Neurodermitis bessert sich mit Salbe und feuchtem Verband

Im akuten Schub ist ein atopisches Ekzem manchmal kaum zu bändigen. Vielleicht hilft ja ein sogenannter Fett-Feucht-Verband. Der kann auch mit einer Kortisonsalbe kombiniert werden.

In einer Studie wurden 24 Erwachsene und Kinder, die im akuten Schub ihres Ekzems steckten, an beiden Armen oder Beinen mit einer Kortison-Salbe mit dem Wirkstoff Prednicarbat behandelt.

An einem Arm (oder Bein) wurde über die Salbe ein sogenannter Fett-Feucht-Verband gelegt. Dafür kam auf die Kortisonsalbe eine Hautpflegecreme und obendrauf ein angefeuchteter Coverflex-Schlauchverband. Darüber kam noch eine trockene Lage des Schlauchverbands.

Ergebnis: Nach zwei bis drei Tagen war das Ekzem unter dem Fett-Feucht-Verband deutlich besser als dort, wo die Kortisonsalbe allein zum Einsatz kam.

Die Patienten wurden noch 14 Tage nach der Studie beobachtet. Die Ärzte sagen, es seien weder Nebenwirkungen noch Rebound-Effekte eingetreten. Beim Rebound-Effekt tritt die Neurodemitis (oder in anderen Fällen auch die Schuppenflechte) mit recht großer Wucht wieder zutage.

Mit einer fett-feuchten Behandlung kann die Neurodermitis-Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden. Sie kann auch kühlen sowie den Juckreiz lindern. Das alles führt auch zu einem verbesserten Schlaf.

Den Coverflex-Schlauchverband und die Alfason Basis CreSa kann man rezeptfrei in der Apotheke kaufen. So ist diese Therapie auch zu Hause gut anwendbar.

Die Studie wurde in der Zeitschrift „Dermatology“ Ausgabe 212 (2006) veröffentlicht.

cl

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