Volkskrankheit Schuppenflechte

Heft in der Reihe „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ erschienen

Das Robert-Koch-Institut widmet seit zwei Jahren den „Volkskrankheiten“ eine eigene Heftreihe, genannt „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“. Jetzt ist die Schuppenflechte dran.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Schuppenflechte werden häufig unterschätzt. Jedes Jahr sind 20.000 stationäre Behandlungen nötig, die durchschnittlich drei Wochen dauern. Für viele ist die Stigmatisierung besonders belastend. Bis heute kann die Psoriasis nicht geheilt werden.

Das jüngst erschienene Heft stellt Krankheitsbild und Hauptformen der Erkrankung vor und gibt eine Übersicht über

  • Risikofaktoren
  • Präventionsmaßnahmen
  • Behandlungsmöglichkeiten und
  • Hilfsangebote.

Die Autoren Heiko Traupe vom Universitätsklinikum Münster und Bernt-Peter Robra von der Universität Magdeburg liefern auch Daten zu den Ressourcen der Gesundheitsversorgung, zur Situation bei der stationären und bei der ambulanten Patientenversorgung und der volkswirtschaftlichen Bedeutung.

Was den Autoren negativ auffiel

Schlussendlich sagen Heiko Traupe und Bernt-Peter Robra auch, wo Verbesserungen nötig sind. Ein Fazit: Handlungsbedarf besteht bei der wohnortnahen Rehabilitation – bei der Behandlung nicht weit weg in der Reha, sondern beim Arzt oder in der Klinik „um die Ecke“.

Die Wissenschaftler müssen noch mehr in die epidemiologischen Forschung gehen.

Es besteht erheblicher Nachhol- und Handlungsbedarf an Forschung auf dem Gebiet der Epidemiologie der Psoriasis, zum Beispiel zur Rolle der Ernährung oder zu Strategien der Krankheitsverarbeitung.

Außerdem ist den beiden Autoren zu wenig errechnet worden, wieviel die Psoriasis kostet – ganz direkt, aber auch im größeren Rahmen. Was die Schuppenflechte-Kranken der Volkswirtschaft kosten, gehört beispielsweise dazu – durch Fehlzeiten der Kranken, durch

Auch die gesundheitsökonomische Datenlage zu den direkten und indirekten Kosten der Psoriasis ist mangelhaft.

Welche Therapien wie effektiv sind, ist für Heiko Traupe und Bernt-Peter Robra nicht genügend deutlich dokumentiert.

Über die Heftreihe

Das GBE-Heft zur Schuppenflechte ist das elfte Themenheft des Robert-Koch-Instituts. Bisherige Themen waren

  • Schutzimpfungen
  • Sterbebegleitung
  • Gesundheitsprobleme bei Fernreisen
  • Armut bei Kindern und Jugendlichen
  • Medizinische Behandlungsfehler
  • Lebensmittelbedingte Erkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Nosokomiale Infektionen
  • Inanspruchnahme alternativer Methoden in der Medizin
  • Gesundheit im Alter

Bestellmöglichkeit

Das GBE-Heft „Schuppenflechte“ kann kostenlos schriftlich angefordert werden beim

Robert Koch-Institut

Gesundheitsberichterstattung

Seestraße 10

13353 Berlin

Fax: 01888/754-3513

E-Mail: mailto:gbe@rki.de

Internet: http://www.rki.de/GBE/GBE.HTM

Informationen zum Heft gibt es unter http://www.rki.de. Dort findet man auch einen Link zum Download des Heftes als PDF-Datei. cl

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