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Claudia (35)

Hallo,

meine Name ist Claudia. Ich bin 35 Jahre alt und leide seit vier bis fünf Jahren an der Psoriasis pustolosa - beschränkt auf die Handflächen und die Fußsohlen.

Nach dem ersten Schreck und der Aussage einer Hautärztin, was das ist, das diese Pusteln vor allem an den Händen verursacht, bekam ich eine Kortison-Salbe. Da zu diesem Zeitpunkt ein sehr kleines Kind hatte, das ich mit "Kortison-Fingern" nicht anfassen wollte, setzte ich die Salbe schnell wieder ab.

Zunächst schien es, als gäbe es einen Zusammenhang mit den Jahreszeiten oder mit Stress-Situationen.

Den letzten Herbst/Winter (2004/05) über ging es mir psychisch nicht besonders gut, aber die Psoriasis zeigte sich davon unbeeindruckt und blieb verschwunden. Es wurde langsam Frühling, der Stress liess nach. Eben wollte ich aufatmen, da tauchten die ersten Pusteln an Händen und Füssen wieder auf. Beim Hausarzt liess ich die Blutwerte untersuchen, das Ergebnis war erfreulich: alles OK.

Ich nahm mir die Symptome von verschiedenen Mangelkrankheiten vor. Vitamin-Tabletten brachten keine Besserung - erstmal nicht. Schließlich stieß ich auf die Symptome von Eiweißmangel und beschäftigte mich mit den Aufgaben der essentiellen Aminosäuren im Körper im Detail. U.a. ist Eiweiß der Trägerstoff für das körpereigene Cortisol.

Seit zwei Wochen achte ich auf eiweißreiche Ernährung, insbesondere Erdnüsse, Thunfisch, mageres Fleisch, Milchprodukte. Ich habe das Glück, keine Nahrungsmittelallergie zu haben.

Die meisten Pusteln sind inzwischen abgeheilt, alle sind ausgetrocknet und es ist der erste Morgen gewesen, an dem ich aufstand und keine weitere neue Pustel erschienen war.

Dieser Erfolg hat sich nach der Ernährungsumstellung so schnell gezeigt, dass es mich wirklich staunen lässt. Und das, obwohl die nächste Krise bereits im vollen Gang ist. Ich werde mich einer Biopsie unterziehen müssen, weil eine Hautveränderung an anderer Stelle dazu Anlass gibt. 4 Ärzte meinen, das wäre gutartig, aber um ganz sicher zu sein und mich vollends zu beruhigen, lasse ich die Biopsie machen.

Sollte die Psoriasis trotz eiweissreicher Ernährung wiederkommen, wenn diese Krise gemeistert ist, werde ich mir irgendeine Herausforderung suchen müssen - denn dann ist sie ein Symptom von Langeweile.

Viele Grüße

Claudia

Kommentare (2)

Ernährung umgestellt und weg ist sie
Hallo Claudia

Dein Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht kann ich auch jemand anders damit helfen.

Vor 3 Jahren zeigten sich bei mir Pusteln an den Fusssohlen und ein halbes Jahr später auch an den Handflächen. Zum Teil waren auch die Nägel davon befallen. Meine Dermatologin sagte mir, dass dies eine Psoriasis pustulosa palmoplantaris sei und verschrieb mir Kortison, Tinktur und anderes. Kurzzeitig wurde es dann auch besser aber irgendwie stellt sich der Körper auf das Kortison ein und es tritt ein "Gewöhnungseffekt" ein. Somit habe ich diese Präparate nur noch im "Notfall" angewendet. Stress stellt ganz bestimmt einen Auslöser dar und drum versuche ich den so weit es geht zu vermeiden, aber man kann halt nicht immer!

Dieses Jahr beschlossen wir nach Weihnachten die aufgefutterten Kilos mit einer Kohlenhydrate Diät zu bekämpfen. Kein Brot, Kartoffel, Nudeln, Reis etc., auch keinen oder ganz wenig Käse, Joghurt usw... Nur mageres Fleisch, Gemüse, Eier etc. Das klappt ganz gut, das Gewicht ist nach 3-4 Wochen wieder da wo es sein sollte und die Psoriasis ist komplett abgeheilt und verschwunden(das hab ich in den letzten 3 Jahren nicht mal mit Kortison geschafft). Ich verzichte aber z.B. nicht komplett auf Zucker, Bier oder Kaffee sondern reduziere wo möglich. Süssstoff lasse ich z.B. komplett weg, da halte ich nichts davon.

Den vielen Berichten zufolge besteht bestimmt eine Verbindung zwischen Psoriasis und dem Stoffwechsel, nur weiss ich nicht, weil ich etwas weg lasse beim essen oder weil ich mehr Eier esse... also ist experimentieren angesagt!

Viele Grüsse
Alex
http://www.erstehilfe.ch
Alex (43) , 30.01.2011
Ernährungsumstellung
Hallo Alex,

ich habe leider auch seit ca. 6 Wochen einen Psoriasis an Fusssohle und später Handinnenfläche. Am Fuss ist es nach sehr kurzer Zeit fast gewuchert, auf den anderen Fuss ausgebreitet - wesentlich weniger- und unter dem Fussnagel. Wenn man sehr viel Wert auf gepflegtes Aeusseres ( und Inneres ) legt, ist das durchaus auch ein, wenn geringer, Kopfproblem. Ich habe durch eine Enährungsberaterin eine Lebensmittelliste bekomen, aus der ich dir einen Tages- Wochen - Erhnährungsplan erstellen kann. Oberflächlich :wenig Fleisch, Kaese und Weissbrot - viel Fisch - wie Makrele ( mit best. Fettanteilen), keine Eier, Alkohol und Nikotin..
Wie sah dein Menuplan aus, und welcher Zeitraum blieb Beschwerdenfrei?
Alles Gute....
gruss stefan
stefan , 19.02.2011

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Juni 2007 um 07:54 Uhr
 

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