Vitamin E kann helfen

Wer Vitamin E nimmt, kann eventuell bei Schmerzmitteln sparen

Der Begriff Rheuma leitet sich aus dem Griechischen (rheo = ich fließe) ab. So soll der „fließende“ Schmerz beschrieben werden, der für viele Erkrankungen aus dem sogenannten Rheumatischen Formenkreis typisch ist. Für das bohrende Leiden mit den vielen Gesichtern gibt es keine Universal-Therapie. Allerdings kann die Einnahme von Vitamin E offensichtlich den Bedarf an starken Schmerzmitteln und damit auch deren Nebenwirkungen reduzieren helfen.

Die Schmerzen können an Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe auftreten. Schmerzende Stellen, (Tenderpoints) können sich über den ganzen Körper verteilen. Je nachdem, ob z. B. eine entzündliche Reaktion oder eine Überlastung/Abnutzung von Muskel- oder Sehnengruppen die Ursache der Beschwerden sind, werden die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eingeteilt. Im ständigen Bemühen, den Bedarf an Schmerzmitteln und deren Nebenwirkungen zu senken, hat sich zum Beispiel die Einnahme von Vitamin E bewährt.

Immunsystem fehlgesteuert?

Die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) – in deren Formenkreis die Psoriasis arthritis gehört – geht mit Schmerzen, Schwellungen, Überwärmung, Rötung und anderen typischen Entzündungsreaktionen einher. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Vermutet wird eine Fehlsteuerung des Immunsystems, als deren Folge körpereigene Zellen von Zellen des Immunsystems angegriffen werden, der Körper sich also gegen sich selbst richtet. Zu Beginn der Krankheit könnten auch Infektionserreger wie Viren oder Bakterien eine Rolle spielen. Auch eine erbliche Veranlagung wird diskutiert. Im Gegensatz zur Arthrose tritt die rheumatoide Arthritis meist bei Ruhe auf und bessert sich bei Bewegung.

Der Entzündungsprozess führt oft zur Zerstörung von Knorpelgewebe, Gelenken, Bändern und Sehnen, wodurch sich die Gelenke schlechter bewegen und letztendlich verformen können. Sowohl bei Arthritis als auch bei Arthrose werden auf Grund der zum Teil heftigen Schmerzen nicht-steroidale Antirheumatika und Analgetika eingesetzt, die aber oft Nebenwirkungen vor allem im Magendarmtrakt und in den Nieren haben können.

Radikale können schädlich sein

Freie Radikale können in der Umwelt – z.B. durch Luftverunreinigung, UV-Strahlung, Ernährung – und im Organismus selbst entstehen. Bei bestimmten entzündlichen Erkrankungen werden in großer Menge Sauerstoffradikale produziert, die das vorhandene gesunde Gewebe angreifen und schädigen können. Diese Oxidantien zerstören die gelenknahen Zellen und den Gelenkknorpel. Die zerstörten Zellen wiederum verstärken die Entzündungsreaktion, so dass noch mehr Radikale freigesetzt werden.

Diese Kettenreaktion wird durch Vitamin E unterbunden, indem es die „Freien Radikale“ abfängt. Vitamin E vermindert außerdem die Arachidonsäuresynthese aus Phospholipiden der Zellmembran und verhindert die Aktivität der Lipoxygenase. Dadurch werden weniger entzündungsfördernde Prostaglandine gebildet.

Vitamin E lindert Rheumaschmerz

Vitamin E wird bei Rheumapatienten nicht in seiner Wirkung als Vitamin eingesetzt, sondern vielmehr als Radikalenfänger bzw. Antioxidans. Patienten, die an Entzündungen oder Rheuma leiden, haben einen wesentlich höheren Bedarf an Vitamin E. Vitamin E kann den Gelenkverschleiß verlangsamen und die Rheuma-Schmerzen deutlich lindern. Dadurch kann die Dosis der Antirheumatika und damit auch deren Nebenwirkungsrate reduziert werden. Somit trägt Vitamin E bei Rheumapatienten wesentlich zu einer Steigerung der Lebensqualität bei.

Ernährungstipps bei rheumatischen Erkrankungen

  • Zwei Fisch- und Sojamahlzeiten pro Woche liefern Entzündungen hemmende Omega-3-Fettsäuren.
  • Tierische Fette, so gut es geht, durch Sojaöl ersetzen.
  • Reichlich Vitamin E- und Vitamin C-haltige Nahrungsmittel verzehren. Sie fördern durch ihr antioxidatives Potential Knorpelwachstum und Reparationsmechanismen.
  • Vitamin E blockiert die Arachidonsäuresynthese.
  • Vitamin C stabilisiert zusätzlich Kollagenfasern.
  • Vitamin C findet sich reichlich in Beeren, Zitrusfrüchten, Paprika, Kohl.
  • Vitamin E in Weizenkeimen, Haselnüssen, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Raps- und Sojaöl oder als Vitaminpräparat aus der Apotheke.
Quelle: Dr. Kaske Redaktionsbüro

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