So werden Köpfe schuppenfrei

Sie sind harmlos, zieren aber nicht gerade ihren Träger: die Kopfschuppen. Weil eine Pilzinfektion die Hauterkrankung unterhält, ist die Behandlung einfach: Wird der Pilz bekämpft, rieseln keine Schuppen mehr.

Sieht der Mann gut aus!´, schießt es Beate durch den Kopf. Er betritt das Zimmer. „Guten Tag, mein Name ist Freund. Ich habe mich auf die Stelle in Ihrer Firma beworben.“ Beates Gesicht hellt sich auf. Sie schwingt sich vom Schreibtischstuhl auf und geht zielstrebig auf den Kandidaten zu. „Freut mich, Herr Freund.“ Während sie ihm die Hand entgegenstreckt, bleibt ihr Blick auf dem dunklen Sakko haften: Oh nein, Schuppen!

Ob Herr Freund die Stelle bekommt, wird sicher nicht von seinem Haarproblem abhängen. Aber der erste Eindruck ist nun mal wichtig. Obwohl Kopfschuppen harmlos sind, wirken sie auf viele Menschen unästhetisch. Dabei müßte sich niemand mehr mit Kopfschuppen abfinden. Heute gibt es sehr wirksame Mittel, die ebenfalls den lästigen Juckreiz lindem.

Junge Menschen betroffen

Kopfschuppen treten vor allem zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf. Ab dreißig werden sie wieder seltener. Der Grund: Ab der Pubertät bilden die Talgdrüsen mehr Talg und noch dazu in veränderter Zusammensetzung. Erst nach dem 30. Lebensjahr legt sich die Talgproduktion langsam wieder. Wer erblich veranlagt ist, bei dem schießt die Talgbildung sogar über ein normales Maß hinaus.

Das wäre alles halb so wild, würde nicht das Talgfett das Wachstum von Mikroorganismen fördern. Vor allem für den Pilz Pityrosporum ovale ist der Talg ein gefundenes Fressen. Der Pilz besiedelt auch die gesunde Kopfhaut – ohne Konsequenz. Bei einer Ðberproduktion an Talg gedeiht er allerdings doppelt gut. Wenn der Pilz die Fette aus dem Talg verdaut, setzt er Verdauungsfermente und angedaute Fette frei. Diese Substanzen reizen die Kopfhaut, bis sie anschwillt und heftig zu jucken beginnt. Kratzt der Betroffene, reizt er die Kopfhaut noch mehr. Die Kopfhaut weiß sich nicht besser zu wehren als unter Hochdruck neue Zellen zu bilden. Immer mehr alte und nutzlos gewordene Zellen werden abgestoßen. Das Ergebnis sind viele Schuppen aus toten Hornzellen.

Eine erbliche Veranlagung scheint Bedingung für die Talgüberproduktion und damit für die Kopf schuppen zu sein. Doch auch andere Faktoren nehmen Einfluß: Im Winter bilden Betroffene deutlich mehr Kopfschuppen als im Sommer. Auch psychischer Streß, zu wenig Schlaf, starkes Schwitzen und hormonelle Störungen fördern das Entstehen.

Hilfe, wenn es rieselt

Solange die Kopfhaut nicht entzündet ist, also gerötet aussieht, näßt oder von Krusten bedeckt wird, lassen sich Kopfschuppen gut selbst therapieren. Wenn allerdings gleichzeitig Haare ausfallen, sollte man den Hautarzt aufsuchen. Für die Selbstmedikation geeignet und gut wirksam sind Antipilzmittel aus der Apotheke, weil sie die Anzahl der Pilze auf der Kopfhaut verringern und damit das Problem an der Wurzel packen. Ketoconazol und Bifonazol heißen Arzneistoffe in Shampoos. Mit dem Shampoo wird das Haar über einige Wochen bis Monate gewaschen, worauf die Schuppenbildung nachläßt. Bei einem Rückfall oder erneuten Schub kann die Behandlung wiederholt werden.

Im Anschluß an die Kur oder auch für zwischendurch sollte der Patient die Haare mit möglichst reizarmen/ gut hautverträglichen und alkalifreien Shampoos waschen. Auch solche Produkte führt die Apotheke. Haften die Schuppen sehr fest, können sie mit einem Salicylsäurespiritus gelöst werden. Ratsam ist weiterhin: Möglichst nicht kratzen, weil das die Haut irritiert und Infektionen der Kopfhaut begünstigt. Auf heißes Föhnen und stark entfettende Shampoos verzichten, um die Haare vor einem überschießenden Nachfetten zu schützen.

Quelle: Neue Apotheken Jllustrierte 1.2.99

2 Kommentare

  1. Kopfschuppen
    Hallo ,
    mein Name ist Sarah und bin 15 Jahre alt.
    Ich habe Schuppen und das Nervt total
    es juckt richtig , und wenn ich kratze kommen weiße krüsten herunter. Ich habe schon so viele Shampoos versucht zb. : Baby Shampoo , Teebaumöl , Seborin Anti Schuppen Shampoo , Olivenöl .
    Es hilft leider alles garnix .
    Können sie mir bitte Tipps geben ..
    auf meiner Kopfhaut hab ich schon so oft gekratzt
    das da Blut stellen sind.:(

    Liebe Grüße Sarah

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