Licht-Salben-Therapie gegen Hautekzeme
Schon der griechische Arzt Hippokrates wußte, daß Wasser des Toten Meeres zusammen mit Sonnenlicht bei Hautkrankheiten heilend wirkt. Besonders die Schuppenflechte und andere Ekzeme heilen unter en besonderen Wasser- und Lichtverhältnissen an dem abflußlosen Salzsee im Jordangraben zwischen Israel und Jordanien. An diesen Hautkrankheiten leiden in Deutschland derzeit immerhin etwa eineinhalb Millionen Menschen. Viele dieser Patienten besuchten in den vergangenen Jahren Heilstätten am Toten Meer. Andere kurierten in deutschen Heilanstalten, in denen das Wasser des Toten Meeres gewissermaßen nachgemacht wird und künstliche Ultraviolett-Strahlung zur Anwendung kommt.
Bislang war allerdings nicht bekannt, worauf die besondere Wirkung dieses Meerwassere beruht, das mehr als 40 gelöste Mineralien aufweist. Ärzte an der dermatologischen Klinik der Rostocker Universität kamen jetzt hinter das Geheimnis: Sie entdeckten, daß das reichlich konzentrierte Magnesiumchlorid im Toten Meer die Aktivität von Entzündungsenzymen hemmt. Damit ist klar, daß allein eine Licht-Therapie mit magnesiumchloridhaltigem Wasser genügt. Das Baden im "toten Wasser" kann nun sogar durch Verabreichen entsprechender Salben, in denen das Salz eingearbeitet ist, ersetzt werden. Prof. Dr. Wolfgang Diezel, Direktor der Rostocker Klinik, wies darauf hin, daß eine solche "Salbentherapie plus natürlicher Sonne" bereits in Heiligendamm an der Ostsee erfolgreich erprobt worden sei: Bei Patienten mit Schuppenflechte heilten die entzündeten Hautpartien durchschnittlich 25 Prozent schneller ab als mit herkömmlichen therapeutischen Verfahren
Quelle: Berliner Morgenpost vom 7.4.1991









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