglichen Leiden versprochen wird und ich das nicht so recht glauben will.
Insbesondere fehlen mir auch die Personen, die berichten: "Ich habs gemacht und mir gehts richtig gut"
Ich denke, daß AHIT durchaus von vielen probiert wird, aber die anschließend nicht mehr drüber sprechen wollen, weil sie viel Geld ausgegeben haben und nichts dabei herausgekommen ist.
Du scheinst ja Erfahrungen zu haben. Es wäre schön, wenn Du die allen mitteilen würdest, auch auf die Gefahr hin, daß auch kritische Anmerkungen dabei sind
Die Zulassungsstelle für Arzneimittel, hat die neuste Studie ... regelrecht in der Luft zerrissen.
Ähm, und das adelt sie jetzt? Dass eine Zulassungsstelle, die es nicht umsonst gibt, ihr ihren Segen verweigert? Sollte es nicht eher in die andere Richtung zu denken geben?
Babs50 schrieb 16. Januar 2011 - 21:53 :
Man sollte sich lieber einmal Gedanken darüber machen, warum es so viele chronisch Kranke Menschen überhaupt gibt? Wäre das nicht so, würde der Onkologe, Neurologe und Rheumatologe ja nichts mehr verdienen können.
Ach, diese schöne Verschwörungstheorie oder dieses einfache Weltbild wird immer gern genommen... Hast Du bei jedem Arztbesuch im Hinterkopf "Der will ja nur sein Geld an mir verdienen"?
Babs50 schrieb 16. Januar 2011 - 21:53 :
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mir eine PN schreiben.
Der Sinn eines Forums ist der öffentliche Austausch, damit mehr Leute von Deiner Erfahrung profitieren. Deine Methode - Du schreibst einen einzigen Beitrag und verkündest gleich, dass Du nur per PN antwortest - ist eine Methode, wie sie auch allerlei Scharlatane oder Heilsversprecher schon angewendet haben, die sich hier bereits herumtrieben.
Also frage ich mal konkret: Welche Krankheit wurde bei Dir mit AHIT behandelt? Wie lief die Behandlung ab? Welchen Erfolg hattest Du? Welche Nebenwirkungen gab es?
Hallo, ich habe Zugang zu den Veröffentlichungen der AHIT für Fachkreise. Aus meiner Sicht werden nur sehr allgemeine Aussagen gemacht. Die "Sauerstofftherapie" ist ein alter, abgelegter Hut. Trotzdem gibt es immer wieder Leute, die sich diesen Hut aufsetzen möchten. Die Studienlage für die Sauerstoff- und Ozontherapie hat sich seit den Zeiten des Dr. Ardenne, frühere DDR, nicht gebessert. Dem Ganzen liegen m. E. magische Vorstellungen über die Wirkung von Sauerstoff und Ozon zugrunde. Es bringt wenig, die Sache nun schon wieder aus der Tasche zu ziehen.
Dass die Zulassungsstelle die neueste Studie in der Luft zerreist, wundert mich nicht. Die scheint ja noch nicht einmal sehr streng zu sein. Es kommen, wie man öfter im Arzneitelegramm nachlesen kann, immer mal wieder fragwürdig ausgewertete Studien dort durch. Dann muss die Studie einfach sehr schlecht gewesen sein.
Dass in Einzelfällen warum auch immer Besserungen auftreten, ist bei Krankheiten mit schubartigem Verlauf nun wirklich nicht erstaunlich. Bei derartigen Krankheiten hilft nur Statistik. Bei der Betrachtung von Einzelfällen ist man dem Zufall weitgehend ausgeliefert.
ich habe jetzt seit ca. 10 Jahren PSO und ich habe die AHIT-Therapie getestet und meine Eltern haben schätzungsweise 2500 € gezahlt für ca. 2 Jahre Therapie mit akribischer Lebensplanung, da man sehr akkurat die Spritzen und Tropfen nehmen muss.
Anfangs habe ich sehr gute Erfolge erzielen können mit dem Mittel. Leider wurde das mit der Zeit immer dürftiger und ich habe nach 1,5 Jahren medikamentöser Behandlung wieder den selben Zusatand als früher gehabt. Ich habe noch Mals meinen Mut und Geld aufgerafft und habe noch Mal ein halbes Jahr mit dem stärksten Mittel verbracht, dies hatte leider keine Wirkung. Da wir nicht sehr flüssig sind mit dem Geld war Herr Dr. Kief so nett und erließ und mehrfach Kosten. Trotzdem war die Therapie sehr teuer. Dabei zu beachten ist, das teilweise Frauen nicht schwanger werden dürfen während der Therapie, bzw. bis zu 3 Monaten danach.
Fazit:
+ Sehr netter Arzt
+/- zwischen zeitlich gute Erfolge
- keine Heilung
- das Leben muss stark durchstrukturiert werden
- hohe Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden
Ich fand den Beitrag ganz und gar nicht glossenhaft - vielmehr konstatierte Mara89 doch "Der Arzt ist okay, aber geholfen hat es mir zum Schluss nicht mehr. Und wer es ausprobieren will, sollte wissen: Man muss sein Leben gehörig ändern."
Mein Hautarzt kann mir doch schlussendlich auch nicht helfen (so von wegen Heilung oder dauerhafter Linderung) - dennoch ist er ein netter Mitmensch. Deiner nicht?
danke für deinen ausführlichen Bericht.
Was versucht man nicht alles.
Schade, dass das Ergebnis so bescheiden war. Aber zumindest weißt jetzt du und manch' Anderer, dass man sich das Geld sparen kann.
Ein schönes und gutes Neues Jahr wünscht dir
Karin