Hautärzte befürchten Einschränkungen bei Salben-Verschreibungen

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Hautärzte befürchten Einschränkungen bei Salben-Verschreibungen![]() Die beiden Vereinigungen von Hautärzten schlagen Alarm: Sie befürchten, dass künftig weniger Salben verschrieben werden dürfen. Gesetzliche Krankenkassen und Apotheken nämlich sollen künftig Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff günstiger beziehen können, wenn sie vorher eine Ausschreibung "veranstalten". Die Hautärzte haben Bedenken, wenn Salben ebenfalls unter diese Regelung fallen. Die Folgen dieses Gesetzes wäre - so die Ärzte -, dass künftig nur noch wenige Salben mit dem gleichen Haupt-Wirkstoff von den Krankenkassen bezahlt würden. Die Hautärzte wenden ein: Spezialarzneimittel wie die Salben halten zwar oft den gleichen Haupt-Wirkstoff oder sind in der gleichen Darreichungsform zu haben, doch es kommt auf die unterschiedlichen Wirkstoffgrundlagen, Hilsstoff-Zusammensetzungen und ihre Galenik an, wie eine Salbe wirkt. Anders als Tabletten bestehen Salben aus einem "Vehikel" - einer Salbengrundlage und dem eigentlichen Wirkstoff. Für den Erfolg einer Salbe ist das ZUsammenspiel dieser beiden Dinge entscheidend. Deshalb wählt der Hautarzt je nach Art der Erkrankung und des individuellen Zustands der Haut des Patienten das Medikament in der optimalen Darreichungsform aus. "Eine Begrenzung der Bandbreite an Topika könnten wir wegen der für unsere Patienten erforderlichen differenzierten Therapiekonzepte keinesfalls akzeptieren", so die Ärzte. Würden nun nur noch wenige Salben von den Krankenkassen bezahlt, steigt das Risiko von Hautirritationen, Entzündungen und Allergien, weil die Haut des Patienten auf eine andere Salben-Grundlage vielleicht negativ reagiert. "Kontaktallergien entstehen sehrhäufig durch Inhaltsstoffe von Salben", erklären die Ärzte. Auslöser derartiger Unverträglichkeiten sind beispielsweise
"Diese Substanzen sind für die Stabilität der Grundlage, Gleitfähigkeit, Freisetzungseigenschaften des Primärwirkstoffs sowie andererseits für die Konservierung verantwortlich. Sie müssen jedoch gemieden werden, wenn Allergien vorliegen oder ihre Entstehung droht", warnen die Dermatologen. cl Quelle: gemeinsame Erklärung der Deutschen Dermatologische Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD)
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Juni 2007 um 07:54 Uhr |