Wissenschaftliche Untersuchung

Eine Untersuchung an 83 Patienten

Peter Altmeyer,Roland Hartwig, Ulrich Matthes

Dermatologische Klinik (Direktor: Prof. Dr. P. Altmeyer) der Ruhr-Universität, Bochum

Zusammenfassung

Seit mehr als 30 Jahren wird der therapeutische Effekt sowie das Nebenwirkungsspektrum der Fumarsäurederivate in der Behandlung der Psoriasis vulgaris kontrovers beurteilt. Aufbauend auf den Erfahrungen einer 16wöchigen, multizentrischen Doppel-Blind-Studie [1] wurden im Rahmen einer monozentrischen, offenen, klinischen Langzeitstudie (12 Monate) insgesamt 83 Patienten mit schwerer Psoriasis vulgaris hinsichtlich des Wirkungs- und Sicherheitsprofils der Fumarsäureesterpräparate Fumaderm initial und Fumaderm untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die antipsoriatische Wirkung der Fumarsäurederivate bei einer durchschnittlichen PASI-Reduktion von 76% eindeutig ist. Das häufige Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei 62% der Patienten im Gesamtverlauf der Studie war hauptsächlich auf eine Flushsymptomatik und auf gastrointestinale Beschwerden zurückzuführen. Die UAW waren dosisabhängig und ihre Frequenz im Laufe der Studie abnehmend. Schwerwiegende UAW traten nicht auf. Demnach halten wir bei strenger Indikationsstellung unter Abwägung der Nutzen-Nebenwirkungs-Relation den Einsatz von Fumarsäurederivaten bei schwerer Psoriasis vulgaris, die auf eine klassische externe Therapie nicht oder mehr ausreichend anspricht oder weitere Schubaktivität zeigt, auch über einen längeren Behandlungszeitraum für angezeigt.

Quelle: Der Hautarzt, Abstract Volume 47 Issue 3 (1996)

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