Psoriasis-Haut kann mit Ginseng gepflegt werden

Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Wirkstoffe des Ginseng eine nachgewiesene Wirkung bei der Schuppenflechte entfalten – und dies ohne gravierende Nebenwirkungen.

Die Hauptwirkstoffe des Ginsengs werden als Ginsenoside bezeichnet und besitzen eine entzündungshemmende Wirkung, die deshalb die Anwendung des Ginsengs auch bei der Schuppenflechte sinnvoll macht. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Ginsengs greifen unterstützend in das Immunsystem ein und regulieren wichtige Abwehrzellen, die bei Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte eine dominante Rolle übernehmen. Schon seit vielen Jahrhunderten ist zudem bekannt, dass Ginseng unter anderem auch der Hautalterung entgegen wirkt.

Ginseng ist eine rübenartige Pflanze. Die lindernden Wirkungen werden den Wurzeln zugeschrieben. Ginseng wird in erster Linie in Korea und China angebaut. Wirksam ist insbesondere der koreanische Ginseng. Er wird daher auch als echter Ginseng bezeichnet. In der asiatischen Naturheilkunde hat sich der Ginseng seit Jahrtausenden seinen Platz erobert, während er in Europa erst in vergangenen Jahrzehnten an Popularität gewonnen hat. Mittlerweile wird der koreanische Ginseng aber auch in Deutschland kultiviert.

In der traditionellen Naturmedizin wird der Ginseng wegen seiner beruhigenden und stärkenden Wirkungen geschätzt. Zur Behandlung von Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte oder der Neurodermitis werden heute Cremes, Salben, Lotionen und Shampoos mit Ginseng-Wirkstoffen angeboten.

Wichtig bei der Auswahl eines geeigneten Ginseng-Produktes sind die Konzentration und die Reinheit der Wirkstoffe. Besonders bei der Behandlung der Schuppenflechte oder Neurodermitis ist eine hoch dosierte Therapie – bei Cremes und Salben mindestens 30 Prozent Ginsenganteil – zu empfehlen, um die entzündlichen Prozesse und die Hautschuppung rasch unter Kontrolle zu bringen.

Ginseng ist gegenüber anderen Therapiemaßnahmen ausgezeichnet verträglich – auch bei einer hohen Konzentration der Wirkstoffe. Dies gilt gleichermaßen für Allergiker, die naturgemäß besonders empfindlich auf Salben und Cremes reagieren. F.S.

Quellen:

– „Ginseng ist nicht gleich Ginseng“, Die Apotheke, 10/2003

– „Gesundheit heute“, März 2008

TopPharm, Oktober 2003

– „Inhibitory effect of protopanaxatriol ginsenosides in an oxaloneinduced mouse psoriatic model“, J Ginseng Res 2006; 30 (3): 95-99

Foto: Günter Menzl – Fotolia.com

Bildquellen

  • ginseng_big: Günter Menzl - Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Ich leide seit meinem 6. Lebensjahr unter Psoriasis mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Plaquebildung. Seit Ausbruch der Psoriasis bis heute habe ich ich eigentlich alle gängigen Medikamente ausprobiert, was der Markt für diese Krankheit so anbietet. Einzig mehrere Lichttherapien brachten mittelfristig einen Erfolg. Jedoch eine absolute Beschwerdefreiheit wurde aber auch mit dieser Therapie nicht erreicht.

    Aus einem anderen gesundheitlichen Aspekt hab ich seit dem 22. Februar 2012 ein hochdosiertes Ginseng-Präparat in Kapselform eingenommen (2 x 1/Tag). Schon nach weniger als einer Woche konnte ich sichtbare Veränderungen der Psoriasisherde feststellen. Grossflächige Herde am Bauch-, Gesäss- und Rückenbereich sowie an den Extremitäten wurden zusehens blasser und zeigten nur noch eine geringfügige Schuppenbildung. Fairerweise muss ich noch erwähnen, dass parallel zur Ginsengeinnahme eine weitere Medikation mit einem Vitamin-A-Präparat und einer lokal aufzutragender Salbe erfolgte. Beides zeigten jedoch im Vorfeld lange nicht die Wirkung wie mit der Einnahme des Ginsengpräparates. Ich werde den weiteren Verlauf genaustens im Auge behalten – bietet dieses Präparat eine echte Alternative zu den gängigen Chemiekeulen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*