Register für Psoriasis-Patienten nimmt seine Arbeit auf

Psoriasis-Register PsoBest gestartet

3.500 deutsche Patienten mit einer Psoriasis vulgaris werden künftig fünf Jahre lang argwöhnisch beäugt: Sie werden im Psoriasisregister PsoBest erfasst und beobachtet, um die Wirksamkeit und die Verträglichkeit in der Langzeitanwendung von Biologics und innerlichen Medikamenten zu erfassen. Dabei geht es also nicht um die Daten der Patienten selbst, sondern um ihr Befinden oder die Nebenwirkungen der Medikamente. So soll auch ermittelt werden, welche Dosis gut ist, wie lange ein Medikament angewendet werden kann, wie sicher es ist und wie die Kombination mit anderen Mitteln wirkt. Hautärzte in Kliniken und Praxen werden Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte ansprechen und ihre Ergebnisse regelmäßig melden.

Für Biologics und innerliche Medikamente gibt es klinische Studien zur Wirksamkeit. Bislang fehlten aber Daten über die Langzeitwirksamkeit und -verträglichkeit im Alltag.

PsoBest ist in enger methodischer Abstimmung mit anderen europäischen Registern entwickelt worden. Ziel ist die Verbesserung und Vereinheitlichung der Psoriasistherapie nach den Standards der S3-Leitlinie – einer Richtschnur, an der sich Hautärzte bei der Behandlung der Schuppenflechte orientieren können. Das Projekt wird von der Uniklinik Hamburg-Eppendorf und dort speziell vom Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm) auf Initiative der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen durchgeführt. Die Leitung liegt bei Professor Matthias Augustin.

Ärzte können sich per E-Mail an mailto:m.augustin@uke.uni-hamburg.de wenden.

Das PsoBest-Register wird von der Firma Merck Serono unterstützt. cl

Quelle: idw, 03.09.2007

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