Was muss eine schwangere Psoriatikerin beachten?

Alles, was Schwangere meiden sollten, ist für Stillende grundsätzlich auch empfehlen: Wegen ihrer Pso aber muss keine Frau auf Kinder verzichten. Wie sich die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft auswirkt, ist nicht vorherzusehen. Meist verbessert sich der Hautzustand, manchmal aber verschlechtert er sich auch. Das kann allerdings auch bei der selben Person von Mal zu Mal verschieden sein, je nach Alter, psychischer Verfassung, sozialen Umständen oder was sonst noch den Krankheitsverlauf beeinflusst.

Es gibt Psoriatikerinnen, bei denen bricht die Pso erst mit der Schwangerschaft aus. Die Schuppenflechte selbst gefährdet die Entwicklung des Kindes nicht, doch ihre Behandlung muss darauf Rücksicht nehmen.

Strikt verboten: Acitretin oder MTX. Im Prinzip sollt man jedes Medikamente zum Einnehmen, das das Immunsystem herabdrückt (Immunsuppressiva) meiden.

Wenig ratsam: PUVA-Bestrahlung, Ciclosporin, Teer. Während der Stillzeit wirkstoffhaltige Salben und Cremes im Bereich der Brustwarzen vermeiden.

Noch nicht empfehlenswert: Fumarate, äußerlich Abwandlungen von Vitamin D und A. Die klinischen Erfahrungen sind unzureichend, obwohl keine Anhaltspunkte für keimschädigende Wirkung vorliegen.

Bedingt anwendbar: Kortisonsalben, innerlich Sulfasalazin, kortisonfreie Anti-Rheumatika. Diese können wie Salicylsäure bei großflächiger Anwendung auf der Haut im letzten Drittel der Schwangerschaft eine Frühgeburt begünstigen. Das gilt auch für Zubereitungen mit Dithranol (z.B. Psoralon MT, Micanol).

Unbedenklich: Mahonia-Salbe, UV-Bestrahlung einschließlich Sole-Fototherapie, Gesicht jedoch möglichst aussparen, da Pigmentflecke verstärkt werden können.
(Aus: Therapieleitfaden von PSO aktuell, Heft 2/Juni 1999).

Über Hausmeister 4 Artikel
Ich sehe hier nach dem rechten und wische von Zeit zu Zeit feucht durch.

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