Allpresan Körper-Schaum-Creme Intensiv plus im Test

Allpresan mit DefensilWas ist (war) Allpresan Körper-Schaum-Creme Intensivpflege Plus?

Die wichtigsten Inhaltsstoffe waren 15 Prozent Urea (Harnstoff), Nachtkerzenöl und Defensil.

Harnstoff hilft der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Er stärkt zudem die Barrierefunktion der Haut.

Nachtkerzenöl enthält viel Linolsäure und Gamma-Linolensäure. Es hilft bei der Regeneration der Haut und kann Entzündungen „herunterregeln“.

Defensil soll die Haut beruhigen, die Hautbarierre stärken und gegen die Entzündung wirken.

Die Schaum-Creme enthielt keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie keine PEG-Emulgatoren.

Sie sollte morgens und abends auf die Hautstellen aufgetragen werden.

Der Test

Nachdem einige Monate zuvor schon vom gleichen Hersteller der Schaum mit 10% Urea (Harnstoff) getestet werden konnte, hatten wir noch das Produkt mit 15 % Urea zur Verfügung. Inzwischen hat sich aber die Firma entschieden, die 15 %-Urea-Variante auslaufen zu lassen. Es ist geplant, ein überarbeitetes Nachfolge-Produkt im Frühjahr 2013 auf den Markt zu bringen. Trotzdem veröffentlichen wir die Testergebnisse, denn sie bestätigen überwiegend die positiven Erfahrungen, die schon mit dem 10 %-igen Urea-Schaum gemacht wurden.

Insgesamt haben 14 Tester die Fragen beantwortet. Für die Mehrzahl (6) war der Geruch des Schaums kein Problem, drei fanden ihn angenehm, vier fühlten sich dadurch nicht gestört. Nur eine Testperson störte sich etwas am Geruch. Alle fanden, dass der Schaum sehr schnell (11) bzw. schnell (3) einzieht. Die Mehrheit (8) hielt ihn für sehr ergiebig bzw. gut ergiebig (6) sei. Der Schaum wurde überwiegend (9) sehr gut bzw. gut (5) vertragen.

Die meisten (10) waren überzeugt, dass das Produkt genau so wirkt, wie der Hersteller es verspreche. Vier Personen meinten dagegen, dass es „in etwa“ so wirke, wie versprochen.

79 % der Tester (11) würden den Schaum weiterempfehlen, drei Tester nur bedingt.

Kommentare

Wer seine Haut bisher immer nur mit Cremes und Lotionen gepflegt hatte, musste sich erst einmal auf den Schaum umstellen. Einige erinnerte das an Rasier- oder „Haar-Schaum.

Viel Lob gab, weil sich der Schaum sehr leicht auftragen lasse und „gigantisch“ schnell einziehe. Man könne sich, so ein Tester, direkt nach dem „Einschäumen“ anziehen, ohne dass noch etwas klebe oder Creme-Reste in die Textilien einziehen würden. Das sei derart zeitsparend, dass er dadurch morgens eine Viertelstunde länger schlafen könne.

Sehr deutlich war der Pflege-Effekt: Die Tester beschrieben ihre Haut danach als „weich und geschmeidig“, „deutlich glatt“, „glänzend“ oder „angenehm“. Einige meinten, ihre Rötungen seien „abgeklungen“ bzw. „gemildert“. Das bestätigte eine Testerin selbst für ihr Gesicht.

Ein Tester sah für sich einen großen Vorteil des Schaums gegenüber Lotionen oder Cremes. Von denen würde er immer schnell ins Schwitzen kommen, während das beim Schaum nicht passiere. Er vermutete, dass der Schaum die Poren nicht so verstopft.

Mehrere Tester berichteten von vorübergehendem Juckreiz oder sogar Brennen an den Psoriasis-Stellen, nachdem sie den Schaum aufgetragen hätten. Eine Erklärung könnte sein, dass Harnstoff brennt, wenn er in offene Wunden kommt. Der Schaum enthält 15 % davon.

Obgleich es sich um ein reines Haut-Pflegeprodukt handelt, in dem keine Wirkstoffe gegen Psoriasis enthalten sind, haben doch einige gehofft, der Schaum würde die Stellen verbessern. Manche berichteten, dass die Schuppung der Psoriasis-Stellen zurückginge, während andere weiterhin schuppige Psoriasis-Stellen hatten. Urea hält die Haut feucht. Das kann bei einer leichten Schuppenflechte oder einem leichten Juckreiz ausreichen, um sie zu verbessern. Aber in den meisten Fällen muss, trotz guter Hautpflege, die Psoriasis weiterhin extra behandelt werden.

Unzufrieden äußerten sich einige, weil der Pflege-Effekt bei ihnen nicht so lange angehalten habe. Wenn man die Beiträge genauer liest, stellt man fest, dass hier Unterschiedliches verglichen wurde: Die einen meinten, ihre Haut sei nach einem halben Tag schon wieder so trocken, dass sie den Schaum erneut auftragen müssten. Cremes dagegen würden ihre Haut länger feucht halten. Ein Tester konnte feststellen, dass bei ihm der 10%-ige Urea-Schaum die „nicht betroffenen Haut“ länger glatt halte, als der 15%-ige. Falsch verstanden hat es zum Beispiel diejenige, die den Pflege-Schaum mit einer verschreibungspflichtigen Salbe verglich.

Solange es den Schaum noch gibt, bekommt man ihn in der 200 ml-Version im Internet ab 10,73 € + eventuell Versandkosten (Stand: Oktober 2012).

Über Rolf Blaga 115 Artikel
Rolf Blaga hat bis 2012 als Studienrat in Berlin am Oberstufenzentrum Gesundheit unterrichtet. Seit 1993 ist er aktiv in der Psoriasis-Selbsthilfe tätig, sowohl regional im Psoriasis Forum Berlin als auch überregional in der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft.

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