Remicade – was ist das und wie wird es angewendet?

Wirkstoff: Infliximab (Remicade)

Dieses Medikament ist rezeptpflichtig.

Auf dem Markt sind auch einige Biosimilars mit dem Wirkstoff Infliximab. Markennamen sind zum Beispiel Inflectra, Remsima oder Flixabi.

Allgemeine Informationen

Infliximab gehört zur Gruppe der so genannten Biologika. Diese Stoffe heißen so, weil sie von lebenden Zellen hergestellt werden – mit „Bio“ wie man es vom Lebensmittelmarkt kennt hat das nichts zu tun. Bei Infliximab handelt es sich um einen gentechnisch hergestellten  chimären (von Mensch und Maus stammenden) Antikörper gegen Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α).

Bei welcher Erkrankung wird das Medikament angewandt?

Infliximab kann sowohl bei Psoriasis-Arthritis als auch bei mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis des Erwachsenen angewandt werden.

Bei fortschreitender aktiver Psoriasis-Arthritis wird Infliximab in Kombination mit Methotrexat eingesetzt, wenn herkömmliche krankheitsmodifizierende Antirheumatika nicht ausreichend wirken. Wird Methotrexat nicht vertragen oder ist es kontraindiziert, kann Infliximab auch allein eingesetzt werden.

Bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wird Infliximab angewandt, wenn andere Systemtherapien wie Fumarsäureester, Retinoide, Methotrexat oder Ciclosporin nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen werden.

Darüber hinaus wird Infliximab auch bei vielen anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, M. Bechterew, Colitis ulcerosa und M. Crohn eingesetzt.

Wie wirkt Remicade?

Der Tumor-Nekrose-Faktor (TNF-alpha) ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems gegen Bakterien. Er schafft die Vorausetzungen für andere Zellen und Eiweißstoffe, im Kampf gegen Bakterien optimal zu funktionieren. TNF-α wird vor allem von Makrophagen ausgeschüttet und hat vielfältige Wirkungen in vielen Organsystem. Eine lokal erhöhte Konzentration von TNF führt zu den klassischen Entzündungssymptomen: Hitze, Schwellung, Röte und Schmerz. Erhöhte Konzentrationen im Blut können zu Fieber und Appetitminderung mit Gewichtsverlust führen.

Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Psoriasis, ist TNF-α außer Kontrolle geraten. Man findet den Faktor in hohen Konzentrationen, obwohl Bakterien bei dieser Entzündung gar nicht mit im Spiel sind. Die eigentlich gegen Bakterien gerichtete Entzündungsreaktion mit all ihren Folgen wie Schmerz, Rötung und Gewebezerstörung läuft sozusagen ins Leere. Indem man TNF- α aus dem Spiel nimmt, kann man die Entzündungsreaktion ausbremsen.

Infliximab ist ein Antikörper gegen löslichen und membrangebundenen TNF-α. Durch die Bindung an den Antikörper passt TNF-α nicht mehr ins „Schloss“ (Rezeptor) und kann seine biologische Wirkung in den Zielorganen nicht entfalten.

Wie wird die Therapie angewandt?

Es wird empfohlen, dass die Behandlung mit Infliximab von speziellen Fachärzten eingeleitet und überwacht wird, die über viel Erfahrung mit diesem Medikament verfügen.

Infliximab wird als intravenöse Infusion angewandt.

Bei Psoriasisarthritis werden 5 mg/kg Infliximab in einer zweistündigen Infusion verabreicht. Weitere Infusionen folgen zwei und sechs Wochen nach der ersten Infusion – danach alle acht Wochen. Die gleich Dosierung gilt für die Plaque-Psoriasis.

Bei Patienten, bei denen sich auch nach 14 Wochen (d.h. nach vier Infusionen) noch keine Wirkung gezeigt hat, sollte das Medikament abgesetzt werden.

Wann darf Remicade nicht eingenommen werden?

  • bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber  Infliximab, von der Maus stammenden (murinen) Proteinen oder einen der Hilfsstoffe
  • bei aktiver Tuberkulose
  • bei schweren Infektionen wie Blutinfektion (Sepsis) oder Abszessen
  • bei Infektionen mit Keimen, die normalerweise harmlos sind – solche „opportunistischen“ Infektionen sind ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem
  • bei mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz

Worauf müssen Arzt und Betroffener besonders achten?

Während und bis wenige Stunden nach der Infusion von Infliximab kann es zu akuten infusionsbedingten Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen. Der Arzt muss daher während der Infusion auf Anzeichen solch einer Reaktion achten und ggf. die Infusion sofort unterbrechen und Gegenmaßnahmen einleiten. Nach so einem Zwischenfall dürfen dann auch keine weiteren Infusionen mit Infliximab mehr erfolgen.

Auch verzögerte Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich. Bei entsprechenden Nebenwirkungen müssen Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt wenden.

Besonders gefürchtet ist unter der Behandlung mit Infliximab das Wiederaufflackern einer nicht richtig ausgeheilten Tuberkulose (TBC). TNF-α ist in besonderer Weise daran beteiligt, Tuberkelbakterien dauerhaft in Schach zu halten. Fällt dies Wirkung weg, kann die Tuberkulose erneut ausbrechen und dann zu schweren Krankheitsverläufen führen.

Ihr Arzt wird Sie daher ausführlich befragen, ob Sie jemals an einer TBC erkrankt waren oder Kontakt mit TBC-Kranken hatten. Zusätzlich wird unter Umständen mittels Röntgenaufnahme und/oder Hauttest (Tuberkulin-Test) nach einer inaktiven (latenten) Tuberkulose gefahndet.

Wird eine aktive Tuberkulose festgestellt, darf mit der Therapie mit Infliximab nicht begonnen werden. Bei einer inaktiven Tuberkulose wird zuerst eine Anti-Tuberkulosetherapie eingeleitet.

Auch wenn sich vor der Therapie keine Hinweise für eine Tuberkulose ergeben haben, ist eine spätere Infektion oder ein Wiederaufflackern nicht völlig ausgeschlossen. Sie sollten daher während des Behandlungszeitraums besonders auf mögliche Anzeichen einer Tuberkulose wie anhaltender Husten, Gewichtsverlust, niedriges Fieber und Nachtschweiß achten und ggf. sofort Ihren Arzt informieren.

Auch andere Infektionen können unter Infliximab gehäuft auftreten bzw. schwerer verlaufen. Ihr Arzt wird daher versuchen, Infektionen vor der Behandlung weitgehend auszuschließen. Tritt eine schwere Infektion während der Behandlung auf, muss die Behandlung mit Infliximab möglicherweise abgebrochen werden, bis die Infektion unter Kontrolle ist.

Auch eine chronische Hepatitis B sollte möglichst ausgeschlossen werden. Einige Menschen sind Träger des Hepatitis-B-Virus ohne davon zu wissen. Die Therapie mit Infliximab könnte das Virus aktivieren.

Auch opportunistische Infektionen mit ansonsten harmlosen Erregern einschließlich Pilzerkrankungen können auftreten. Symptome wie Unwohlsein, Fieber, Gewichtsverlust, Schwitzen, Husten und Atemnot müssen daher unter der Behandlung immer ernst genommen werden.

Beim heutigen Wissenstand kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass TNF-Gegenspieler wie Infliximab das Risiko für Lymphome und andere bösartige Erkrankungen erhöhen. Dies gilt vor allem für Patienten mit einer intensiven abwehrschwächenden (immunsuppressiven) Therapie in der Vorgeschichte oder für starke Raucher mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen. Wurde vorher eine PUVA-Therapie durchgeführt, sollte vermehrt auf die mögliche Entstehung von Hautkrebs geachtet werden.

