Kasse muss auch für Alternativ-Behandlung zahlen

Bei Erfolg muss Kasse auch für Alternativ-Behandlung zahlen

Private Krankenkassen müssen nach einem Urteil des Landgerichts München I auch für so genannte Außenseitermethoden bezahlen, wenn diese beim Patienten Erfolg haben. „Hat eine Behandlungsmethode Erfolg, ist sie vom Versicherer zu bezahlen“, entschied das Gericht. Das Urteil wurde am 2. Dezember 2003 veröffentlicht.

Im verhandelten Fall hatte ein 42-jähriger Mann seine Zahnfehlstellung im Ober- und Unterkiefer nach der Crozat-Methode behandeln lassen, die als ganzheitliche Therapie verschiedene Methoden kombiniert. Obwohl der Patient nach vierjähriger Behandlung makellose Zähne hatte, zahlte seine Versicherung zunächst nicht. Vor dem Amtsgericht bekam der Versicherer Recht, das Landgericht hob dieses Urteil jetzt auf (Aktenzeichen 6 S 7321/03).

Eine kreative Auslegung dieses Urteils für andere Krankheiten ist denkbar.

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