Neues Gerät kann ohne Berührung tief in die Haut sehen

5D-Intravitaltomograph
Ein neues System zur berührungsfreien Hautuntersuchung will ein Forschungsverbund um Professor Karsten König (rechts) entwickeln. Hier stellt sich Professor Peter T. So als Proband für eine derartige Untersuchung zur Verfügung.

Ein neues System könnte künftig Entwicklungen in der Haut bis in tiefere Schichten hinein detailgetreu abbilden. Der „5D-Intravitaltomograph“ ist weltweit einzigartig und soll die Ursachen von Hautkrankheiten aufklären, eindeutigere Diagnosen ermöglichen und Behandlungen kontrollieren.

Die 5D-Intravitaltomographie eröffnet Hautärzten, Kosmetik und Pharma-Entwicklern eine Reihe spannender Anwendungsperspektiven. Die Hautklinik der Universität Münster will die neue Technologie einsetzen, um die Ursachen von Neurodermitis besser zu erforschen und Diagnose und Therapie deutlich zu verbessern.

Noch sind die komplexen Ursachen der Neurodermitis weitgehend ungeklärt. Die 5D-Intravitaltomographie könnte das ändern. Sie soll hauteigene Bestandteile innerhalb von Sekunden auf den Mikrometer genau erfassen, ohne dass der Patient Kontrastmittel nehmen oder Hautproben dalassen muss.

Die Beiersdorf AG will das 5D-Verfahren verwenden, um grundlegende hautphysiologische Fragestellungen zu erforschen und die Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Die Hautklinik der Universität Jena will die Technologie zur Diagnose und Therapie von Hautkrebs einsetzen.

Doch zunächst muss ein Laborprototyp aufgebaut werden. Bereits Ende 2008 sollen zwei Prototypen für den Praxistest bei den Anwendern und beim Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik bereitstehen. Projektabschluss ist für den Sommer 2010 geplant.

Quelle: idw, 19.07.2007

Bildquellen

  • 5D-Intravitaltomograph: JenLab GmbH

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