Allergie-Medikament macht Fumaderm nicht verträglicher

Das Medikament Fumaderm® hilft unbestritten vielen Menschen mit Psoriasis. Doch die Nebenwirkungen des Haupt-Wirkstoffs Dimethylfumarat sind gefürchtet: Da wird die Haut plötzlich heiß und rot – oder der Darm meldet sich vehement zu Wort. Milch oder Joghurt, zum richtigen Zeitpunkt „eingenommen“, sind einige der Strategien, die Patienten entwickelt haben, um das Medikament für sich erträglicher zu machen. Weitere Tipps sind sicherlich bei jedem, der sich mit den Nebenwirkungen herumplagt, willkommen. Klar ist nun: Cetirizin hilft da nicht. Der Wirkstoff wird für gewöhnlich gegen Allergien eingesetzt.

Niederländische Forscher um Deepak Balak teilten für eine Studie 50 Anwender von Dimethylfumarat in zwei Gruppen ein. Die eine nahm zuätzlich zum Medikament 10 Milligramm Cetirizin ein. Die andere bekam ein Placebo. Nach drei Monaten stand fest: Die Zahl der Nebenwirkungen unterschied sich bei beiden Gruppen nicht deutlich.

Die holändischen Wissenschaftler gehen davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Anwender von Dimethylfumarat die Behandlung wegen der Nebenwirkungen abbrechen. Die Ergebnisse der Studie erschienen im „British Journal of Dermatology„.

„Geheimtipps“, wie die Nebenwirkungen gelindert werden können, finden Sie immer wieder in unserem Forum.

Über Claudia Liebram 279 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

1 Kommentar

  1. Mit einem Abkömmling des Cetrizins, dem Xusal, habe ich in Kombination mit der Fumadermeinnahme schon einige Jahre Erfahrung. Auf Grund einer vorliegenden Histaminintoleranz nahm ich das Xusal vor einigen Jahren zeitweise parallel zum Fumaderm ein. Nach dem Absetzen bemerkte ich, dass die sog. Flushs ohne Xusal wesentlich stärker ausgeprägt waren. Eine geringe Wirkung, d.h. Verbesserung der Magen-Darm-Probleme konnte ich feststellen.

    Seit einiger Zeit nehme ich in Absprache mit der Hautärztin das Xusal wieder nach Bedarf ein. Wenn die Flushs an einigen Tagen verstärkt auftreten, wird das Antihistaminikum wieder für max. eine Woche eingenommen und die Flushs bleiben entweder gänzlich aus oder ihre Ausprägung ist wesentlich milder.

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