Merkzettel für Psoriasis-Patienten

Folgenden Merkzettel veröffentliche die Zeitschrift Ärztliche Praxis Dermatologie. Hautärzte sollen ihn an ihre Patienten verteilen.

Liebe Patienten!

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufige Krankheit. Wie Sie sind etwa 1,5 Millionen weitere Bundesbürger davon betroffen. Es ist bewiesen, dass eine Vielzahl äußerer Faktoren Ausbruch und Ausmaß der Schuppenflechte ganz erheblich beeinflussen.

Folgende Empfehlungen zusätzlich zur ärztlichen Behandlung zu beachten, ist deshalb sehr wichtig. Sie persönlich können dazu beitragen, die Symptome zu mindern oder zu beseitigen.

1) Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft.

Sauerstoff, ausreichende, aber nicht zu starke Sonnenbestrahlung und die gesteigerte Durchblutung aller Organe tun Ihrer Haut und Ihrem Allgemeinbefinden gut. Täglich ein kleiner Spaziergang ist dabei wertvoller als eine einzige große Wanderung am Wochenende. Akuter Stress und so mancher Arger verfliegen dann.

Zufriedenheit und seelischer Gleichklang sind wichtige Voraussetzungen, um die äußeren Erscheinungen der Psoriasis zurückzudrängen. Aber Achtung, falls Sie eine Therapie erhalten, welche die Haut lichtempfindlicher macht (zum Beispiel Bade PUVA), denn dann ist sorgfältiger Sonnenschutz wichtig.

2) Essen und trinken Sie maßvoll.

Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren. Vermeiden Sie deshalb speziell fette Speisen und stark gesüßte Getränke. Auf Ihrem Speiseplan sollten Kalorienbomben wie Torten, Nüsse, Schokolade, süße Limonade aber auch fette Wurst, Fleisch und Käsesorten nicht vorkommen.

3) Duschen Sie eiskalt.

Frühmorgens bis spätestens acht Uhr ist die beste Zeit für eine Brause Duschen Sie wenige Sekunden lang eiskalt. Das kurbelt die so wichtige körpereigene Kortisonproduktion und die Durchblutung an.

4) Tragen Sie luftige und hautverträgliche Kleidung.

Druck und Scheuereffekte etwa durch BH oder Hosenbund losen besonders zusammen mit Schweiß die Hautveränderungen aus. Baumwolle und Wolle sind im Gegensatz zu Kunstfasern atmungsaktiv und nehmen den Schweiß auf. Derartige Stoffe sollten beim Kauf den Vorzug erhalten. Vermeiden Sie aber zudem weitgehend auch Kaffee und solche Alkoholika, auf die Sie aus eigener Erfahrung vermehrt schwitzen.

5) Kurzes Duschen geht vor häufiges Baden

Danach die Haut immer sorgfältig abtrocknen – ohne zu reiben, nur abtupfen! Beachten Sie auch die Hautfalten unter der Brust, in den Achseln, zwischen den Schenkeln und am Po. Zur Körperreinigung sind nur pH-neutrale Seifen und Ersatzsubstanzen geeignet. Die übliche basische Seife gehört nicht dazu

Nach dem Duschen wird der gesamte Körper nachgefettet In Hautfalten gehört Creme oder Hautmilch. Was für Ihren Hauttyp zur Reinigung und zur Pflege am besten ist, erfahren Sie bei Ihrem Hautarzt.

Quelle: ärztliche Praxis Dermatologie, Heft 1-2/1999

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