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Nebenwirkungen von Medikamenten jetzt länderübergreifend im Blick
Hautärzte und -Forscher aus mehreren EU-Ländern und aus Israel sind der Meinung, dass für Psoriatiker in punkto Sicherheit von Arzneimitteln mehr getan werden müsste. Deshalb haben sie am Rande des EADV-Kongresses das Netzwerk PsoNet-EU gegründet, das alle Nebenwirkungen von Arzneimitteln registriert. Dabei geht es um die "klassischen" innerlichen Medikamente wie MTX oder Ciclosporin ebenso wie um die Biologics.
 
Im Klartext heißt das: Mediziner aus fünf Ländern sammeln die Daten von ihren Patienten, wenn die von Nebenwirkungen berichten. Später sollen es einmal elf Länder sein. So soll schneller erkannt werden können, wenn sich Nebenwirkungen bei einem bestimmten Medikament häufen - eine Art Frühwarnsystem.
 
Andererseits können so auch Langzeitdaten zur Wirksamkeit und zur Wirtschaftlichkeit der innerlichen Therapien bei Schuppenflechte gewonnen werden.
 
Weil die Schuppenflechte auch mit einem höheren Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt oder Diabetes einhergeht, bekommen die Ärzte in diesem Netzwerk gleich auch mit, welche Begleiterkrankungen in welchem Maße auftreten, wie die Behandlung auf sie wirkt oder welche Wechselwirkungen es gibt.
 
In Deutschland gibt es bereits das Patientenregister PsoBest, in dem bundesweit Daten über den langfristigen Behandlung bei Schuppenflechte gesammelt werden. Auch hier geht es um "klassische" innerliche Medikamente und Biologics gleichermaßen. cl

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