Daivobet

Daivobet ist ein Medikament zur Behandlung der Schuppenflechte. Es ist verschreibungspflichtig – sprich: Ein Arzt muss ein Rezept dafür ausstellen. Daivobet gibt es als Salbe und als Gel.

Wichtigste Wirkstoffe in Daivobet sind Calcipotriol und Betamethason. Calcipotriol ist ein Abkömmling von Vitamin D3. Betamethason (korrekter: Betamethasondipropionat) ist ein Kortison.

Außerhalb Deutschlands ist das Medikament auch unter dem Namen Dovobet im Handel.

„Schwesterprodukt“ ohne den Anteil von Kortison ist Daivonex. In diesem Beitrag geht es aber nur um Daivobet.

Gegenanzeigen für Daivobet

Daivobet sollte nicht benutzt werden, wenn

  • der ganze Körper stark gerötet und entzündet ist (Erythrodermie)
  • sich die Psoriasis in einer stark schälenden, pustulösen Form zeigt
  • Störungen des Calcium-Stoffwechsels bekannt sind
  • virusbedingte Hauterscheinungen zu finden sind (also z.B. ein Herpes)
  • eine parasitäre Infektion vorliegt
  • die Haut dünner und damit durchlässiger ist als gewöhnlich (Hautatrophie)
  • so etwas wie Dehnungsstreifen zu sehen sind
  • Hautgefäße empfindlich sind
  • bei Ichthyose, Acne vulgaris, Acne rosacea oder Ulzera (Wunden)

Einschränkungen („Anwendungsbeschränkungen“)

Genau geguckt werden sollte, wenn Daivobet auf mehr als 30 Prozent der Körperoberfläche angewendet werden soll. Anders ausgedrückt: Pro Tag sollten nicht mehr als 15 Gramm Daivobet verwendet werden, pro Woche nicht mehr als 100 Gramm. Auf andere Kortisonsalben sollte während der Behandlung verzichtet werden.

Auch große, verletzte Hautpartien, Schleimhäute oder Hautfalten sind nicht eben ideale Orte für das Medikament. Eine gleichzeitige Lichttherapie sollte beschränkt oder ganz vermieden werden – dazu können dann auch ausgiebige Sonnenbäder zählen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere oder stillende Mütter sollten unbedingt den Arzt nach seiner Meinung fragen, bevor sie Daivobet anwenden.

Nebenwirkungen

Häufig: Pruritus, Hautabschuppung

GelegentlichExazerbationen („explosionsartige“ Verschlechterung), Hautirritationen, Dermatitis, Erythem (Rötung), Follikulitis (Entzündung des oberen Anteils eines Haarbalgs), Pigmentveränderungen, Hautinfektionen, Hautausschlag, Purpura oder Ekchymose (kleinere Blutungen in der Haut), Brennen

Selten: Überempfindlichkeit, Hyperkalzämie, Erhöhrung der Lichtempfindlichkeit, Akne, trockene Haut, pustulöse Psoriasis

Sehr selten: Angio- u. Gesichtsödem, systemische Reaktionen (vor allem, wenn Daivobet großflächig und / oder lange oder unter einem (Folien-)Verband angewendet wird)

Dosierung

Daivobet wird für gewöhnlich einmal am Tag auf die Schuppenflechte-Stellen aufgetragen. Empfohlen wird, das Medikament nicht länger als vier Wochen anzuwenden. Wenn ein Arzt regelmäßig draufschaut, ist aber auch eine wiederholte Anwendung möglich. Erfahrungen aus Studien gibt es für eine Anwendung von bis zu 52 Wochen.

Nach all den Einschränkungen sei aber daran erinnert: Daivobet kann auch helfen 🙂

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