Manche Impfstoffe enthalten lebende Erreger. Auf Impfungen mit solchen Lebend-Impfstoffen sollte während der Therapie mit Infliximab verzichtet werden. Dazu gehören z.B. Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Gelbfieber und Typhus. Impfungen mit Tot-Impfstoffe stellen kein Problem dar.

Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten mit leichter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) geboten, da sich diese unter Umständen verschlechtern kann. Bei Neuauftreten einer Herzschwäche oder Verschlechterung der Symptomatik muss die Therapie abgesetzt werden.

In Einzelfällen ist es unter Infliximab zu einer Störung des blutbildenden Systems mit Verminderung von weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen gekommen. Deuten Symptome wie anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen und Blässe auf solch eine Störung, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Da nicht genug Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte das Präparat hier nicht eingesetzt werden. Während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung zu empfehlen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

  • Infusionbedingte Reaktionen (Atemnot, Nesselsucht, Kopfschmerzen, Schmerzen im Brustkorb) – häufigster Grund für das Absetzen der Behandlung
  • Virusinfektionen (einschließlich Grippe und Herpesinfektionen)
  • Serumkrankheit-ähnliche Reaktionen (z.B. Ausschlag, Gelenkschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellung)
  • Benommenheit (einschließlich Schwindel), Kopfschmerz
  • Erröten
  • Infektionen des unteren Atemtraktes (z.B. Bronchitis, Lungenentzündung)
  • Infektionen des oberen Atemtraktes (Schnupfen, Halsentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen)
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen
  • Erhöhte Leberwerte
  • Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag, Juckreiz (Pruritus), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose), Hauttrockenhaut
  • Ermüdung, Fieber

Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)

  • Tuberkulose,
  • Bakterielle Infektionen (z.B. Sepsis, Abszess)
  • Pilzinfektionen (z.B. Candidose)
  • Blutbildveränderungen (Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie, Leukozytose, Lymphopenie, Lymphozytose)
  • Lymphknotenschwellungen
  • Anaphylaktische Reaktionen
  • Lupus-ähnliches Syndrom
  • Allergische Reaktionen des Atemtraktes (Heuschnupfen, Asthmaanfälle)
  • Depression, Gedächtnisstörungen, Agitation, Verwirrtheit
  • Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit
  • Nervosität, Apathie
  • Demyelinisierende Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ähnlich wie Multiple Sklerose)
  • Entzündungen des Auges (Endophthalmitis, Keratitis, Konjunktivitis, periorbitales Ödem, Gerstenkorn)
  • Verschlimmerung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Ohnmacht (Synkope),
  • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), zu langsamer Herzschlag (Bradykardie), Herzklopfen
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Durchblutungsstörungen, Hypertonie
  • Venenentzündung (Thrombophlebitis)
  • Blutergüsse (Hämatome), Ekchymosen, Petechien, Gefäßspasmus
  • Hitzewallungen
  • Lungenödem, Asthmaanfall (Bronchospasmus), Rippenfellentzündung (Pleuritis)
  • Nasenbluten (Epistaxis)
  • Darmentzündung (Divertikulitis), Refluxkrankheit, Verstopfung
  • Entzündung der Lippen (Cheilitis)
  • Gallenblasenentzündung, Leberfunktionsstörung
  • Blasenbildung, Furunkulose, Pulerkrankungen von Hut und Nägeln
  • Ekzem, vermehrte Talgbildung (Seborrhoe), Rosacea, vermehrte Verhornung (Hyperkeratose) Hautpapillome, Haarausfall (Alopezie), Pigmentanomalie
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen. Rückenschmerzen
  • Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Harnwegsinfektion
  • Scheidenentzündung (Vaginitis)
  • Verzögerte Wundheilung
  • Reaktion an der Injektionsstelle
  • Frösteln, Ödem, Schmerzen im Zusammenhang mit der Infusion
  • Nachweis von Autoantikörpern, Störungen des Komplementsystems

