Schuppenflechte – doppelte Gefahr für Begleiterkrankungen

Das Risiko, eine Begleiterkrankung zu bekommen, ist bei Menschen mit Schuppenflechte doppelt so hoch wie bei Gesunden. Jeder fünfte Psoriatiker leidet zudem unter einer Gelenkentzündung – und weiß es oft nicht. Schon Kinder mit Schuppenflechte entwickeln doppelt so oft wie ihre Altersgenossen beispielsweise eine Fettsucht oder einen Bluthochdruck.

Dem Hautarzt fällt für gewöhnlich die Aufgabe zu, einen Patienten nicht nur wegen seiner Schuppenflechte zu behandeln, sondern Begleiterkrankungen zu erkennen und einzuordnen. Das ist nicht so einfach, wenn zum einen die Arztpraxis voll ist und zum anderen der Betroffene dem Arzt nicht sagt, welche Krankheiten oder Symptome er noch so hat. Viele kommen nicht darauf, dem Hautarzt auch Probleme aus vermeintlich anderen Krankheitsbereichen zu erzählen.

Dann kommt das PsoNet ins Spiel – ein Zusammenschluss von Haut- und Fachärzten, die sich regional organisiert haben. Dadurch wissen die Ärzte, welcher ihrer Kollegen für welche Psoriasis-Form und welche Begleiterkrankung der richtige sein könnte, weil er gerade damit mehr Erfahrung hat als andere. Im PsoNet tauschen sich die Ärzte über neue Forschungsergebnisse aus, sie erhalten dort Schulungen und Informationen über neueste Therapiemöglichkeiten.

Die Erkenntnisse über die Risiken von Begleiterkrankungen stammen vom Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie. Dort wiederum laufen Daten zusammen, die Ärzte in ihrem Praxis- und Klinikalltag sammeln.

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Über Claudia Liebram 279 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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