Wie Eltern und Kinder mit der Verzweiflung umgehen können

Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist völlig normal, dass Sie verzweifelt sind und sich hilflos fühlen. Allen Eltern geht das so, wenn sie merken, dass die Psoriasis bei ihrem Kind nicht zurückgeht. Jeder will für sein Kind das Beste. Jeder wünscht ihm von ganzem Herzen eine glückliche und unbeschwerte Kindheit. Und jetzt das! Mutlos sind vor allem diejenigen, bei deren Kindern sich der Hautzustand verschlimmert. Sie haben das Gefühl, dass überhaupt nichts hilft oder die Ärzte schlecht behandeln würden.

Wer bisher mit Schuppenflechte nichts zu tun hatte, fühlt sich der Krankheit des Kindes völlig ausgeliefert. Was ist wirklich gut? Welchen Therapien sollte man eher skeptisch gegenüberstehen? Was kommt da auf uns zu? Wer dagegen selbst Psoriatiker ist oder das aus der Familie kennt, weiß Bescheid. Mancher Mutter oder manchem Vater stehen deshalb die Tränen in den Augen, wenn sie ihren Zwerg eincremen. Überall wird das Kind seine Krankheit erklären und gegen Hänseleien verteidigen müssen: auf dem Spielplatz, im Kindergarten, in der Schule, im Beruf, in der Partnerschaft, beim Einkauf oder den Verrichtungen des Alltags. Es bedeutet viel Geduld, so einem Kind Selbstvertrauen zu vermitteln. Wenn das Kleine schreiend wegrennt, weil man mit der Tube in der Hand ankommt, verkrampft einem sich schon das Herz. Wenn man sieht, wie es sich die Stellen aufkratzt, fühlt man sich so derart hilflos.

Es gibt zum Glück Kinder, bei denen sich die Psoriasis nicht verschlimmert oder sogar zurück entwickelt. Wir wünschen Ihnen, dass Ihr Kind dazu gehört! Aber viele Eltern haben das Gefühl, das „rein gar nichts wirkt“. Ihr Kind habe schon alle Wirkstoffe, Therapien und Naturmittel ausprobiert. Trotzdem ginge die Schuppenflechte („der Dreck“) nicht weg.

Eltern sind verunsichert, welche Risiken und Nebenwirkungen eine Therapie für ihr Kind haben könnte. Sie misstrauen dem Arzt oder der Klinik. Behandeln sie wirklich richtig und kindgemäß? Viele befürchten, nicht vollständig über die Wirkstoffe aufgeklärt zu werden.

Sie machen sich auf die hoffnungsvolle Suche nach einem Hautarzt. Der soll gut mit kleinen Kindern auskommen und Experte für Schuppenflechte sein. Nicht so einer, der lediglich mit Kortison behandelt. Am besten wäre es, er könne das Kind heilen. Andere Eltern suchen nach sanften Alternativen: Naturheilkunde, Homöopathie, Chinesische Medizin ? also das gesamte Spektrum der Alternativmedizin. Wer unheilbar krank ist, hofft auf ein Wunder. Wenn die Schulmedizin nicht helfen kann, kann es vielleicht eine andere medizinische Schule oder ein bisher unbekannter Wirkstoff. Auf diese verzweifelte Hoffnung setzen die Anbieter von alternativen Heilpraktiken und Wundermitteln.

Kinder mit Psoriasis kosten zusätzliches Geld, das nicht alle Eltern haben. Auch das tut weh! Wenn das Geld nicht reicht, um sein Kind mit den besten Präparaten zu versorgen: Die Mittel zur notwendigen, täglichen Hautpflege werden schon lange nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Wer alternative Wege ausprobieren will, muss alles privat bezahlen. Das ist meist nicht wenig. Um die Eltern dazu zu bringen, auch hohe Honorare und teure Produkte zu akzeptieren, heißt es dann: ?Das wird Ihnen doch die Gesundheit Ihres Kindes wert sein!?

Leider passiert meist kein Wunder. Ihr Kind ist krank und braucht Ihre Hilfe. So verständlich es ist, dass sie manchmal völlig kaputt und hoffnungslos sind. Das hilft Ihrem Kind nicht weiter, sondern überträgt sich auf dessen Psyche. Schöpfen Sie Mut! Vielleicht helfen Ihnen unsere Seiten dabei!

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