Selten: (mehr als einer von 10.000 Behandelten aber weniger als einer von 1000)

  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Lymphome
  • zu schneller Herzschlag (Tachykardie),
  • Kreislaufversagen
  • Pleuraerguss
  • Darmwandperforation, Magendarmblutungen, Darmverschluss
  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Granulomatöse Läsion an der Injektionsstelle

Häufigkeit nicht bekannt (beruhend auf Einzelmeldungen nach der Markteinführung)

  • opportunistische Infektionen
  • seltenere bakterielle Infektionen (z.B. durch atypische Mykobakterien, Listerien, Salmonellen)
  • parasitäre Infektionen
  • Reaktivierung einer Hepatitis B
  • Hepatosplenales T-Zell-Lymphom (vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit M. Crohn oder Colitis ulcerosa)
  • Non-Hodgkin- oder Hodgkin-Lymhome
  • Leukämie
  • Schwere Blutbildveränderungen (Agranulozytose, Panzytopenie, hämolytische Anämie, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura)
  • idiopathische thrombozytopenische Purpura
  • anaphylaktische Schock
  • Serumkrankheit
  • Vaskulitis (Gefäßentzündung)
  • demyelinisierende Erkrankungen der peripheren Nerven (z.B. Guillain-Barré-Syndrom, Polyneuropathie
  • demyelinisierende Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Opticusneuritis)
  • Myelitis transversa
  • Krampfanfälle
  • Neuropathie, Hypästhesie (verminderte Schmerzempfindung), Parästhesie („Ameisenlaufen, Kribbeln“)
  • Vorübergehender Sehverlust (während oder innerhalb von zwei Stunden nach der Infusion)
  • Sauerstoffmangelversorgung (Ischämie) des Herzmuskels oder Herzinfarkt (im zeitlichen Zusammenhang mit der Infusion)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzbeutelerguss (Perikarderguss)
  • Interstitielle Lungenerkrankungen (Lungenfibrose, Pneumonitis)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Leberversagen, Autoimmunhepatitis, Leberzellschaden, Gelbsucht (Ikterus)
  • Toxische epidermale Nekrolyse
  • Stevens-Johnson-Syndrom
  • Verschlechterung einer Psoriasis (einschließlich pustulöser Formen)
  • Erythema multiforme

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Wirkstoffen

Die Kombination mit Methotrexat hat sich als günstig erwiesen, da in diesem Fall eventuelle seltener Antikörper gegen Infliximab gebildet werden.

Die Kombination mit einem weiteren TNF-α-Gegenspieler bringt keinen klinischen Vorteil und erhöht die Infektionsgefahr, sodass davon abgeraten wird. Das gleiche gilt für die Kombination mit Anakinra.

Was sollte man sonst noch über Remicade wissen?

Bei Psoriasis-Arthritis kann Infliximab klinische Zeichen der Gelenkentzündung bessern und das Fortschreiten der Gelenkentzündungen vermindern. Auch eine deutliche Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogenen Lebensqualität ist gezeigt worden. Ein klinisches Ansprechen wurde in Studien bereits nach zwei Wochen beobachtet.

Bei mäßiger bis schwerer Plaque-Psoriasis kann mit Infliximab eine rasche Rückbildung der Hauterscheinungen bis hin zum völligen Abheilen erreicht werden. In den Leitlinien wird Infliximab zur Induktionsbehandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris empfohlen, wenn man die Erkrankung mit anderen Therapeutika nicht in den Griff bekommt oder die Schwere der Erkrankung eine besonders rasches Ansprechen erforderlich macht. Besonders wird die Therapie mit TNF-α-Gegenspielern empfohlen, wenn die Patienten zusätzlich unter einer Gelenkbeteiligung leiden.

