Wirkstoff Pimecrolimus im Langzeittest entlastet

Leere Salbentube

Der Wirkstoff Pimecrolimus ist in Salben und Cremes enthalten, die bei Neurodermitis eingesetzt werden – zum Beispiel in Elidel. Manchmal wenden aber auch Menschen mit Psoriasis diese Medikamente an, vor allem in empfindlichen Bereichen wie im Gesicht.

Vor einigen Jahren hatten Behörden in den USA und in Europa zu Vorsicht gemahnt: Sie vermuteten ein erhöhtes Risiko, durch eine langfristige Anwendung des Wirkstoffs später an Lymphomen oder Hautkrebs zu erkranken. Zu den Warnhinweisen gehörte, dass das Medikament nur so lange angewendet werden soll, bis die Hauterscheinungen abgeklungen sind.

Um die potenzielle Gefahr genauer zu untersuchen, wurde im Jahr 2004 ein so genanntes Register eingerichtet. Dort werden die Daten von Patienten festgehalten – inklusive der Nebenwirkungen oder späterer Befunde. In diesem Fall handelte es sich um die Daten von 7457 Kindern.

Jetzt erschien in der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology“ eine Art Zwischenbilanz nach 10 Jahren. Das Ergebnis: Beobachtet wurden fünf Malignome (bösartige Tumore) und kein Fall von Hautkrebs. „Es ist unwahrscheinlich, dass Pimecrolimus das Malignom-Risiko erhöht“, schreibt David Margolis (USA), einer der Autoren der Studie. Für ihn ist der Wirkstoff Pimecrolimus in der äußerlichen Anwendung nicht bedenklich. Ein anderer Wissenschaftler hat die Arbeit seiner Kollegen begutachtet. Er hofft laut einem Begleitartikel, dass die Studie dabei hilft, die Behandlung der Neurodermitis zu verbessern und den Bedenken der Arzneimittelbehörde entgegenzutreten.

Bildquellen

  • Salbentube: Olivier DIRSON - Fotolia.com
Über Claudia Liebram 279 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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