Pflege mit Thermo-Effekt

Feuchte Wärme kann wahre Wunder wirken. Sie entspannt Körper und Seele, bedeutet Wohlbefinden pur und bereitet Haut und Haare optimal für die nachfolgende Pflege vor.

Wärme wirkt auf die Haut wie ein „Sesam-öffne-dich“. Kosmetikerinnen schwören deshalb aus gutem Grund darauf. Bevor sie bei einer Kundin mit ihrem Schönheitsprogramm beginne, bereiten die Pflege-Profis die Haut gerne mit einem Gesichtsdampfbad vor. Der heiße Wasserdampf öffnet die Poren. Die Haut ist jetzt viel aufnahmefähiger: Wirk- und Pflegestoffe können schneller einziehen und ihren Effekt auf der Haut besser entfalten.

Wärme begünstigt nicht nur die Wirkung von Kosmetika. Sie verstärkt auch den Effekt von Haarkuren und macht Kräuterbäder und entspannende Massagen zu einem wohltuenden Erlebnis.

Dampfbad fürs Gesicht

Machen Sie es doch einfach mal der Kosmetikerin nach, und bereiten Sie sich zu Hause ein Dampfbad für das Gesicht. Die heißen Dämpfe erweitern die feinen Blutgefäße in der Haut. Die Durchblutung kommt so auf Touren. Hautzellen werden besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Und der Teint erscheint gleich wieder rosiger und frischer.

Blütenzusätze wie Kamille oder Salbei können den hautklärenden Effekt noch steigern. Aber Vorsicht: Lassen Sie den heißen Wasserdampf erst zehn Minuten abkühlen, und geben Sie auch dann erst die Blüten zu. Wer es sanfter mag, kann auch ein Baumwolltuch mit dem warmen, zuvor filtrierten Sud tränken und auf das Gesicht legen. Menschen mit bekannten allergischen Reaktionen sollten allerdings auf Kräuterzusätze verzichten.

Die „Mini-Variante“ für müde und gestreßte Augen: ein paar Minuten angefeuchtete, lauwarme Watte-pads oder im Wasserbad angewärmte „Migräne-Brillen“ aus der Apotheke auf die Augen legen.

Thermo-Trick für Haare

Tragen Sie die Haarkur oder -packung. die Sie normalerweise verwenden. nach der Haarwäsche auf, stülpen Sie eine Plastikhaube darüber und wickeln Sie sich ein Handtuch um den Kopf. Geben Sie den Pflegestoffen fürs Haar nun zehn Minuten Zeit, unter dem Handtuchturban zu wirken.

Nächtliche Hand-Kur

Die von Arbeit, Handschuhen und Winterkälte strapazierten Hände erholen sich am besten über Nacht mit einer Handpackung. Das geht so: Tragen Sie abends eine Pflegecreme dick auf die Hände auf, streifen Sie Baumwollhandschuhe darüber, und lassen Sie diese Packung über Nacht einwirken.

Die Baumwollhandschuhe speichern die Wärme über Nacht und verstärken auch die hautregenerierende Wirkung der Pflegecreme. Zudem verhindern sie, daß Fettflecken auf die Bettwäsche kommen.

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Wohltat für den Körper

Ein Vollbad bei 37 Grad wärmt durchfrorene Glieder natürlich am besten auf. Das Pflegeplus: Gesundheitsfördernde Badezusätze unterstützen die Entspannung in der Wanne. Die ätherischen Öle des Rosmarins etwa lockern verkrampfte Muskeln. Kiefernnadelöl wirkt befreiend auf die Atemwege. Im Melissen- oder Lavendelbad beruhigen sich nervöse Gemüter.

Nicht immer ist Wärme gut!

Wer zu roten, erweiterten Äderchen im Gesicht neigt (Couperose), sollte auf Gesichtsdampfbäder besser verzichten. Wärme erweitert die Blutgefäße. Die Couperose könnte sich verschlimmern.

Feuchte Wärme wie im Dampfbad ist für Menschen mit extrem trockener Haut empfehlenswerter als die trockene Hitze einer Sauna. In jedem Fall gilt: nachcremen! Patienten mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sollten vorher ihren Arzt fragen.

Wer Venenprobleme hat, sollte kaltwarme Wechselduscher heißen Wannenbädern vorziehen.

Vorsicht bei starken Kreislaufbeschwerden: Hitze strapaziert den Kreislauf- und kann Schwindelgefühle auslösen.

Bei Fieber, unklaren, akuten Hauterkrankungen. Herzschwäche und Bluthochdruck sollten Sie auf heiße Wannenbäder besser verzichten.

Quelle: Apotheken Umschau 1/99

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