In kleinen Studien mit wenigen Patienten ist für Infliximab auch eine gute Wirksamkeit auf die Nagelbeteiligung gezeigt worden.

Ein besonders schnelles Ansprechen in kritischen Situationen erreicht man mit den Biologika Infliximab und Ustekinumab. Die Biologika Adalimumab und Etanercept sind vor allem für die Langzeittherapie einer stabilen, ständig fortschreitenden Psoriasis geeignet.

Nach einer Therapiepause kann nicht garantiert werden, dass man bei einem Rückfall wieder genauso gut auf die Therapie mit Infliximab anspricht.

Lagerung: Remicade® wird im Kühlschrank (2-8°C) gelagert. Der Arzt stellt die Infusionslösung dann unmittelbar vor Anwendung durch Verdünnung mit Kochsalzlösung her.

Maria Weiß, Ärztin

 Verwendete Literatur:

  • Fachinformation Remicade
  • Frank Bachmann et al; Stellenwert der Biologika im Praxisalltag; AP Dermatologie/Allergologie 2009; 4: 28-31
  • Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie (AWMF Leitlinienregister 013/001)

In unserem Forum finden Sie Erfahrungen mit Remicade bzw. dem Wirkstoff Infliximab, die Betroffene aufgeschrieben haben.

Für Anwender von Remicade gibt es eine Broschüre und einen Infusionspass. Sie kann über den Arzt bezogen werden.

13 Kommentare

  1. Ich werde seit 10 Jahren mit Remicade behandelt. Die ersten 5 Jahre bin ich in einer Studie gewesen und seit 5 Jahren bekomme ich regelmäßig alle 8 Wochen eine Invusion. Ich leide seit meinem 14. lebensjahr an Morbus Bechterew, die Symtome waren so stark ausgeprägt dass ich keinerlei Lebensqualität mehr hatte. Ich war überglücklich als ich von Remicade erfahren hatte. Über meinem Ortopäden bin ich in die LMU München eingeladen worden, nach einer eingehenden Untersuchung bin ich dann ausgewählt worden bei dieser Studie teilzunehmen. Nach wenigen tagen hat sich mein zustand wesendlich gebessert. Heute habe ich keine M Bechterw beschwärden mehr. Was mir seit einigen Monaten aufgefallen, ist dass ich Gelenks und Senenschmerzen habe. Außdem leide ich seit 5 Jahren an Depressionen was aber auch von meinem Autounfall herrühren könnte den ich vor 7 Jahre hatte.
    Ich hoffe dass mein Kommentar jamandem helfen kann.

      • 2 Fläschchen zum Anrühren der Infusion kosten derzeit 1900 Euro (Listenpreis). Bevor Sie jetzt vom Stuhl fallen: Nein, Sie müssen das nicht selbst bezahlen. Es gibt mit dem Wirkstoff inzwischen auch Biosimilars – Nachbauten des Originalpräparats. Ohnehin muss und kann Sie zu Remicade und Co nur Ihr Arzt beraten. Nur Mut, fragen Sie ihn – und alles Gute!

  2. hallo. leide seit ca. 4 jahren am Morb.crohn und habe heute meine 7 infusion erhalten. außerdem leide ich seit meinem 18. lebensjahr an schuppenflechte. diese ist bisher nicht „verschwunden“ – im gegenteil. nehme z.Z. 15mg kortison/tg. und noch auf die flächen kortisonsalbe. morb. crohn ist zwar etwas besser geworden aber habe immer noch während den infusionen 1 – 2 schübe. diese halten dann 1-3 tage an! muss dazu sagen, dass ich raucher bin und leider nicht aufhören kann…(!).

