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Neue Creme wird in Kiel und Dresden getestet

In Kiel und Dresden wird eine neue Creme mit dem Wirkstoff BF-37 getestet. Neben dem Wirksamkeitsnachweis werden auch Verträglichkeit und Sicherheit der Substanz überprüft.

Die Creme wird an zwölf Patienten an den Prüfzentren Kiel und Dresden untersucht. Jeder Patient wird 14 Tage lang an fünf erkrankten Stellen behandelt. Auf zwei Stellen kommt ein Placebo (Scheinmedikament) oder BF-37 mit einer Okklusion - ein "Abdichten" mit Folie oder Salbe, meist mit Folie.An zwei weiteren Stellen geschieht das gleiche, jedoch ohne Okklusion. Auf eine fünfte Stelle kommt zum Vergleich eine Salbe oder Creme mit Kortison.

Die Wirksamkeit wird anhand des PASI bestimmt. Die Studie wird randomisiert, doppelblind und durch den Vergleich zu Placebo und einem Vergleichsmedikament kontrolliert durchgeführt.

Die klinische Leitung liegt bei den Wissenschaftlern um Professor Ulrich Mrowietz von der Uniklinik Kiel.

Zur Studie haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die Ethikkommissionen die Genehmigung gegeben.

Die Firma Biofrontera erwartet die Ergebnisse vor Ende 2008.

Und jetzt die Fakten

BF-37 hemmt das Wachstum des häufigsten Zelltyps der Oberhaut, der schuppenbildenden Keratinoztyten, und der T-Zellen, die bei der Immunantwort wichtig sind. Der Hersteller nimmt an, dass BF-37 unmittelbar in die zellulären Grundlagen des Immunsystems der Haut eingreifen und das bei Schuppenflechte übermäßige Wachstum der Keratinozyten stoppen kann.

Bisher wurde mit BF-37 eine kleine Phase II-Studie mit kürzerer Behandlungsdauer durchgeführt, die eine gute Wirkung der Substanz vermuten lässt. BF-37 wird derzeit parallel in einer klinischen Phase II-Studie bezüglich seiner Wirksamkeit bei der Behandlung von Neurodermitis erprobt.

"Trotz vieler Medikamente ist der medizinische Bedarf der Patienten mit Schuppenflechte immer noch weitgehend ungedeckt", sagt Dr. Reinhold Gahlmann, Geschäftsführer und Leiter der Entwicklungsabteilung der Biofrontera Bioscience GmbH.

Mit dieser vergleichsweise kleinen Studie möchte Biofrontera die vorherige Studie bestätigen, bei der BF-37 trotz einer sehr kurzen Behandlungszeit die Symptome der Schuppenflechte verbessern konnte. cl

Quelle: Angaben des Herstellers

Kommentare (1)

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Sehr geehrte Damen und Herren,
vor 11 Jahren, im Alter von 55 Jahren, bekam ich Schuppenflechte an Händen und Füßen. (Mit 44 Jahren fing ich an, als Kosmetikerin zu arbeiten.) Ambulante PUVA-Behandlungen und Bestrahlungen halfen nicht. Meine Füße schwollen massiv an. Vier Wochen Krankenhausaufenthalt halfen ebenfalls nicht. Ein Hautarzt verschrieb Neotigason. Dieses Medikament nahm ich fünf Jahre. Die Beschwerden gingen zurück, besonders an den Händen war ich wieder beschwerdefrei. Ich zog nach Spanien um und bade viel im Mittelmeer. Ausbrüche hielten sich in Grenzen. Ab und zu nahm ich Psorcutan-Creme, die immer gut half. Im Dezember wurde unter Vollnarkose eine Ausschabung der Gebärmutter wegen Polypen vorgenommen. Seit dieser Zeit ist die Krankheit wieder ausgebrochen. Bei Psorcutan habe ich nun die Vermutung, dass keine Verbesserung eintritt, sondern eher eine erhöhte Pustelbildung sich zeigt. Mittlerweile wandert die Schuppenflechte vom inneren Längsgewölbe hoch bis zu den Innenknöcheln. Meine Handinnenflächen sind auch betroffen, aber nicht so stark wie die Fußsohlen. Ich bin jetzt 66 Jahre alt. Könnte das neue Medikament helfen?
Freundliche Grüße
Hildegard Sargon
Hildegard S. , 22.02.2008

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. Februar 2008 um 06:26 Uhr