
Nur jeder Zweite, der eine innerliche Behandlung der Schuppenflechte bräuchte, bekommt sie auch. Das erklärte Professor Thomas Luger vom Universitätsklinikum Münster anlässlich der erweiterten Zulassung von Fumaderm . Das Medikament kann nun auch bei einer mittelschweren Psoriasis vulgaris eingesetzt werden - und nicht mehr nur bei einer schweren Psoriasis.
Neben den klassischen Parametern einer mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris - einem PASI oder BSA (Body Surface Area) über 10 - gilt auch die individuelle Beeinträchtigung der Lebensqualität (ein DLQI über 10) als Entscheidungskriterium für eine innerliche Therapie. Auch, wenn die Stellen an sichtbaren oder sehr beeinträchtigenden Körperstellen sitzen - beispielsweise an Gesicht, Kopf, Händen und Fingernägeln oder im Genital-Bereich - sei dies mehr und mehr ausschlaggebend für die Einschätzung des Schweregrades, führte Professor Wolfram Sterry vom Universitätsklinikum Charité Berlin aus.
Professor Kristian Reich vom Dermatologikum Hamburg betont die Konsequenz der Zulassungserweiterung für die mittelschwere Psoriasis vulgaris in der Arztpraxis: "Die Zulassung von Fumaderm für die mittelschwere Psoriasis vulgaris bietet die Chance, die Versorgung von chronisch kranken Psoriasis-Patienten mit hohem Leidensdruck, die bisher eher äußerlich behandelt wurden, deutlich zu verbessern."
Die Sicherheit und Wirksamkeit des Fumarsäureesters auch in der Langzeittherapie werde zudem durch die aktuelle Datenerhebung (FUTURE) zur Systemtherapie der Psoriasis mit Fumaderm an 984 Psoriasis-Patienten unterstrichen (das Psoriasis-Netz berichtete). cl
Quelle: Presse-Lunch "Zulassungserweiterung von Fumaderm ® für die mittelschwere Psoriasis: therapeutische Konsequenz", 7. Oktober 2008, Berlin








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