Aktion gegen finanzielle Überforderung von Hautkranken

Kampagne gegen finanzielle Überforderung von Hautkranken und Allergikern

Patientenverbände und Hautarzt-Organisationen starteten am 27. April 2008 eine bundesweite Kampagne gegen die finanzielle Überforderung und Diskriminierung von Hautkranken und Allergikern. Damit wandten sich beide Seiten dagegen, dass gerade Hautkranke sehr viel mehr für Medikamente selbst bezahlen müssen als andere Menschen.

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente aus der Apotheke werden seit 1. Januar 2004 nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sondern müssen von den Patienten selbst bezahlt werden – ganz gleich, wie teuer sie sind. Selbst Mittel, die zur Standard-Therapie bei Hautkrankheiten oder Allergien gehören, stehen nicht mehr auf der sogenannten Ausnahmeliste des gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen.

Der "Erfolg": Auf die Betroffenen kommt nach Berechnungen von Experten eine jährliche Zusatzbelastung im vierstelligen Eurobereich zu. Dies können sich nur die wenigsten Patienten leisten.

Hautärzte befürchten, dass eine medizinisch sinnvolle und notwendige Versorgung chronisch Hautkranker in Zukunft nicht mehr möglich ist. Mit einer Resolution und Unterschriftenaktionen in den Hautarztpraxen wollen die Beteiligten gegen diese Politik protestieren.

Die Resolution wird unterstützt

– vom Deutschen Psoriasis-Bund

– von der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft

– von der Patientenorganisation Psoriasis + Haut

– vom Deutschen Neurodermitikerbund

– vom Deutschen Allergie- und Asthmabund

– von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie

– vom Ärzteverband Deutscher Allergologen

– vom Bundesverband der Deutschen Dermatologen sowie

– von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft

Eine Unterschriftenliste und Informationen finden sich unter anderem auf der Seite

http://www.psoriasis-selbsthilfe.org/protest.html

Claudia Liebram