Neuer Schaum Enstilar jetzt in Apotheken

Enstilar

Seit dem 1. Juli 2016 ist Enstilar in Apotheken zu finden. Enstilar ist ein Schaum zur Behandlung der Schuppenflechte. Er enthält die Wirkstoffe Calcipotriol und Betamethason – ist quasi das aufgeschäumte Daivobet oder Xamiol.

Das Medikament ist rezeptpflichtig und für Patienten ab 18 Jahren zugelassen. Hautärzte können es also erwachsenen Menschen mit Psoriasis ab sofort verschreiben.

EnstilarGrundlage für die Zulassung waren Studien namens PSO-FAST und MUSE. Bei ersterer wurde Enstilar vier Wochen lang von Betroffenen angewendet, um Wirksamkeit und Sicherheit zu überprüfen. Bei MUSE ging es um die Sicherheit.

In der PSO-FAST-Studie bescheinigten die Studien-Ärzte dem Schaum nach vier Wochen, dass er die Schuppenflechte-Stellen bei mehr als der Hälfte der Betroffenen „vollständig“ oder „nahezu vollständig“ abgeheilt hat. Die Schuppenflechte wurde ebenfalls bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer, ganz grob gesprochen, um 75 Prozent besser – ein PASI 75 wurde erreicht.

Enstilar hat in den USA die Zulassung bereits seit Oktober 2015. Über die anstehende Zulassung in Europa und Deutschland hatten wir bereits berichtet.

Anwendung von Enstilar

Das Medikament wird einmal am Tag mit einem Dreisatz angewendet: – schütteln, sprühen, verreiben 😉

Nach dem Schütteln soll Enstilar aus einem Abstand von 3 cm auf die Haut gesprüht werden. Die Dose muss dabei nicht kerzengerade nach oben gehalten werden – alles außer waagerecht sollte funktionieren.

Nach der Anwendung des Schaums sollten die Hände gewaschen werden. Das gilt natürlich nicht, wenn die Hände das Ziel des Medikamentes sind. Nach dem Auftragen von Enstilar sollte man auch nicht gleich duschen oder baden – klingt irgendwie logisch.

Wer Enstilar nicht anwenden sollte

Der Schaum sollte nicht zum Einsatz kommen, wenn jemand

  • eine erythrodermische oder pustulöse Psoriasis hat
  • eine Störung des Kalziumstoffwechsels hat
  • virusbedingte, mykotische oder bakterielle Haut-Stellen hat – beispielsweise einen Herpes
  • andere Hauterkrankungen wie Ichthyose, Akne vulgaris, Rosacea, Ulzera und Wunden hat

Im Prinzip gilt dann immer: Das soll ein Arzt entscheiden. Das ist auch in der Schwangerschaft oder der Stillzeit der Fall. In der Schwangerschaft sollte Enstilar nur zum Einsatz kommen, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko rechtfertigt. Stillende Frauen sollten Vorsicht walten lassen. Auf jeden Fall soll Enstilar während der Stillzeit nicht auf die Brust aufgetragen werdem.

In unserem Forum können gern Erfahrungen mit Enstilar ausgetauscht werden.

Bildquellen

  • Enstilar: Hersteller
  • Enstilar: Hersteller
Über Claudia Liebram 279 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

2 Kommentare

  1. Hallo.Ich habe Psoriasis Pustulosa,und der Arzt in der Uniklinik Hautklinik hat mir Enstilar verschrieben.Nun lese ich „hier“ das Enstilar,darf nicht bei Psoriasis Pustulosa angewendet werden darf!! Was ist nun richtig??

  2. Hallo, ich verwende Enstilar seit kurzem und die Schuppenflechte verschwindet tatsächlich. Mir hat auch Daivonex geholfen, aber nicht so gut, wie der Schaum. Ich vermute, es liegt daran, dass der Schaum aufgrund der Zusammensetzung (sehr fettig) viel länger auf der Haut bleibt, auch über Nacht, trotz Kontakt mit der Bettwäsche. Bei Daivonex hatte ich beim Cremen das Gefühl, dass die Creme recht rasch wieder (durch Kleidung etc.) von der Haut weg ist. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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