Zur Hautberatung in die Apotheke

Drei Gefahren machen im Herbst und Winter der Haut zu schaffen: die niedrige Luftfeuchtigkeit, die Kälte und Hautschäden durch erhöhte UV-Einstrahlung, so der HAUTREPORT Sep. 2000. Das Herbstheft der Zeitschrift widmet sich ganz dem Thema "Hautpflege in der kalten Jahreszeit" und zeigt, was man tun kann, um die Haut auch jetzt gesund und schön zu erhalten. Für Frauen mit Problemhaut – und das ist inzwischen jede zweite Deutsche – sei die richtige Hautpflege zu dieser Zeit das A und O.

Was kompetente Beratung bei Problemhaut angeht, so vertrauen die meisten Verbraucher auf Arzt und Apotheker. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Freiöl-Instituts für Hautforschung bei 2.500 Frauen und Männern im Juli 2000. Dass dem Arzt das größte Vertrauen gilt, war zu erwarten.

Erstaunlicherweise liegt aber die Apotheke mit 15 Prozent ein gutes Stück vor der Kosmetikerin mit 12,2 Prozent. Weit abgeschlagen hingegen die Kosmetikabteilungen der Kaufhäuser mit 5,6 Prozent. In einem Interview des HAUTREPORT mit dem Nürnberger Apotheker Dr. Hartmut Neufang führt dieser das hohe Vertrauen der Verbraucher auf die Sachkompetenz der Apotheken zurück, wo man die Wirksamkeit und Vertrauenswürdigkeit von Produktaussagen tatsächlich beurteilen könne. Neufang weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Verbraucher mit empfindlicher Haut, insbesondere Allergiker, nur Hautpflegeprodukte mit getesteten Inhaltsstoffen nutzen sollten.

Bei "leichteren" Hautproblemen sei deshalb "zunächst der Weg in die Apotheke richtig". Zudem könne man sich dort "beim Dermatologen rückversichern, dass sich die gewählte Pflege für den Patienten eignet". Nicht zuletzt seien auch Kundinnen mit reifer Haut in der Apotheke gut beraten, da das Angebot an getesteten, wirksamen Cremes für diese Altersgruppe sehr gut ist. Die Preise, so die Auskunft des Fachmannes, seien dabei häufig "viel günstiger als in Drogerien oder Parfümerien". djd