Interessante Artikel zum Thema Studien

Warum Erfolge in Versuchen an Mäusen eben nicht immer beim Menschen funktionieren
(Gehirn & Geist, 02/2015)
Nur ein Drittel der Erfolge, die aus Mausversuchen gemeldet werden, lassen sich später am Menschen wiederholen.

Studien zeigen oft nicht, wie es dem Menschen wirklich geht
(Süddeutsche Zeitung, 17.10.2014)
In der Süddeutschen Zeitung schreibt Werner Bartens, dass Studien oft ein wichtiges Detail vergessen: wie sich der Patient fühlt, wie er die Therapie empfunden hat. Und manches mal sind die Studien schlicht zu kurz.

Ergebnisse von Studien nicht länger geheim
(Die Zeit, 03.04.2014)
Klinische Studien zum Beispiel für neue Medikamente müssen künftig öffentlich angemeldet werden. Wer die Tests durchführt, muss die Ergebnisse veröffentlichen. Was selbstverständlich klingt, ist jetzt (erst) vom Europäischen Parlament beschlossen worden. Ein Grund für die Regelung: Bislang verschwanden Studien schon mal in Schubladen, wenn sie nicht so günstig ausfielen.

Soll ich an einer klinischen Studie teilnehmen?
(journalMED, 14.02.2014)
Ein Informationsblatt für Patienten steht kostenlos zum Ausdrucken bereit. Auf zwei Seiten erfahren Interessierte, warum klinische Studien wichtig sind und worauf sie bei einer Teilnahme achten sollten.

Ergebnisse von Studien müssen nun veröffentlicht werden
(Die Zeit, 21.12.2013)
Monatelang wurde gerungen – nun steht die EU-Verordnung für klinische Medikamententests am Menschen. Die Tests sollen in der Europäischen Union künftig einheitlich ablaufen. Die wichtigsten Änderungen:

Die Neuregelung sieht vor, dass alle Studien unabhängig davon, ob sie in oder außerhalb Europas durchgeführt werden, in einem zentralen und öffentlichen Register gelistet werden. Dass eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse spätestens ein Jahr nach Ende Studie veröffentlicht wird. Und dass dies geschieht, ganz gleich, ob das Medikament zugelassen wurde oder nicht.

Es gibt aber Ausnahmen: Geschäftsgeheimnisse und Patientendaten.

Sollen Studien komplett veröffentlicht werden – mit allen Nebenwirkungen?
(taz, 18.10.2013)
Wissenschaftliche Studien sind ohne Frage aufwändige Proceduren, doch ihr Ergebnis beschert mancher Pharmafirma am Ende immense Einnahmen. Und so tobt ein Streit: Sollen alle Ergebnisse von Studien und andere Informationen wie sämtliche Nebenwirkungen veröffentlicht werden – oder können Pharmafirmen sie zu Geschäftsgeheimnissen erklären und damit der Öffentlichkeit vorenthalten? Die taz hat den Hintergrund zu dieser Debatte aufgeschrieben.

EU-Pläne für Pharmatests gefährden laut Ärzten den Schutz der Patienten
(Spiegel online, 01.07.2013)

Die EU-Kommission will die Regeln für klinische Studien vereinfachen. Weniger Bürokratie soll der Pharmaindustrie nutzen und wieder mehr Forschung möglich machen. Riskiert wird der Schutz für Patienten, kritisieren Mediziner.

Unabhängige Studien scheitern an der EU-Bürokratie
(Die Zeit, 21.02.2013)
Gebärden sich EU-Kommissare als Schergen der Pharmalobby? Die derzeitige Debatte um eine geplante EU-Richtlinie legt das nahe. … Das eigentliche Ziel des Gesetzesentwurfs gerät in der erbitterten Debatte aus dem Blickfeld: Ursprünglich ging es um einheitliche Standards. Die Vorgaben sollten endlich entbürokratisiert werden.

EU will Arzneimittelversuche an Menschen erleichtern
(Süddeutsche Zeitung, 17.02.2013)
Die EU-Kommission plant eine Verordnung, die die Hürden bei Versuchen am Menschen senken soll. Nutznießer wäre die Pharmaindustrie. Ethiker und Ärzte sind empört.

Gesundheits-Studien werden überschätzt
(Spiegel online, 23.07.2012)
Was gibt es nicht für tolle Studien: Mandeln machen nicht dick, Kartoffeln sind gut für dieses oder jenes, Sonne ist abwechselnd mal gesund und mal total gefährlich. Gastautor Klaus Koch warnt bei Spiegel online: „Wer zu viel glaubt, bleibt dumm“.

Warum nicht alle Studienergebnisse immer veröffentlicht werden
(Deutschlandfunk, 03.06.2012)
Die Macher Klinischer Studien manipulieren auf vielfältige Weise die Ergebnisse der Medikamententests. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung von Studiendaten wurde aus einem Gesetzestext gestrichen – und der Verband forschender Arzneimittelhersteller findet, dass zuviel Transparenz die Diskussion nur unnötig anheizt.

Studien mit Todkranken, für Todkranke – ein ethisches Dilemma
(Berliner Zeitung, 11.03.2012)
Manchmal bekommen Todkranke in Studien Medikamente, die sie vielleicht doch noch länger leben lassen. Das ist einerseits gut – andererseits verfälscht es aber die Studienergebnisse. Wo ist der Ausweg aus diesem ethischen Dilemma?

„Es kommt offenbar vor, dass Studien nicht publiziert werden“ 
(Deutschlandradio Kultur, 13.07.2011)
Ein forschender Arzt antwortet auf massive Kritik an medizinischer Forschung, die nach seiner Meinung zu sehr von der Pharmaindustrie abhängt. Das Problem liegt aber nicht nur bei besagter Pharmaindustrie. Die Frage ist auch: Wie kann Forschung wirklich unabhängig sein und wie kann mehr öffentliches Geld dafür aufgewendet werden?

Über Claudia Liebram 279 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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