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Gemüsesorten können Nebenwirkungen von UV-Licht verzögern

Lichtschutz durch Nahrungsmittel

Wer sich verstärkt UV-Strahlen aussetzt, weiß eigentlich, dass das nicht völlig ungefährlich ist. Man riskiert einerseits Hautkrebs und andererseits altert die Haut vorzeitig. Wer viel an der Sonne ist, bekommt eher Falten und schlaffe Haut, als diejenigen, die sich vor UV-Licht schützen.

Gerade Menschen mit Psoriasis aber lassen sich aus therapeutischen Gründen öfters mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht bestrahlen. An der Charité Berlin hat eine Studie aus 2006 ergeben, dass es Gemüsesorten gibt, mit denen die Nebenwirkungen von UV-Bestrahlung verzögert werden können.

Durch UV-Strahlen können sich körpereigene Moleküle in "freie Radikale" zerteilen. Diese ungebundenen Radikale neigen dazu, anderen Molekülen des Körpers den Sauerstoff zu entreißen und sie damit zu zerstören. Freie Radikale werden deshalb als "Zellkiller" bezeichnet. Sie verursachen eine Kettenreaktion, die als Entzündungsschritte im Körper ablaufen. Das führt zu nicht mehr rückgängig zu machenden Zellschäden am Bindegewebe der Haut. Die ist dadurch nicht mehr so elastisch und glatt, sondern altert vorzeitig.

"Anti-Oxidantien" dagegen können Sauerstoff binden und zerstören dadurch freie Radikale. Sie werden deshalb als "Radikalen­fänger" bezeichnet. Das Problem ist, dass der menschliche Körper "Anti-Oxidantien" nicht selbst produziert. Sie müssen von außen aufgenommen werden. Durch die Studie unter der Leitung von Prof. Jürgen Lademann wurde bestätigt, dass die "Anti-Oxidantien" "Beta-Karotin" und "Lycopin" besonders gut von der Haut aufgenommen werden.

"Beta-Karotin" ist in Karotten (Mohrrüben) enthalten und wird am besten im Körper freigesetzt, wenn man das frische Gemüse mit etwas Öl isst. "Lycopin" findet man in vielen roten Gemüsesorten, vor allem in Tomaten, roten Paprikaschoten und roten Grapefruits. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Konzentrate (Tomaten-Ketchup und Paprika-Paste) mehr "Lycopin" an die Haut abgeben, als das frische Gemüse. "Lycopin" gilt als sehr effektiver "Anti-Oxidant", der deutlich stärker wirkt, als "Beta-Karotin".

Andere Autoren empfehlen Granatapfel-Saft und grünen Tee. Generell gilt, dass man sehr viel trinken soll, wenn man die Haut geschmeidig halten will. Wer während des Sonnenbads Alkohol trinkt, ist deutlich weniger vor UV-Strahlung geschützt.

Richtige Ernährung ersetzt nicht das Sonnenschutz-Mittel. Je hellhäutiger man ist, desto mehr muss man die Haut vor UV-Strahlung schützen. Aber wer sich zusätzlich mit "Anti-Oxidantien" versorgt, bei dem treten die negativen Auswirkungen der UV-Bestrahlung später auf. Rolf Blaga

Quellen:

  • Bayerisches Fernsehen, "Die Sprechstunde" vom 20.08.2007 (Wdh.), "Schlemm Dich schön: Ernährung gegen Falten?"; Autorin Judith Kotra, Studiogast: Dr. med. Claas Ulrich, Charité Berlin

Link: http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/sprechstunde/200708/st20070820_3.shtml

  • http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bewusste-Lebensfuehrung.108018.0.html?&L=de
  • Fit und gesund mit Vitalstoffen, Dr. med. Volker Schmiedel, München 2000
  • Wikipedia

Kommentare (1)

...
tomatenpaste ist ja schon durch viele studien gegangen bei verschiedenen erkrankungen und hatte immer etwas gutes für die die es vertragen...
emna , 31.03.2012

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Februar 2009 um 07:49 Uhr