Studienergebnisse zum Wirkstoff Ustekinumab

Nicht Usbekistan, sondern Ustekinumab heißt ein gar nicht mehr so neuer Wirkstoff, der in einem neuen Biologic gegen die Schuppenflechte zum Einsatz kommen soll. Er richtet sich im menschlichen Körper gegen die Zytokine mit dem noch malerischeren Namen Interleukin-12 bzw. -23. Ustekinumab wird gern auch mit CNTO-1275 abgekürzt.

An einer Studie in Phase III – also gar nicht mehr weit vor der Zulassung – hatten 1.230 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis teilgenommen.

Die Studienteilnehmer bekamen am Anfang und vier Wochen später eine Spritze unter die Haut. Danach wurde Ustekinumab nur noch alls zwölf Wochen gespritzt. Die einen nahmen eine Dosis von 45 Milligramm, die anderen von 90 Milligramm.

Bei der niedrigeren Dosis besserte sich die Psoriasis bei 67 Prozent der Betroffenen um 75 Prozent und mehr, gemessen nach zwölf Wochen.

Bei der höheren Dosis besserte sich die Psoriasis bei 76 Prozent der Betroffenen um 90 Prozent und mehr, ebenfalls gemessen nach zwölf Wochen.

Ein noch junges Feld sind Vergleiche der Lebensqualität (Dermatology Life Quality Index = DLQI) von Psoriasis-Kranken vor, während und nach einer Behandlung. Nach zwölf Wochen Behandlung mit Ustekinumab gab mehr als ein Drittel der Patienten keine Beeinträchtigung ihres Lebens durch die Psoriasis oder die Therapie mehr an.

Die Firma Johnson & Johnson rechnet mit einem Zulassungsantrag bis zum Jahresende in den USA und der EU. Im zweiten Halbjahr 2008 könnte es dann – optimistisch gerechnet – zu einer Zulassung kommen. In den USA wird das Medikament mit dem Wirkstoff Ustekinumab von der Firma Centocoor vermarktet. Im Rest der Welt wird Janssen-Cilag das Produkt vermarkten.

Ustekinumab ist ein vollständig menschlicher monoklonaler Antikörper.

cl

Quellen:

  • Ärzte Zeitung, 05.10.2007
  • Finanztreff, 04.10.2007
  • Unternehmensangaben, 03.10.2007

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