  3. Remicade: Leide an Schuppenflechte UND Morbus Crohn und hatte heute meine 7 Infusion. Schuppenflechte wird „schlimmer“ und während den Infusionen bekomme ich regelmäßig einen Schub der dann 1-3 Tage anhält (MC). Z. Zt. täglich 15mg Kortison/tgl. sowie 600mg Mesalazien. Wird es irgendwann besser? lg Bea

  4. Habe seit 10 jahren Morbus Crohn, bekomme seit letztem Sommer Remicade dagegen, hilft gut beim Crohn, habe seither erträgliche Beschwerden, habe jetzt aber das Gefühl, das der Crohn sich seinen Weg über die Haut bahnt, habe massive Hautprobleme.
    Einen Tod muß man wohl leiden, entweder Crohn oder Haut.
    L.G.
    Marion

  5. Seit 7 Jahren Morbus Becherew, der nie erkannt wurde, da schon immer Beschwerden jeglicher Art, Nacken, Ruecken und Gesäß, wurde von Seiten des Arztes nie was drauf gegeben. Wenn ich das lese, hoffe ich, dass jetzt dieses Medi greift. Hatte MTX, Humira, Enbrel – nichts griff.

  6. Hallo! Ich habe seit 14 Jahren Morbus crohn und bin von August 2012 bis Mai 2013 opreriert worden ca. 10 Mal. Dabei ist mein Schließmuskel völlig zerstört worden – Analfistel-OP. Jetzt soll ich mich mit einem künstlichen Darmausgang abfinden, was ich nicht kann. Mir hat eine Arzthelferin gesagt, dass ich diese Remicade-Infusion mal mit meinem Doc besprechen soll, ob das für mich geeignet ist. Meine Frage: Hat jemand damit Erfahrung, auch eine Stuhlinkontinenz – und nützt dieses Mittel überhaupt was?

  7. Da meine Venen zu schlecht sind möchte man dieses Medikament über den Port infusieren.geht das ??? Und wer hat soche Erfahrungen gemacht.?

  8. Habe im Mai 2012 einen sehr heftigen Schub von CU bekommen wo ich schon glaubte das wäre das Ende. Die Colitis habe ich seit 1990, kein Mittelchen hat geholfen.
    Seit Mai bekomme ich alle 7 Wochen das Remicade injiziert und siehe da – keinerlei Beschwerden mit dem Darm, als wäre nie etwas gewesen. Völlig neue Lebensqualität, kann Infliximab nur empfehlen. In Österreich bezahlt das die Krankenkasse. LG

  9. Hallo zusammen

    Ich habe seit ca. 5 Jahren Morbus Crohn. Weil mir am Anfang Kortison und Imurek nicht helfen konnten, habe ich für 2 Jahre (alle 2 Monate) Remicade per Infusion erhalten. Bereits nach der ersten Infusion ging es mir schon viel besser. Remicade habe ich jetzt vor knapp 2 Jahren abgesetzt und nehme nur noch täglich Imurek (Immunsupressivum). Es geht mir immer noch sehr gut 🙂

    Übrigens, meine ganze Geschichte von meinem grössten Tiefpunkt im Leben bis heute (geht mir sehr gut) habe ich hier kund getan:

    http://morbus-crohn.ch/persoenliche-geschichte-von-andreas-m/

    Alles Gute und liebe Grüsse

    Andreas

  10. Hallo zäme
    Ich habe MC seid 14 Jahren ( bin jetzt 44 ) und habe schon mal Remicade gehabt. Das habe ich trotz ganz feinen Wehnen bekommen und es hat eine OP verhindert! Kurze Zeit später( 1 Jahr ca) habe ich sogar 3 Jahre ganz ohne Medis leben können. Ging mir super. Jetzt warte ich wieder auf die Zusage der KK! Ich bin sicher, das das eines der besten Medis gegen MC ist! Und : versucht trotzdem euer Leben zu geniessen, das ist wichtig. Ich sage immer: vom Bauchnabel her runter gehts mir schlecht, oberhalb geht es gut! Das hilft mir um es so anzunehmen wie es ist! Viel Glück euch und gute Besserung! Fabi

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*