Psoriasis arthritis – die Diagnose

Psoriasis arthritis Diagnose

Ebenso wie die rheumatoide Arthritis kann Psoriasis Arthritis unbehandelt teils schwere und bleibende Schäden an den Gelenken verursachen. Die frühzeitige Diagnose und Therapie ist deshalb von entscheidender Bedeutung – möglichst in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen, Dermatologen und Radiologen. Sollten Sie bei sich selbst den Verdacht auf eine Psoriasis Arthritis hegen, sprechen Sie ihren Arzt umgehend darauf an.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Am Anfang der Diagnose steht das Befragen des Patienten nach seiner Krankengeschichte (Anamnese). Hilfreich sind hier Fragebögen wie zum Beispiel der GEPARD-Fragebogen. Entscheidend ist anschließend die körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Gelenke sowie die Übergangsstellen zwischen Sehnen und Knochen besonders gründlich begutachten sollte. Stößt er bei einem Psoriatiker auf Auffälligkeiten, ist aber nicht zwangsläufig auf eine Psoriasis Arthritis die Ursache. Denn unabhängig von der Schuppenflechte kann eine andere Erkrankung wie zum Beispiel eine verschleißbedingte Arthrose vorliegen. Deshalb sind weitere Untersuchungen notwendig.

Bildgebende Untersuchungen

An erster Stelle steht meist eine Röntgenuntersuchung der Hände und Füße bzw. der auffälligen Gelenke oder der Wirbelsäule. Zeigen sich in dieser „bildgebenden“ Untersuchung Gelenkschäden, lässt sich anhand bestimmter Charakteristika zum Beispiel zwischen rheumatoider Arthritis und Psoriasis Arthritis unterscheiden. Auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann wichtige Informationen liefern. Bei besonderen Fragestellungen kommen die Magnetresonanztomographie, die Szintigraphie oder die Computertomographie zum Einsatz. Im Frühstadium der Psoriasis Arthritis sind allerdings noch keine so genannten „radiologischen Zeichen“ an Knorpel und Knochen vorhanden.

Laboruntersuchungen

Im Blut messbare Marker, mit deren Hilfe sich eine Psoriasis Arthritis sicher nachweisen oder ausschließen lässt, existieren nicht. Der Test auf den bei Patienten mit rheumatoider Arthritis nachweisbaren Rheumafaktor fällt meist negativ aus. Ein positives Ergebnis schließt eine Psoriasis Arthritis aber nicht aus. In Studien weist nur etwa jeder zweite Patient erhöhte Entzündungswerte auf. Andere Ursachen der Gelenkbeschwerden wie Gicht oder eine Borreliose können mittels bestimmter Bluttests mehr oder weniger sicher ausgeschlossen werden.

Dr. rer. nat. Matthias Herrmann

Bildquellen

  • Psoriasis arthritis Diagnose: wildworx – Fotolia.com

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