Kombination aus Calcitriol, UV und Kortison hilft bei Plaque-Psoriasis

Plaque-Psoriasis erfordert eine Kombinationsbehandung

Gute Erfahrungen mit der Vitamin-D3-Zubereitung Calcitriol, mit Kortikosteroiden und einer Bestrahlung mit UVB-Licht

Calcitriol wirkt in der Kombinationstherapie rasch und ist gut verträglich. Die Leinwand zeigt einen Arm, offenbar in Gips. Doch der Schein trügt.

Professor Ulrich Amon vom Akutkrankenhaus für Dermatologie und Allergologie und Rehaklinik in Hersbruck bei Nürnberg klärt die Besucher des Galderma-Workshops auf: Der Arm ist nicht eingegipst, sondern von Psoriasis befallen – und zwar heftig. Nur die Fingerspitzen ragen noch zartrosa aus der weißen Hülle heraus.

Solche Extreme verdeutlichen den Leidensdruck der Kranken, deren Hautdefekte zur gesellschaftlichen Ausgrenzung führen können. Schon deshalb sollte eine Therapie rasch Erfolg haben, Entzündungsaktivität, Zellproliferation und Differenzierung der Keratinozyten positiv beeinflussen, die Lebensqualität der Patienten verbessern und keine Langzeit-Nebenwirkungen aufweisen.

Calcitriol (Silkis®), eine natürliche Vitamin-D3-Zubereitung, ist eine neue Behandlungsoption. Es ist indiziert bei Patienten mit leichter bis mäßig starker Plaque-Psoriasis. Der Facharzt hat etwa 150 seiner Patienten damit behandelt und spricht von sehr guter klinischer Wirksamkeit. Die überzogene Zellteilung werde gestoppt, die Differenzierung der Keratinozyten verbessert und die Entzündung bekämpft. Außerdem läßt sich das Präparat gut mit einer UVB-Bestrahlung (311 nm) kombinieren.

Die Effekte addieren sich. Die Kombination führt nach Amon beschleunigt zum Erfolg: in etwa 18 bis 22 Tagen mit Kortikosteroiden, anschließend Calcitriol zweimal täglich. Dazu von Beginn an UVB-Therapie.

Die Verträglichkeit von Calcitriol ist gut. Therapieabbrecher gab es in der Kombination mit UV-Licht bei ihm nicht. Das Präparat wirke nicht photosensibilisierend. Ein signifikanter Einfluß auf den Kalziumspiegel im Serum fehle in der angebotenen Form von drei Mikrogramm Calcitriol in einem Gramm Salbe.

Quelle: Ärzte Zeitung, 20.06.2001

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