Tacrolimus oder Kortison – was ist besser?

Eine Studie verglich, mit welcher Salbe Patienten zufriedener waren – mit einer Kortison- oder mit einer Tacrolimus-Salbe. Ergebnis: Zwei Wochen lang wurden die Salben zweimal am Tag auf die Stellen aufgetragen. Doppelt so viele sprachen sich für das Kortison-Produkt aus. Die Begründung der Patienten: Die Kortison-Salbe hatte schneller gewirkt und schützte die Haut besser. Auch Juckreiz, Rötung und Entzündung waren beim Kortison-Präparat besser zurückgegangen. Wie aussagekräftig die Studie ist, ist selbst für die untersuchenden Ärzte nicht eindeutig: Sie sagen selbst, dass die Studiendauer zu kurz war und zu wenige Patienten dabei waren. cl

Quelle: International Journal of Dermatology 43/2004

3 Kommentare

  1. Hallo wertes Forum,

    ich leide seit ein paar Jahren an im Winter auftretende hm, ich nenn es mal einfach Neurodermitis, insbesondere um die Augen (was mich neben dem Brennen und Jucken zudem immer aussehen lässt, als wäre ich um mind. 20 Jahre älter. Die Haut wird erst rot und geschwollen, dann ganz schrumpelig und schuppig).

    Kein Alllergietest hat was gebraucht, auch keine Homöopathie und mit Salben allein kam ich auch nicht weiter. Also hangelte ich mich immer wieder mit gering dosierten Kortisontabletten durch.

    Eine Freundin hat mir jetzt Protopic zum Probieren gegeben – und ohne weitere Medikamente bin ich nun beschwerdefrei! Aber nur bei regelmäßiger Anwendung, denn als ich dachte, es sei so gut, dass ich nicht mehr Cremen müsste oder es nur noch mit der wohl schwächer wirkenden Elidel versuchen kann, kamen die Beschwerden direkt wieder. Also wieder Protopic geschmiert – am nächsten Tag war es dann schon wieder deutlich besser und nun ist meine Haut um die Augen wieder ganz glatt.

    Ich weiß nicht viel über evtl. Nebenwirkungen (zumindest nichts über die im Internet zu findenen Meinungen hinaus), aber bin froh, etwas gefunden zu haben, was bei äußerlicher Anwendung hilft! Und ich denke, bei allen Medikamenten, Lebensmitteln etc. – immer ist irgendetwas angeblich ungesund und eine Studie gibt es fast immer, die besagt, dass es evtl. krebserregend ist etc. Ich bleib jetzt erst mal dabei und schau, wie sich der Krankheitsverlauf vielleicht dadurch sogar grundlegend verbessert.

  2. Nachklapp Erfahrungsbericht
    Ich wollte nur eine kurze „Wasserstandsmeldung“ abgeben: Seit einem Monat nehme ich nun Protopic und bin damit noch immer beschwerdefrei! Mittlerweile wende ich die Creme auch nur noch unregelmäßig an – so etwa alle 2-3 Tage einmal abends. Eigentlich verteile ich sie genau dann ganz dünn auf der Haut, sobald ich wieder die ersten Kribbel- und Juck-Symptome oder leichte Hautrötungen spüre. Am nächsten Tag ist das Thema dann schon wieder behoben. Ich bin wirklich happy. Nebenwirkungen habe ich keine, vielleicht allenfalls eine etwas emfindlichere Haut, wenn ich mit dem Handtuch beim Abtrockenen reibe.

  3. Tipp: Neurodermitisursache
    Ich habe noch einen Nachtrag zu den oben von mir verfassten Erfahrungsberichten: Ich habe nun endlich herausgefunden, was ich habe und kann so die Reizungen ganz vermeiden:
    Histamin-Intoleranz!!

    Warum kam kein Arzt auf diese Idee, wo all meine mitgeteilten Beobachtungen wie in einer Checkliste die klassischen Symptome waren?!

    Also an dieser Stelle auch noch mal ein Tipp an alle Neurodermitis-Betroffenen: Recherchiert mal nach Histamin-Intoleranz und ich bin sicher, dass einige sich hier wiederfinden werden.

    V

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