Rundschau: Was andere über Fumaderm und Co schreiben

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In diesem Beitrag lesen Sie, was in Funk, Fernsehen und Internet rund um Fumaderm und Fumarsäure-Medikamente geschrieben wurde. Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert.

Fumaderm ist „wenig geeignet gegen Schuppenflechte“
(test, 03/2015)
Stiftung Warentest hat seine Arzneimittelexperten offenbar noch einmal zu Fumaderm befragt. In einer Meldung beziehen sie sich darauf, dass das Medikament „vor einiger Zeit lebens­bedrohliche Infektionen bei einzelnen Patienten“ verursacht hat. Wenige aussagekräftige Studien zum Nutzen, Nebenwirkungen bei vielen Anwendern, viele Blut- und Urin-Kontrollen lassen die Experten zum Schluss „wenig empfehlenswert“ kommen. Erste Wahl bei den innerlichen Medikamenten wäre MTX, schreiben sie.

Neue schwere Nebenwirkung von Fumaderm gemeldet
„Die Therapie mit Fumarsäureester … kann bei einer Langzeitanwendung eine schwere Immunschwäche auslösen, wie ein Fall zeigt.“
in: Deutsches Ärzteblatt, 10.06.2013

Wie Fumaderm entstand und was noch daraus werden könnte
„1982 stolpert ein Schweizer Apotheker über ein Mittel, das gegen Schuppenflechten hilft. Bald könnte es auch für multiple Sklerose zugelassen werden. Vom Gefühl, ein Medikament zu entdecken.“
in: Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2013
(Der Schweizerische „Blick“ berichtete ein paar Tage später auch über dieses Thema. )

Fumaderm-Risiken lassen sich nicht mehr unter den Tisch kehren
„Für Fumaderm®, das am häufigsten eingenommene Arzneimittel gegen Schuppenflechte (Psoriasis), ist weder der Nutzen gut untersucht, noch sind seine unerwünschten und sehr bedenklichen Effekte angemessen dokumentiert“, schreiben die Macher des kritischen Patienten-Magazins „Gute Pillen – schlechte Pillen“.
in: „Gute Pillen, schlechte Pillen“, 08.07.2013

Körpereigener Stoff gegen Schuppenflechte
(Berliner Morgenpost, 10. Juni 2000)

Mediziner der Ruhr-Universität Bochum fanden bei einer Langzeitstudie an 800 Patienten heraus, dass Fumarsäure, ein körpereigenes Stoffwechselprodukt, die Krankheit nicht nur lindern, sondern auch heilen kann. Scheinbar hat Fumarsäure einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. „Fumaderm“ (Tabletten) ist das einzige bisher zugelassene Fumarsäuremedikament.

Für und Wider von Fumarsäure
Im November 1999 wurde über Fumaderm® berichtet – über Erfolge, aber auch Bedenken:

„Wir haben mehrere tausend Psoriasis-Patienten damit behandelt. Die Schuppenflechte verschwand in den meisten Fällen“, berichtet der Direktor der (Bochumer Uni-Haut-)Klinik, Professor Peter Altmeyer.

Dermatologen bremsen allerdings zu hohe Erwartungen an das Präparat: „Fumarsäure wird bereits seit einigen Jahren eingesetzt – ohne große Vorteile gegenüber den Vitaminpräparaten, die normalerweise die Therapie bestimmen“, erklärt Burkhard Bratzke, Vorsitzender der Vereinigung der Berliner Hautärzte. Auch sei der Wirkstoff sehr teuer.

in: Berliner Morgenpost, 20.11.2009

Beachten Sie auch unsere Rundschau zum Medikament Tecfidera®.

Bildquellen

  • Zeitungen: Stefan Balk

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