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TNF-Alpha-Blocker können bei jungen Menschen mehr Blutkrebs erzeugen
Jugendliche und junge Erwachsene, die einen so genannten TNF-Alpha-Blocker bekommen, sollten sehr genau auf ihre Blutkontrollen achten: Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt, dass bei jungen Menschen mit dieser Therapie mehr Fälle mit einer Blutkrebs-Art beobachtet werden, die sonst sehr selten ist. Unter den Medikamenten sind Remicade ®, Simponi ®, Enbrel ® und Humira ®. In Deutschland ist nur Enbrel ® zur Behandlung von Kindern ab 8 Jahren zugelassen.

Die meisten Fälle wurden beim Einsatz der Medikamente gegen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gesehen.  Nur ein Fall wurde wegen einer Psoriasis behandelt, zwei wegen Rheumatoider Arthritis. Laut FDA traten die meisten Fälle auf, wenn die TNF-Alpha-Blocker mit anderen Immunsupressiva kombiniert wurden.

Die FDA weist darauf hin, dass TNF-Alpha-Blocker ein bösartiges LymphomLymphom auslösen könnten (hepatosplenales T-Zell-Lymphom). In wenigen der berichteten Fälle wurden die Patienten überhaupt nicht mit einem TNF-Alpha-Blocker behandelt, sondern mit anderen Wirkstoffen (Azathioprin und Mercaptopurin). Das Problem: Patienten mit Rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Spondylitis ankylosans oder Psoriasis könnten ohnehin öfter am Non-Hodgkin-LymphomNon-Hodgkin-Lymphom erkranken als andere. Deshalb bleibt es unklar, ob es es wirklich die Medikamente waren, die mehr Blut-Krebs hervorgerufen haben - oder die verstärkte Anfälligkeit der Patienten für Lymphome.

Insgesamt listet die FDA in einer Tabelle 43 Fälle auf, die in den USA bis Ende 2010 beobachtet wurden, was angesichts von Hunderttausenden Patienten für eine seltene Nebenwirkung spricht.

Die FDA empfiehlt Patienten:

• Seien Sie sich des Risikos bewusst, wenn Sie einen TNF-Alpha-Blocker oder Medikamente mit Azathioprin oder Mercaptopurin einnehmen. Symptome können

  • Splenomegalie (Vergrößerung der Milz)
  • Hepatomegalie (Vergrößerung der Leber)
  • Bauchschmerzen
  • anhaltendes Fieber
  • Nachtschweiß oder 
  • Gewichtsverlust

sein.

• Lesen Sie die Beipackzettel.

• Setzen Sie ihr Medikament nicht ab, bevor Sie mit dem Arzt gesprochen haben, der es Ihnen verschrieben hat.

• Melden Sie Nebenwirkungen. In Deutschland kann das jeder Arzt auf verschiedenen Wegen machen. cl

 

Quellen:

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. September 2011 um 19:04 Uhr