Körpereigener Wirkstoff besiegt die Schuppenflechte

Das Kratzen hat ein Ende, eine Bochumer Langzeitstudie beweist den Erfolg: Schuppenflechte (Psoriasis), eine der häufigsten Hautkrankheiten, lässt sich mit einer körpereigenen Substanz wirksam behandeln.

Fumarsäureester, der erst vor rund 30 Jahren entdeckt wurde, beeinflusst laut neueren Studien das Immunsystem.

Im Bochumer St. Josef-Hospital verabreichte man bisher rund 800 Patienten den Wirkstoff in Tablettenform: Fumaderm, das bislang einzige zugelassene Fumarsäuremedikament, kann die Leiden lindern, in den meisten Fällen verschwand die Schuppenflechte sogar komplett, so die Mediziner der Ruhr-Universität Bochum.

An der Erbkrankheit, die sich in einer schuppigen, stark juckenden Haut äußert, leiden etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung, in Deutschland sind rund drei Millionen Menschen betroffen. Jeder fünfte hat sie sogar in schwerer Form. Von dem Wirkstoff versprechen sich die Mediziner ebenfalls Wirkung gegen andere Immunkrankheiten, wie Rheuma, Arthritis oder Neurodermitis. Seit knapp zwei Jahren läuft in Bochum auch eine Langzeitstudie, die die Wirkung von Fumarsäureester auf die Multiple Sklerose untersucht.

Quellen: idw, Bild der Wissenschaft, November 1999

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